Mosaik 494 - Ankunft in Augsburg

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Februar 2017
Nachdruck Schlag auf Schlag
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 163 + Titelbild
Katalog noch nicht erfasst
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Reformations-Serie
Heft davor Cranachs Finderlohn
Heft danach Das Turnier zu Augsburg

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: anonym
Im Herbst 1518 wird in Augsburg ein Reichstag abgehalten. Der Kaiser Maximilian ist in prächtiger Rüstung vor Ort, und auch Kurfürst Friedrich möchte beim anstehenden Ritterturnier angemessen in Erscheinung treten. Deshalb wurde bei Plattner Hannes Ering ein neues Schmuckstück in Auftrag gegeben, dessen Ankunft aus Wittenberg jedoch noch auf sich warten lässt.
Hilfe ist allerdings nah, da Abrax im Hause Cranach nur allzu bereitwillig den Auftrag übernimmt, die fertiggestellte Rüstung zum sächsischen Herrscher in die Reichsstadt zu transportieren. Gerne hätte er hierbei auch Martin Luther und dessen Adlatus Brabax an seiner Seite gehabt, leider aber hadert der Augustinermönch noch mit seiner Verteidigungsschrift, mit der er sich vor Kardinal Cajetan, dem päpstlichen Gesandten, für seine Thesen rechtfertigen will.
So durchreitet Abrax schon bald allein den Schwarzen Wald nahe Wittenbergs, wo er, wie auch bereits im Jahr zuvor, auf Räuber trifft. Zum Glück sind es dieselben wie einst, nur haben sich Ronny, Diethelm und Matthi mit Anton einen neuen Hauptmann zugelegt, der auch sofort die Klinge mit Abrax kreuzen will. Doch die Übrigen erkennen in dem Reisenden ihren Freund und lassen den kurfürstlichen Lieferanten passieren. Nur Anton alias Anna bleibt etwas verdutzt zurück, denn sie hat den Verdacht, den Reiter irgendwoher zu kennen - und dabei glatt versäumt, ihn nach Bella und Caramella zu befragen.
Derweil kann Califax Gutes für Martin Luther tun. Der Herr Doktor ist so überarbeitet, dass er bei einem Besuch der Cranachs ob des Radaus, den Hans und Klein Lucas veranstalten, erschöpft zusammenbricht. Der anschließend kredenzte Beruhigungstee lässt Luther dann selig schlummern. Genau wie die beiden kindlichen Schluckspechte, worüber sich insbesondere Mutter Barbara freut.
Abrax' Versuch, die Saale über eine morsche Hängebrücke zu überqueren, scheitert indes kläglich: Eines der Packpferde landet mitsamt seiner Fracht im Nass. Ein hinzu kommendes Mädchen erweist sich als pfiffige Helferin in der Not, und gemeinsam können erst die schweren Rüstungsteile geborgen und dann aus einem stabilen Baumstamm ein neuer Überweg gezimmert werden.
Am Rande der Donau angelangt, möchte Abrax in einer Herberge nächtigen und trifft auf Wittenberger Bekannte. Auch Adrian von Schwarzburg und seine Kumpel Ernst und Wolfgang reisen nach Augsburg. Abrax lässt es sich nicht nehmen, mit Friedrichens Helm vor den arroganten Adligen anzugeben, was Adrian in Anbetracht seiner eigenen mäßigen Ausstattung mächtig neidisch macht. So beschließen die Studiosi, die edle Schmiedearbeit heimlich zu entwenden, denn niemals könne ja dieser Wicht der rechtmäßige Eigentümer einer solchen Ritterrüstung sein. Die nächtliche Aktion wird allerdings von der Faust des wachsamen Gastwirts jäh gestoppt und beschert dem Schwarzburger ein blaues Auge.
In Augsburg hat sich derweil viel Prominenz aus dem ganzen Reich versammelt. Da ist es schon ein Glück, dass Abrax in dem Gewimmel auf Spalatin trifft, der ihn zum Kurfürsten führt. Friedrich der Weise ist sichtlich erleichtert und fühlt sich in der Eringschen Arbeit wohl. Bevor er zu einem kleinen Spaziergang aufbricht, schenkt er dem zuverlässigen Lieferanten eine Medaille aus Silber. Auf dieses Sammlerstück ist offenbar der junge Hanfried - ein Neffe des Kurfürsten - scharf und weiß sogleich einen Weg, Abrax die Teilnahme am Ritterturnier zu ermöglichen.
Adrian lässt sich von Rückschlägen bekanntlich nicht so leicht ins Bockshorn jagen und hat Abrax bis zum Wohnsitz des sächsischen Herrschers verfolgt. In voller Montur und mit gezogenem Schwert stürmt er alsdann auf Friedrich los, in dem Glauben, Abrax in der Prunkrüstung und hinter dem geschlossenen Visier zu wissen. Als der Irrtum offenbar wird, bleibt nur noch die hastige Flucht und die Erkenntnis, sich auf dem anstehenden Turnier nicht mehr blicken lassen zu können.
Hanfried scheint hingegen froh, dass er die kriegerischen Spielereien auf Abrax abwälzen kann. Dem passt Hanfrieds Panzerung vorzüglich und wird sogleich getüncht, so dass einem Auftritt eines wappenlosen weißen Ritters nichts mehr im Wege steht.
Im Stadtpalast des reichen Jakob Fugger haben sich der Kaiser, Kardinal Cajetan und Erzbischof Albrecht eingefunden. Albrecht freut sich bereits auf seine anstehende Beförderung zum Kardinal, und Cajetan ist noch guten Mutes, was ein Einlenken Luthers anbelangt.
Mut hat auch Luther gefasst: Trotz der Gefahr eines lodernden Scheiterhaufens bricht er mit Brabax in den Süden des Reiches auf.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

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[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Das Heft wurde im Newsletter 303 beworben.
  • Im Raum Dresden war das Kioskheft mit einer Beilage erhältlich, die für den MOSAIK-Familiensonntag am 12. Februar 2017 im Kulturquartier ZEITENSTRÖMUNG Dresden wirbt (Bild 1 und 2).
  • Mit Hilfe der App MOSAIK Magic konnte man sich mit seinem Smartphone oder Tablet auf folgenden Seiten Hintergrundinformationen anzeigen lassen:
Seite Info
1 7 Coverentwürfe
2 Die Rüstung Kurfürst Friedrichs - erklärt Jörg Reuter
3 Die Schedelsche Weltchronik - erklärt Nadja Romeiko
42 Skizze der Seite 42, teilweise bereits getuscht
50 Das Fuggerhaus - Auszug aus der Lesung

[Bearbeiten] Externe Links

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