Mosaik von Hannes Hegen 174 - Flucht in den Urwald

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Mai 1971
Nachdruck in
Umfang 24 Seiten
Panel 50 + Titelbild
Katalog 1.01.174
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Amerika-Serie
Kapitel: Exkurs - Das Inselvolk
Heft davor Landung in Mexiko
Heft danach Der Zorn der Götter

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person, sowie einzeln: Dag.
Dag setzt die Erzählung von den Erlebnissen der Digedags im April 1519 fort. Sie waren damals der Truppe von Juan de Escalante zugeordnet worden, der im Auftrag von Hernando Cortez ein Fort an der mexikanischen Küste errichten ließ. Kurz nach dessen Fertigstellung erschien ein Indianervolk, das offenbar von weit im Norden stammte. Eine siebenköpfige Delegation um den Häuptling betrat mit kostbaren Geschenken das Fort.
In dessen Innenhof hatte Escalante eine prunkvolle Demonstration seiner Macht inszenieren lassen. Doch die Digedags, die auf dem Höhepunkt der "Audienz" einen Salutschuss abfeuern sollten, knüpften die Kanone an Escalantes Thron, so dass der Gernegroß beim Böllern unter dessen Trümmern begraben wurde. Rasend vor Wut sperrte er die ernüchterte Delegation, die die Herkunft ihres Goldes verheimlichte, ins Verlies und schickte die Digedags als Strafe zum Holzhacken in den Wald.
Dort freundeten sich die drei mit den restlichen Angehörigen des Inselvolkes an. Mit der Hilfe von vier mutigen Indianern befestigten sie in der Nacht einen schweren Anker am Torgebäude des sorgloserweise unbewachten Forts. Den Anker wiederum verbanden sie mit einem riesigen Baum, den sie nun umhackten. Dadurch wurden das Torhaus und der mit ihm verbundene Mast in der Mitte des Forts eingerissen. Dieser wiederum fiel auf die Küche und das Verlies, wodurch die sechs Gefangenen befreit werden konnten. Schnell kehrte man zum Rastplatz zurück. Das Inselvolk zog sich nun in den Dschungel zurück, denn es war mit einer Racheaktion zu rechnen. Die Digedags hingegen gingen zum lichterloh brennenden Fort und stellten sich unwissend.
Escalante scharte seine Söldner um sich und zog den Indios in den Urwald nach. Bei dem in Ruinen liegenden Heiligtum eines verschollenen Volkes holte man sie ein. Doch die Indianer rollten einen großen Götzen die breite Treppe des Haupttempels hinab - Escalante und sein Trupp konnten sich gerade noch in einen nahen Nebentempel retten, dessen Eingang nun von der Götterstaue versperrt wurde. So konnten sie leicht überwältigt werden. Der Häuptling des Inselvolkes ließ sie in einem Binsenboot auf dem Meer aussetzen. Dann schworen er und sein Volk, nicht nach Norden zurückkehren, sondern die alte Heimat gegen die fremden Invasoren verteidigen zu wollen.
Hier endet Dags Bericht. Dig fügt noch hinzu, dass derzeit, also im Jahre 1860, mit Benito Juarez ein Nachkomme der Indios Präsident von Mexiko sei, der Freiheitskampf gegen die Spanier also schließlich doch Früchte getragen habe. Victoria Jefferson hat jedoch ganz andere Sorgen. Blitzgescheit, wie sie ist, erkennt sie nun, wo nach dem Gold des Inselvolkes gesucht werden müsse - natürlich in der Stadt des Schweigens! Das jagt den Digedags einen gehörigen Schrecken ein, müssen sie doch um die Entdeckung ihrer Goldmine fürchten.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Juan de Escalantes Fort aus Schiffsteilen ist eine klassische Mosaikkreation.
  • Die Bösewichte dieses Heftes sind wieder einmal bemerkenswert dumm: Die sabotierenden Digedags werden unbewacht zum Holzhacken in den Wald geschickt, nachts gibt es plötzlich keine Wachen mehr im Fort, schließlich verstecken sich alle ausgerechnet in dem Haus, auf das die Säule zurollt.
  • Auf dem unteren Panel von S. 11 hat Digedag seine alte Frisur.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Von diesem Heft erschien im Mai 1971 eine niederländische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier, die in den Niederlanden und in Belgien vertrieben wurde. Dieses Heft wurde 1971 in den Niederlanden für die Herstellung einer Klebebindung genutzt. Restbestände des Heftes wurden 1972 in den Niederlanden für die Herstellung so genannter Ramschbindungen verwendet.

[Bearbeiten] Externe Links

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