Abrax

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Abrax von Lona Rietschel, aus einem Heft von 1991

Abrax ist einer der Abrafaxe und somit eine der Hauptfiguren des Mosaik ab 1976. Er ist blond, schlank und der größte des Trios. Außerdem ist er, auch wenn das Mosaik zum Alter der Abrafaxe keine konkreten Aussagen macht, nachweislich älter ist als Califax (Heft 9/91). Für Abrax ist das Leben eine Serie von Abenteuern, die es zu bestehen gilt, was auch insgesamt dem Konzept des Mosaik entspricht. Laut Heft 1/76 war er vor Beginn der Adria-Serie, mit der die Schilderung der Abrafaxe-Abenteuer im Mosaik beginnt, ein Söldner. Dabei tat er sich zwar durch Tapferkeit hervor, wurde aber mangels Adelstitels und ausreichender Körpergröße bei Beförderungen stets übergangen. Daher sucht er die Bewährung nun abseits des Militärs in wagemutigen und nicht selten überstürzten Aktionen.

Als Erinnerung an seine Zeit bei der Armee ist Abrax in den ersten Jahrgängen mit einer Muskete ausgerüstet. Diese wird jedoch im Jahr 1704 (Heft 4/78) unwiederbringlich zerstört. Bis zu diesem Zeitpunkt und vereinzelt auch später gibt Abrax allerdings allerlei gereimte Schützenregeln zum Besten; letztere werden in den Ausgaben der 80-er Jahre durch ähnlich sinnhafte Lebensweisheiten ersetzt.

Im Laufe ihrer Abenteuer legt Abrax zudem eine beeindruckende Karriere hin – unter anderem wird er Ritter und Graf (beides in der Mittelalter-Serie), sowie General und Olympiasieger im Sprint in der Griechenland-Ägypten-Serie.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Abrax‘ Eigenschaften

Abrax ist nicht nur mutig, sondern wahrhaft draufgängerisch. Dies äußert sich schon in Heft 1/76, als er sich unter Zuhilfenahme seiner Muskete raketengleich über einen Bach schießt. Abrax hat auch ein ausgeprägtes Ehrgefühl, was insbesondere in der Mittelalterserie zum Tragen kommt, in der er nicht zuletzt aufgrund dieser Eigenschaft zum Ritter geschlagen wird. Darüber hinaus kann Abrax mit Fug und Recht als der motorisch geschickteste und sportlichste der 3 Abrafaxe bezeichnet werden.

Anders als Brabax, der sich lieber in seine Bücher und Wissenschaften zurückzieht, und Califax, der sich eigentlich nur dafür interessiert, was es als nächstes zu futtern gibt, ist Abrax durchaus dem weiblichen Geschlecht zugetan. So verliebt er sich etwa in der Griechenland-Ägypten-Serie in eine Zentaurin und hat im Nebenuniversum "Berlin, Berlin" eine Freundin namens Susi Suschke.

Eine Kehrseite seines ansonsten edelmütigen Charakters ist Abrax‘ Drang nach Anerkennung. Dieser wird besonders bei ihren Abenteuern im pharaonischen Ägypten so groß, dass er dafür sogar seine Freundschaft zu Brabax und Califax auf’s Spiel setzt (vergleiche Heft 248). Doch zum Glück siegt in diesem, wie auch in allen anderen Fällen, Abrax‘ noch stärker ausgeprägter Gerechtigkeitssinn.

[Bearbeiten] Abrax' Konzeption bei den verschiedenen Mosaik-Autoren

Während Abrax in den von Lothar Dräger erdachten Abenteuern der am wenigsten ausgeprägte Charakter ist – in diesen grenzt er sich von den beiden anderen Abrafaxen hauptsächlich durch das Fehlen individueller Fähigkeiten ab (Califax der Schlemmer, Brabax der Wissenschaftler), wohingegen diese ihm an Wagemut, Gerechtigkeitssinn und einer gewissen Frechheit durchaus ebenbürtig sind – durchläuft er bei allen späteren Autoren eine durchaus erfreuliche, wenn nicht gar erfrischende Entwicklung. So ergänzt Jens Uwe Schubert nach seiner Co-Autorenschaft mit Walter Hackel – wie auch bei Brabax – ein romantisches Element, während Califax nach wie vor völlig asexuell daherkommt. Darüber hinaus wirkt er nun auch aufgrund Califax‘ neuer Zögerlichkeit sowie Brabax‘ verstärkter Bedachtsamkeit in seinem Wagemut und seiner Spontanität eigenständiger.

