Mosaik von Hannes Hegen 186 - Überraschungen am Biberfluß

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Mai 1972
Nachdruck in Die Digedags am Missouri (alte Ausgabe)
Die Digedags am Missouri (neue Ausgabe)
Reprintmappe XVI
Umfang 24 Seiten
Panel 49 + Titelbild
Katalog 1.01.186
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Amerika-Serie
Kapitel: Buffalo Springs und Biberfluss
Heft davor Das Rodeo von Buffalo Springs
Heft danach Das große Glasperlengeschäft

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person
Charles R. Betterman hat die Wahl in Buffalo Springs gewonnen und zieht als neuer Gouverneur in das Rathaus ein. Hier feiert er ein rauschendes Fest mit allen, die ihm geholfen haben, darunter natürlich auch den Digedags und Dan Botcher, die mit dem Flug der Beherrscherin der Lüfte den letzten Ausschlag gegeben hatten. Die Digedags bitten ihn nun darum, ihre Barkasse Chattanooga möglichst schnell freigeben zu lassen, schließlich wollen sie ja in die Rocky Mountains. Das gehe doch ganz einfach, wischt Betterman den Einwand des protestierenden Sheriffs Bradley lachend beiseite, die Digedags sollten einfach keine Anklage wegen der Beschädigung der Chattanooga erheben und schon könnten sie unbehindert abdampfen.
Gesagt, getan. Im Sheriffsbüro werden die Formalitäten erledigt und schon kurz darauf wird mit der Reparatur der Barkasse begonnen. Coffins geht nun auf, dass die Reiserichtung offenbar nach Nordwesten in die Rocky Mountains zielt (wozu sollten die Digedags sonst weiter den Missouri aufwärts reisen wollen), und nicht nach Südwesten in den Llano Estacado, wie er aufgrund einzelner Andeutungen im New Orleans Magazine vermutet hatte. Das heißt, er kennt das Ziel doch auch: die Stadt des Schweigens! Diese Einsicht kommt reichlich spät und hilft ihm erstmal nicht weiter, denn ihm droht ein Prozess und eine lange Haftstrafe.
Die Chattanooga bricht gleich nach Fertigstellung der Reparaturen auf. Mühsam kämpft sie sich in den nächsten Tagen und Wochen den Missouri hinauf, bis sie, schon fast im Gebirge angekommen, wegen einer Steinbarriere nicht mehr weiterkann. Smoky, der Kapitän und Steuermann, kennt aber den Missouri und seine Quellflüsse gut und schlägt vor, in einen Nebenfluss einzubiegen, der sie recht weit nach Westen bringen könnte. Alle sind einverstanden.
Doch die Reise den Beaver Creek entlang endet schon nach kurzer Zeit, denn die Schneeschmelze in den Rockies hat noch nicht richtig eingesetzt und der Wasserspiegel ist daher zu tief. Entmutigt legt man am Ufer an und verbringt hier die Nacht. Am Morgen erwachen die Digedags, weil ein Baum in die Barkasse gekracht ist - Schuld sind die Biber, die sich gerade einen Damm bauen. Dig schaltet am schnellsten und erklärt den anderen seinen Plan: Man sollte den Bibern helfen und hinter der Chattanooga den Beaver Creek stauen. Dadurch bekäme man bald wieder genug Wasser unter den Kiel und könnte weiter. Diese Idee wird flugs umgesetzt und zeitigt das gewünschte Ergebnis. So kann die Chattanooga also tiefer in die Rockies hineinfahren.
Leider haben die Digedags und ihre Freunde nicht mit den Folgen eines derartigen Dammbaus gerechnet, denn dadurch entsteht nunmal ein Stausee und der wiederum kann ganze Landstriche unter Wasser setzen. So kommt es, dass das kleine Fort der US-Army, das sich einige Meilen flussaufwärts in der Aue des Beaver Creek befindet, überflutet wird; nur das Obergeschoss ragt noch aus dem neuen See. Die Besatzung hat noch nichts bemerkt, weil sie beim Pokern sitzt. Die Leute von der Barkasse kriegen nun ein schlechtes Gewissen und alarmieren die Soldaten, die natürlich aus allen Wolken fallen. Was soll nur Kommandant Pinkerton dazu sagen?!
