Mosaik von Hannes Hegen 175 - Der Zorn der Götter

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Juni 1971
Nachdruck in Die Digedags in den Rocky Mountains (alte Ausgabe)
Die Digedags und Häuptling Rote Wolke
Reprintmappe XV
Umfang 24 Seiten
Panel 56 + Titelbild
Katalog 1.01.175
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Amerika-Serie
Kapitel: Die Entdeckung der Mine
Heft davor Flucht in den Urwald
Heft danach Der Überfall auf den Prärie-Express

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person.
Mrs. Jefferson ahnt mit dem ihr eigenen Gespür, dass auf der Insel im See des Schweigens mehr zu finden ist als eine Ansammlung von Ruinen. Sie verlangt, sofort übergesetzt zu werden. Rote Wolke möchte das jedoch nicht, denn die Indianer meiden diesen Ort aus Furcht vor bösen Geistern. Abe Gunstick, der die Mentalität der Bergindianer kennt, provoziert den Häuptling, indem er seinen Mut und den „Zauber seiner Medizin“ in Frage stellt. Mrs. Jefferson, Colonel Springfield, Gunstick, die Digedags, sowie Rote Wolke und zwei seiner Krieger brechen auf.
Kaum ist das Kanu auf dem See, kommt tatsächlich schlechtes Wetter auf. Doch obwohl der Häuptling das als schlechtes Omen wertet, kennt die Lady kein Zurück. Auf der Insel angekommen, begibt sich die Gesellschaft mit Ausnahme der beiden Krieger zunächst in ein noch intaktes Gebäude, um die Sachen zu trocknen. Dabei hilft ein kleines Lagerfeuer. Nach einem kurzen theologischen Disput mit Rote Wolke über die Frage, ob sich böse Geister in der wetterfühligen großen Zehe des Colonels befinden könnten, überlegt die Lady, wo mit der Suche zu beginnen wäre. Dig bringt sie auf die Idee, zuerst im sogenannten Palast des Inselkönigs zu suchen. Während Digedag die Lady und die übrigen Expeditionsteilnehmer begleitet, sollen Dig und Dag in der Mine eine Inschrift anbringen, um ihr Besitzrecht anzumelden.
Nach dem Ende des Unwetters beginnt die Erkundung der Insel. Wie geplant setzen sich Dig und Dag ab, während Mrs. Jefferson und die anderen den Palast des Inselkönigs untersuchen. In der Vorhalle des Palasts steht eine große Götterstatue, über die sich die aufgeklärte Lady lustig macht. Mit ihrem schon in vielen Schlachten erprobten Schirm klopft sie auf dem Standbild herum, um es auf Hohlräume zu testen. Dabei erschreckt sie eine Giftschlange, die jedoch vor dem schnell aufgespannten Schirm Reißaus nimmt. Obwohl Rote Wolke vom Zauber der „weißen Squaw“ beeindruckt ist, fordert er ein Besänftigungsritual, einen Sühnetanz. Dieser Tanz entfaltet um so größere Wirkung auf die Götter, je mehr sich die Teilnehmer verausgaben, und Rote Wolke und seine Begleiter tun ihr Bestes.
Noch völlig außer Atem begeben sie sich dann in den Innenhof des Palastes und sehen einen weiteren Bau vor sich, an dessen Traufgesims eine Holzleiter lehnt. Die Lady erkennt sofort, dass sie vom Dach aus einen hervorragenden Blick auf die Stadt haben würde. Diesen Blick schätzt offenbar auch ein Adlerpaar, das dort oben in Ruhe einen Fisch verzehren möchte. Die Lady klettert hinauf und ihre drei mutigen Begleiter folgen wohl oder übel. Oben auf dem "Adlerhorst" angekommen, wird die Lady sofort von einem der Adler angegriffen. Sie zückt zur Abwehr den schon gegen die Schlange erfolgreichen Schirm. Unterdessen entfernt Digedag, der unten geblieben ist, heimlich die Leiter. Während der eine Adler weiter die Lady attackiert, greift der andere den Colonel an. Das führt dazu, dass der Colonel durch die morsche Decke des Gebäudes bricht und in die Tiefe stürzt. Er bleibt jedoch unverletzt, eilt nach draußen und stellt die Leiter wieder auf.
Dig und Dag haben inzwischen in der Mine die Inschrift angebracht und glauben, dass sie damit ihren Anspruch gesichert hätten. Danach fügen sie schnell die Mauer vor dem Mineneingang wieder zusammenfügen. Noch während sie damit beschäftigt sind, eilt Digedag herbei. Dig und Dag können ihr Werk gerade noch rechtzeitig beenden, setzen aber dabei in der Eile den Kopf einer Götterfigur falsch herum ein.
Kurze Zeit später kommen die Lady und ihre Begleiter ebenfalls zum Tempel. Mrs. Jefferson ahnt sofort, dass die Digedags etwas zu verbergen haben, und will sich die Opferhalle genauer ansehen. Der Häuptling hat schon die ganze Zeit erneute Zornesausbrüche der Götter befürchtet und so hält er die Umstimmigkeiten der Wandmalerei für ein besonders schlechtes Zeichen. Abe bemerkt jedoch die Risse in der Wand und dann geht alles ganz schnell. Die Lady drückt die Mauer ein und eilt, gefolgt von den übrigen, die Treppe in die Mine hinab. Abe sieht sofort, dass sich hier die Goldmine des Inselvolkes befindet und bricht in Jubel aus.
Die Digedags verweisen nun auf ihre Inschrift und berufen sich auf die ungeschriebenen Gesetze der Goldsucher. Doch auch Gunstick ist vom Goldfieber angesteckt, wie Rote Wolke mit sicherem Blick erkennt, und meldet eigene Rechte auf das Gold an - er wäre schließlich zuerst in das Tal gekommen. Die Digedags wenden sich nun an den Häuptling. Der meint zwar, dass das Gold da bleiben solle, wo es ist, doch seine Meinung gilt angesichts des verlockenden Reichtums nicht viel. Die Digedags müssen ihre Pläne ändern. Das Geheimnis des Inselvolkes ist nun entdeckt und sie beschließen, die Mine selbst auszubeuten und den Erlös für die Unterstützung der Sklavenbefreiung zu verwenden.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Schön zu sehen, wie der Clou mit dem verkehrt herum sitzenden Stein in der Wand bereits seit Heft 170 vorbereitet wurde.
  • Auf S. 2 hält der Colonel Mrs. Jeffersons Mantel, Hut und Schirm in den Händen. Woher er diese hat, wird nicht ganz klar, denn als er in Heft 172 zum Indianerlager kam, hatte er sie noch nicht dabei.
  • Die Berge im Hintergrund von S. 2 sind nun wesentlich höher und steiler als noch am Ende des letzten Heftes.
  • "Diese Mine gehört Dig, Dag und Digedag!" ist in der gesamten Amerikaserie die einzige Inschrift in deutscher Sprache.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Von diesem Heft erschien im Juni 1971 eine niederländische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier, die in den Niederlanden und in Belgien vertrieben wurde. Dieses Heft wurde 1971 in den Niederlanden für die Herstellung einer Klebebindung genutzt. Restbestände des Heftes wurden 1972 in den Niederlanden für die Herstellung so genannter Ramschbindungen verwendet.

[Bearbeiten] Externe Links

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