Besonders angetan von Abrax scheint jedoch Hubertus Rufledt zu sein. Nachdem die Abrafaxe bei allen vorherigen Autoren eher Kinder und jüngere Jugendliche ansprechen sollten, zielt Rufledts Version klar auf Erwachsene ab. So ergänzt er besonders im Nebenuniversum Hollywood Pursuit einige sehr erwachsene und häufig verruchte Elemente wie Livestyle (Kino, Mode, …), Bandenkriminalität, Alkohol und Prostitution, die Abrax von allen Abrafaxen am vertrautesten zu sein scheinen (während Califax dieses Verständnis völlig abgeht). Abrax wirkt hier selbstsicher, weltmännisch und ein wenig machohaft, damit aber schlussendlich umso sympathischer. Ähnlich erwachsene Züge finden sich auch in der Serie Die Abrafaxe, deren Abenteuer anfänglich ebenfalls von Rufledt erdacht wurden. Hier finden sich bei Abrax weitere zeitgemäße Elemente wie Begeisterung für Videospiele, Musik, und – in Person von Max – Frauen (besonders in Heft 3 - Diamantenfieber). Diese Reifung drückt sich auch zeichnerisch aus – so ist Abrax im Vergleich zu den monatlich erscheinenden Mosaikheften deutlich muskulöser dargestellt.

[Bearbeiten] Seine Soloauftritte

[Bearbeiten] Im Deutschland Barbarossas (Hefte 195, 197, 199, 200)

Nachdem Vogt Grimbold rechtswidrig die Burg der Wackersteins erobert hat, lockt deren gefangener Diener Johann Floribert von Wackerstein und Abrax mit der Mär der zwei Brüder erfolgreich von der besetzten Burg weg. Obwohl die beiden tatsächlich die legendären Schwerter der Wackersteins finden, ahnen sie, dass mehr vonnöten ist als Waffen, um die Burg der Familie zurückerobern zu können. Mehr oder weniger freiwillig schließen sie sich daher einem alten Freund der Familie an, dem Grafen Schrottfried von Schrottstein. Schon bald darauf können sie die bei Schrottfried erworbenen Kenntnisse erfolgreich gegen Graf Hetzel einsetzen, und werden zum Dank dafür zu Rittern geschlagen. Daraufhin fühlen sich die beiden ausreichend gut vorbereitet, um den Weg nach Italien anzutreten, wo sie Floriberts Vater zu finden hoffen. Unterwegs treffen sie unter wenig glücklichen Umständen – man sieht gemeinsam einem Gottesurteil wegen angeblichen Diebstahls entgegen – wieder auf Brabax und Califax. Von da an ziehen die Abrafaxe wieder vereint durch die mittelalterlichen Lande.

[Bearbeiten] Im pharaonischen Ägypten (Hefte 240 und 242 bis 244)