In der Tat - der Kommandant des winzigen Stützpunktes ist Major Pinkerton, den die Digedags noch vom letzten Jahr her kennen. Nach dem Ärger im Fort am Bärenfluss war er hierher strafversetzt worden. Zur Zeit verhandelt er mit dem Häuptling eines nahen Indianerstammes in dessen Zelt über eine Pelzlieferung für die United Fur Company; mit solchen Nebeneinkünften will er sich sein mageres Offiziersgehalt aufbessern. Doch die Gespräche verlaufen im Sande, denn der Häuptling lehnt die Bezahlung mit Glasperlen und Feuerwasser ab und besteht auf Gewehren und Munition. Verärgert verlassen der Major und seine beiden Adjutanten das Indianerlager und reiten zum Fort zurück.
Dort erwartet den leidgeprüften Kommandanten eine noch schlimmere Überraschung. Natürlich! Das konnten ja nur wieder die Digedags gewesen sein! Erregt entert er die Chattanooga und macht den dreien haltlose Vorwürfe - sie seien bezahlte Agenten der Konkurrenzfirma Rocky Mountains Company und hätten ihm absichtlich geschadet. Da können die Digedags nur lachen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Gebäude und Geschäfte in Buffalo Springs: City Hall, Sheriff Office
  • Schiffe auf dem Missouri: Chattanooga, Monroe
  • Abraham Lincoln hat mittlerweile sein Amt als US-Präsident angetreten, die Handlung spielt also nach dem 4. März 1861. Das wird bestätigt durch die Angabe "Frühjahr 1861" auf S. 2.
  • Coffins spielt mal wieder den Geistlichen: "Wehe denen, die Böses wider ihren Nächsten reden!" Er meint vermutlich das 8. bzw. 9. Gebot (die Zählung variiert nach Konfession), das in der Luther-Übersetzung folgendermaßen lautet: "Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten".
  • Ein früherer Häftling hat offensichtlich Sheriff Bradley an seiner Zellenwand porträtiert.
  • Auch Jeremias Joker beklagt die Angewohnheit der Digedags, sich "in alles" einzumischen.
  • Bei dem auf S. 22 von Major Pinkerton erwähnten Napoleon wird es sich um Napoleon III. handeln, den Neffen des großen kleinen Korsen. Er regierte Frankreich seit 1848 als Präsident und von 1852 bis 1870 als Kaiser.
  • Das Moulin Rouge, das Pinkerton in einem seiner Traumbilder erscheint, wurde erst 1889 eröffnet.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Ab diesem Heft lautet der Name der Druckerei im Impressum VEB Röderdruck, womit der VEB Grafischer Betrieb Röderdruck gemeint ist.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Einige Monate nach dem Erscheinen des regulären Heftes entstanden etwa 2.500 Ausgaben auf holzfreiem Exportpapier mit schwarzem MOSAIK-Schriftzug (Bild 1). Weiterhin zeigt die Rückseite ein neu arrangiertes Impressum, das auf regularen Ausgaben erst ab dem Heft 192 zu finden ist. Diese Hefte zählen zur schwarzen Serie und waren am Stand des Verlages auf dem Solidaritätsbasar in Berlin erhältlich.
  • Von dem Heft mit scharzem MOSAIK-Schriftzug (Bild 1) existiert auch eine Variante ohne DAMW-Logo auf der Rückseite.
  • Von diesem Heft erschien im April 1973 eine ungarische Export-Ausgabe auf holzhaltigem Papier.

[Bearbeiten] Externe Links

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