Indianer

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Als '''Indianer''' werden die Ureinwohner von [[Amerika]] bezeichnet.
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Da die Bezeichnung teilweise als verallgemeinernd und rassistisch empfunden wird, zählt man sie heute zu den ''Indigenen Völkern''.
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== Herkunft des Begriffs ==
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Die Geschichte dieses Sammelbegriffs reicht bis in das ausgehende 15. Jahrhundert, die Zeit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Kolumbus war bekanntlich mit dem Auftrag ausgesandt worden, einen Seeweg nach Indien zu finden. Als er nach langer Reise an den exotischen Stränden der Karibik landete, glaubte er der Legende zufolge, tatsächlich in Indien angekommen zu sein. Dementsprechend nannte er die dort wohnenden Menschen ''Indios'', genau genommen gleich bedeutend mit ''Inder''. Der deutschsprachige Begriff ''Indianer'' erlaubt eine Unterscheidung zur Bevölkerung Indiens, während in anderen wichtigen europäischen Sprachen diese Unterscheidung nicht ohne Schwierigkeiten möglich ist (Französisch: ''Indien'', Spanisch: ''indio'' und Englisch: ''indian''). Trotzdem wird die Bezeichnung ''Indianer'' heute von mehreren Seiten als unangemessen verallgemeinernd und rassistisch empfunden. Stattdessen nennt man die Ureinwohner Nordamerikas ''American Indians'' oder auch "Native Americans''. Aus ethnologischer Sicht repräsentiert nicht jede  man die  zählt man sie heute zu den ''Indigenen Völkern''. Auch andere Bezeichnungen sind inzwischen üblich.
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Die Schwierigkeiten mit diesen Begriffen resultieren aus Unsicherheiten in der ethnologisch richtigen Einordnung der in Nordamerika ursprünglich lebenden Völker und Völkergruppen. In Nordamerika gibt es zwei große indianische Sprachfamilien, zu denen jeweils Dutzende einzelne Sprachen und Dialekte gehören. Diese Sprachen sind mehr oder weniger miteinander verwandt und auch zwischen den beiden großen Familien dürfte es Verbindungen geben. Archäologische Forschunsgergebnisse und neuere DNA-Untersuchungen lassen es als möglich erscheinen, dass alle diese verschiedenen Ethnien von einer verhältnismäßig kleinen, vielleicht nur einige Hundert Menschen zählenden Einwanderergruppe abstammen. Insofern ist die klare ethnische Unterscheidung und Zuordnung der nordamerikanischen ''Indianer'' in Völker, Stämme usw. nicht ohne Probleme möglich. Hinzu kommen Schwierigkeiten, die sich aus der jahrhundertelangen Verfolgung und Unterdrückung der Urbevölkerung Amerikas ergeben. Tatsächlich führt die undifferenzierte Benennung als ''Indianer'' zur Geringschätzung der vielen kulturellen Besonderheiten - nicht zuletzt auch ihrer Bedrohtheit.
== Indianer im Mosaik ==
== Indianer im Mosaik ==

Version vom 21:29, 22. Dez. 2008

Als Indianer werden die Ureinwohner von Amerika bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft des Begriffs

Die Geschichte dieses Sammelbegriffs reicht bis in das ausgehende 15. Jahrhundert, die Zeit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus. Kolumbus war bekanntlich mit dem Auftrag ausgesandt worden, einen Seeweg nach Indien zu finden. Als er nach langer Reise an den exotischen Stränden der Karibik landete, glaubte er der Legende zufolge, tatsächlich in Indien angekommen zu sein. Dementsprechend nannte er die dort wohnenden Menschen Indios, genau genommen gleich bedeutend mit Inder. Der deutschsprachige Begriff Indianer erlaubt eine Unterscheidung zur Bevölkerung Indiens, während in anderen wichtigen europäischen Sprachen diese Unterscheidung nicht ohne Schwierigkeiten möglich ist (Französisch: Indien, Spanisch: indio und Englisch: indian). Trotzdem wird die Bezeichnung Indianer heute von mehreren Seiten als unangemessen verallgemeinernd und rassistisch empfunden. Stattdessen nennt man die Ureinwohner Nordamerikas American Indians oder auch "Native Americans. Aus ethnologischer Sicht repräsentiert nicht jede man die zählt man sie heute zu den Indigenen Völkern. Auch andere Bezeichnungen sind inzwischen üblich. Die Schwierigkeiten mit diesen Begriffen resultieren aus Unsicherheiten in der ethnologisch richtigen Einordnung der in Nordamerika ursprünglich lebenden Völker und Völkergruppen. In Nordamerika gibt es zwei große indianische Sprachfamilien, zu denen jeweils Dutzende einzelne Sprachen und Dialekte gehören. Diese Sprachen sind mehr oder weniger miteinander verwandt und auch zwischen den beiden großen Familien dürfte es Verbindungen geben. Archäologische Forschunsgergebnisse und neuere DNA-Untersuchungen lassen es als möglich erscheinen, dass alle diese verschiedenen Ethnien von einer verhältnismäßig kleinen, vielleicht nur einige Hundert Menschen zählenden Einwanderergruppe abstammen. Insofern ist die klare ethnische Unterscheidung und Zuordnung der nordamerikanischen Indianer in Völker, Stämme usw. nicht ohne Probleme möglich. Hinzu kommen Schwierigkeiten, die sich aus der jahrhundertelangen Verfolgung und Unterdrückung der Urbevölkerung Amerikas ergeben. Tatsächlich führt die undifferenzierte Benennung als Indianer zur Geringschätzung der vielen kulturellen Besonderheiten - nicht zuletzt auch ihrer Bedrohtheit.