Auf ihrer Flucht vor den Amun-Priestern werden Abrax, Jadu, Sibylla und die Ratte von Brabax und Califax getrennt. Da man zuvor gemeinsam nach Achetaton hatte ziehen wollen, scheint es Abrax nur naheliegend, sich dort wiederzutreffen. Die Ankunft in der Hauptstadt gestaltet sich allerdings (nicht zuletzt unter Zutun von Agenten des Skrotonos) chaotisch, und schließlich wird Abrax von seinen Begleitern getrennt. Während Sybilla zur persönlichen Beraterin Nofretetes aufsteigt, zwingt man ihn zum Grundwehrdienst in einer nahen Kaserne. Sein dortiger Vorgesetzter Mimi wäre nicht Vorgesetzter, ließe er sich von Abrax auf der Nase herumtanzen, und so verhängt er als Antwort auf Abrax‘ wiederholtes Aufbegehren eine drakonische Strafe. Noch während Abrax allerdings bis zum Hals eingegraben auf dem Kasernenhof in der Sonne schmort, will es der Zufall, dass eine kostbare Statue aufgrund von Streitigkeiten zwischen den zum Bau abgestellten Generälen und ihren Truppen zu Bruch geht. Da man nun einen Dummen sucht, um die schlechte Nachricht zu überbringen, wird Abrax nicht nur begnadigt, sondern auch noch zum Offizier befördert – nur diese haben nämlich direkten Zugang zur Königin. Aufgrund eines Missverständnisses wird er zwar von dieser im wahrsten Sinne des Wortes „in die Wüste geschickt“, also strafversetzt, gleichzeitig jedoch befördert Nofretete Abrax zum Major und damit zum Befehlshaber eines kleinen Wüstenforts. Dort trifft er überraschend auf Haarejab, die linke Hand Skrotonos‘. Was Abrax nicht weiß: Das Fort ist in der Hand der Amun-Anhänger, die als Soldaten getarnt Karawanen überfallen und ausrauben. Als Abrax hinter das Geheimnis kommt, ist es schon zu spät. Er landet im Gefängnis der Wüstenräuber - und trifft dort Brabax und Califax wieder.

[Bearbeiten] In Amerika (Hefte 306 bis 321)

Nachdem schon Brabax in Amerika eigene Wege gegangen ist, stürzt sich kurz darauf auch Abrax in ein Soloabenteuer. Scheinbar unversehens findet er sich nämlich im Zentrum eines Bandenkriegs zwischen Alkoholschmugglern wieder. Schnell erwirbt er das Vertrauen des Bandenchefs Bugsy Gallone. So wird er auch in die neuesten Pläne zum Alkoholschmuggel eingeweiht – man will die Hüter des Gesetzes mittels eines Zeppelins einfach am Boden zurücklassen. Leider entscheidet man sich aus Kostengründen für die Füllung des Luftschiffs mit Wasserstoff, ein fataler Fehler, der in einem Großbrand endet. Nachdem Abrax und Gallone nur durch Glück und mit Hilfe des Erfinders Matt Zepplinsky sowohl Feuer als auch Polizei entkommen, entscheidet sich Gallone doch noch für das sichere Helium als Gas für den Zeppelin. Ausfindig machen soll ihm dieses Abrax, der sich pronto mit Pat O'Meany in Verbindung setzt, der ja im Geographischen Amt arbeitet. Dabei setzt sich ihm unbemerkt einKiller auf die Fersen, der es auf Pat abgesehen hat. Dank Abrax‘ Eingreifen wird allerdings nichts aus dem Anschlag, und zum Dank verrät ihm Pat verbotener Weise die Lage eines Heliumvorkommens. Vor Ort in Florida findet Abrax unerwartet leicht Zugang zum Fördergelände (dass hier eigentlich Brabax in ähnlicher Mission erwartet wird, kann er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen). Durch eine Verwechslung belädt er den bereitstehenden Scooter allerdings mit Wasserstoffflaschen statt mit Helium. Im Anschluss reist er nach Fort Lauderdale, wo er gemeinsam mit Bugsy’s Männern Frank und Ivvy ein Luftschiff vom Stützpunkt der Diamond Airship Industries kapert. Nach einem kurzen Zwischenspiel, in dem sie einem Flugzeug der amerikanischen Armee entkommen können, gelangen die 3 nach New York. Dort werden sie aber nicht von Gallone, sondern von der Polizei erwartet. Doch völlig unerwartet werden Abrax, Frank und Ivy samt Luftschiff laufen gelassen. So kommt es, dass das Luftschiff an der Grenze zu Kanada doch noch Schmuggelgut an Bord nimmt. Dass ganz in der Nähe die Polizei lauert, scheint niemand zu ahnen. Als man feststellt, dass das Luftschiff statt mit Helium erneut mit Wasserstoff gefüllt ist, scheint es um Abrax geschehen zu sein. Doch bei der waghalsigen Reparatur eines Schadens am Höhenleitwerk, der fast zum Absturz des Luftschiffes führt, kann Abrax erneut Gallones Wohlwollen gewinnen. So landet das Schmuggelgut doch noch glücklich in New York, nur um gleich darauf samt Gallone und Konsorten in die Hände der Polizei zu fallen – verraten vom Doppelagenten Zepplinsky. Abrax, der immer noch am Höhenruder zugange ist, bekommt davon allerdings nichts mit, und auch nicht davon, dass Mr. Foyler sein Luftschiff wieder in Besitz nimmt. Erst als das Luftschiff aufsteigt, begreift Abrax, nur um gleich darauf in die Hände des Schurken zu fallen. Da jedoch von Abrax keine Bedrohung ausgeht, lässt Foyler ihn laufen, während das Luftschiff bei einer Zwischenlandung mit Sauerstoffflaschen beladen wird. Da Abrax bei dieser Gelegenheit auch seine Hosenträger, die zur Reparatur des Höhenleitwerks gedient hatten, mitnehmen möchte, schwingt er sich noch einmal an Bord des Luftschiffs – und steigt erneut mit ihm auf. So gelangt er schließlich zum geheimen Rückzugsort Foylers, den mittlerweile auch Brabax und Califax erreicht haben. Als erstes holt sich Abrax dort seine Hosenträger zurück, lässt dadurch aber das Luftschiff manövrierunfähig zurück. Foyler, der eine diesbezügliche Warnung ignoriert, wird dies zum Verhängnis. Als er den Riesendiamanten, der die Kuppel seines Wohnturms bildet, mittels des herbeigeflogenen Sauerstoffs verbrennen will, geht er mit diesem und dem beschädigten Luftschiff in Flammen auf. Die Abrafaxe jedoch sind wieder vereint – und entkommen. So endet ihre längste Trennung.

[Bearbeiten] Im alten Rom (Hefte 473 bis 480)

Die römische Staatsmacht zeigt wenig Verständnis dafür, dass Abrax zuerst der Sklavin Varinia gegen ihren Herrn beisteht, und anschließend auch noch öffentlich gegen die Sklaverei als solches predigt. Occius, den Sklaven und verlängerten Arm des bösartigen Konsuls Aulus dagegen machen Abrax‘ Worte nachdenklich. Da sich die Wogen am nächsten Morgen noch nicht geglättet haben, muss Abrax gemeinsam mit Varinia und ihrem Mann aus Leptis Magna fliehen. Auf ihrer Flucht, auf der sie von der römischen Armee verfolgt werden, befreien sie mehr und mehr Sklaven. Schließlich geraten die Aufständischen aber auf einem unzugänglichen Felsplateau in eine Falle – der einzige Zugang wird von den Römern blockiert. Den eigenen Untergang vor Augen, besinnen sie sich auf den berühmten Spartakus, dem es einst gelang, sich mit Hilfe von Ranken und wildem Wein vom Vesuv abzuseilen und so Rom zu entkommen. Während man sich in Rom bereits sorgt, gelingt den Aufständischen so die Flucht. Mit einem Trick gelangen sie an ein Schiff, das sie über’s Mittelmeer in die Freiheit tragen soll. Unglücklicher Weise begegnen sie dort aber der Flotte des Tacitus, der ausgesandt wurde, die Sklaven zu unterwerfen. In einem Akt der Verzweiflung kidnappt Abrax Tacitus und zwingt diesen zu einem Kompromiss: Freiheit für die Sklaven, Gefangenschaft für Abrax. Um ein Exempel zu statuieren, wird er nach Rom geschickt. Dort soll sich sein Schicksal zusammen mit dem von Occius, der von Abrax‘ aufrührerischen Gedanken infiziert wurde, in der Arena erfüllen. Da dieses Schicksal kurz darauf auch Brabax und Califax zugedacht wird, ist das Trio – wenn auch nicht gerade glücklich – wieder vereint. Doch gemeinsam hat man schon ganz anderes gemeistert!

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