Indianer im Mosaik

In der Amerika-Serie

Mittelamerikanische Indianer

Tolteken und Inselvolk

Azteken

Totonaken

Bergindianer

Der Stamm von Rote Wolke

Der Stamm am Biberfluss

Der Stamm am Fuße der Rocky Mountains

Prärieindianer

In der Don-Ferrando-Serie

Nach der Befreiung des Don Alfonso aus den Fängen seines Vetters Don Ferrando treffen die Abrafaxe im Hafen eine Inka-Prinzessin, die gerade aus Südamerika eintrifft, um nach ihrem spanischen Gemahl zu suchen. Begleitet wird sie von ihrem Diener Chico. Es stellt sich heraus, dass Don Alfonso der Gesuchte ist, und gemeinsam macht man sich auf den Weg, das Geheimnis des verschwundenen Inka-Schatzes zu lösen.

Im Wikinger-Kapitel der Mittelalter-Serie

Als die Abrafaxe gemeinsam mit Erik Rudson und seiner Flotte auf große Fahrt gehen, ahnen sie nicht, dass sie an der Entdeckung Amerikas teilnehmen. Nach einer langen Fahrt ins Ungewisse landen sie auf den sagenhaften grünen Inseln und geraten in Konflikt mit einem namenlos bleibenden Indianerstamm (es sind möglicherweise Irokesen). Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden die Wikinger in den Ureinwohnern jedoch neue Freunde.

Eine wichtigere Rolle spielen:

In der Wido-Wexelgelt-Serie

Wiedersehen in Spanien

Als die Abrafaxe ins Spanien des 16. Jahrhundert zurückkehren, statten sie ihrem Freund Don Alfonso einen Besuch auf der Burg Rocalprado ab. Dort treffen sie auch wieder auf die Inka-Prinzessin und ihren treuen Diener Chico.

Die Chimoche

Auf ihrer Suche nach dem Goldland Eldorado treffen die Abrafaxe und Wido Wexelgelt im südamerikanischen Dschungel auf den Stamm der Chimoche. Sie erfahren von der glorreichen Vergangenheit dieses Volkes und seinem Untergang. Die Zerstörung ihrer Baumstadt können sie nicht verhindern, haben aber Anteil an der Zusammenführung zersplitterter Gruppen des Stammes.

Folgende Chimoche spielen größere Rollen:

Auf dem Weg nach Lima

Als die Abrafaxe und Wido gemeinsam mit Dona Ferrentes über die Anden nach Lima reisen, machen sie Halt in einer kleinen Mission. Dort lebt der Prediger Caspar Wanderdrossel mit dem von ihm bekehrten Indio Alfons. Welchem Stamm Alfons vor seiner Begegnung mit dem Prediger angehörte, bleibt offen. Es könnte durchaus sein, dass er einer der versprengten Gruppen der Chimoche angehört.

Die Miwoks

Nachdem die Abrafaxe und Wido auf der Golden Hind, dem Schiff des englischen Freibeuters Francis Drake, Lima verlassen haben und der Versuch, eine Nord-West-Passage zu finden scheitert, gehen sie an der kalifornischen Küste an Land und treffen auf den Stamm der Miwoks.

Folgende Miwoks spielen größere Rollen:

In der Weltreise-Serie

Während eines Wettrennens um die Welt, wird der Zug, in dem die Abrafaxe nach Denver reisen, von einem Bison aufgehalten. Die Abrafaxe verlassen den Zug und treffen in der Prärie den Großwildjäger Buffalo Bill und dessen indianischen Freund Crazy Bull.

Externe Links

Indianer spielen in folgenden Mosaikheften eine Rolle

Im Mosaik von Hannes Hegen:  165, 166, 167, 172, 173, 174, 175, 176, 190, 191, 192, 193, (201)
Im Mosaik ab 1976: 4/81, 5/81, 6/81, 10/81, 11/81, 12/81, 1/82, 212, 256, 257, 265, 266, 267, 268,
272, 271, 272, 277, 278, 279, 353
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