Griechenland-Ägypten-Serie

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Die Griechenland-Ägypten-Serie ist die siebte Hauptserie des Mosaik ab 1976. Sie erschien von Februar 1994 bis Februar 1997.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

In der Griechenland-Ägypten-Serie werden die Abrafaxe per Zeitsprung ins klassische Griechenland versetzt. Sie erleben zunächst verschiedene Abenteuer in Athen, wo sie unter anderem Zeuge des Prozesses gegen Phidias werden und entscheidend zu seinem Freispruch beitragen. Anschließend führt sie die Wiederbeschaffung des vom Sklaven Phisimachos gestohlenen Steins der Athene durch Attika, bevor sie, erneut zurück in Athen, verschiedene kurze Abenteuer erleben. Die Suche nach dem verschollenen Sohn ihrer Wirtsleute führt sie schließlich nach Delphi, wo sie die Seherin Sibylla kennenlernen, aber auch auf den missgünstigen Priester Skrotonos treffen. Nach verschiedenen Abenteuern auf der Peloponnes verschlägt es die Abrafaxe und Sibylla sowie Skrotonos und Phisimachos schließlich nach Ägypten. Nach einem neuerlichen Zeitsprung, der alle Beteiligten in die Amarna-Zeit befördert, werden die Abrafaxe unfreiwillige Zeugen des furchterregenden politischen Aufstiegs Skrotonos'. Es gelingt diesem, das bestehende System in seinen Grundfesten zu erschüttern und die Pharaonin Nofretete zu Fall zu bringen. Letztendlich können die Abrafaxe einen Aufstand organisieren, der den größenwahnsinnigen neuen Herrscher zu Fall bringt.

[Bearbeiten] Hintergrund

Die dargestellte Machtergreifung Skrotonos' stellt sowohl in der Art und Weise der Handlung als auch in ihrer Bildsymbolik eine Parabel auf Adolf Hitler dar.

[Bearbeiten] Verhalten der Abrafaxe

In dieser Serie werden erstmals starke Spannungen innerhalb der Abrafaxe thematisiert und dramaturgisch eingesetzt: Abrax muss sich vorwerfen lassen, er sei leichtsinning bzw. undankbar, Brabax gilt seinen Gefährten als Oberlehrer bzw. Spaßbremse, Califax bescheinigen die beiden anderen, er trödele ständig hinterher bzw. sei dumm. Diese Verwerfungen kulminieren in Mosaik 248 - Abrax' Dämon, in dem sich Abrax nach starken inneren Anfechtungen doch abschließend zu seinen Freunden bekennt.

Parallel dazu betonen die Abrafaxe anderen gegenüber mehrfach (und fast schon penetrant), sie würden immer helfen, wenn Not am Mann sei. Ob jemand ihre Hilfe tatsächlich möchte, interessiert sie dabei weniger.

[Bearbeiten] Kapitelaufteilung

Während der Beginn der Serie, das Kapitel Im Schatten der Akropolis von kurzen Storybögen im Griechenland des Perikles geprägt ist, beginnt mit dem Sibylla-Kapitel, gelegentlich auch Skrotonos-Kapitel genannt, eine längere Geschichte, die dann bis zum Ende der Hauptserie reicht. Eine alternative Kapiteleinteilung orientiert sich nicht an der Handlung, sondern an den beiden großen Schauplätzen der Serie - dadurch ergibt sich ein Griechenland-Kapitel (Hefte 218-233) und ein Ägypten-Kapitel (Hefte 234-254).
Nachstehend eine Darstellung der beiden möglichen Kapiteleinteilungen der Griechenland-Ägypten-Serie, inklusive der Themen der einzelnen Hefte oder Heftgruppen, der Datierung der Handlung und der Nachdrucke.

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Delphi /
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Weg nach
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Nofre-
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Sturz
Pharao
Skrotonos
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Im Schatten der Akropolis
218 - 226
Sibylla-Kapitel
227 - 254
Griechenland-Kapitel
218 - 233
Ägypten-Kapitel
234 - 254
438 v. Chr.
218 - 236
1334 v. Chr.
237 - 254
SB 55 SB 56 SB 57 SB 58 SB 59 SB 60 SB 61 SB 62 SB 63 SB 64
Die Abrafaxe in
Griechenland 1
Die Abrafaxe in
Griechenland 2
Die Abrafaxe in
Griechenland 3
Die Abrafaxe im alten Ägypten (Aldi-Band III)
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[Bearbeiten] Begleiter

Nach zunächst wechselnden Begleitern bleibt erst die Seherin Sibylla, die die Abrafaxe in Delphi treffen, für lange Zeit ihre Reisebegleiterin.
Ebenfalls dort treffen sie auch auf einen ihrer gefährlichsten Hauptgegner überhaupt: Skrotonos, den Priester, der sich zum Pharao aufschwingt. Lediglich Phisimachos ist von Anfag bis Ende des Abenteuers dabei, jedoch liegt es in seiner Natur, dass er sich bei wechselnden Leuten als Handlanger verdingt.

[Bearbeiten] Zeitraum der Handlung

Genaue Zeitangaben werden zwar nicht gemacht, jedoch kann man anhand historischer Begebenheiten und anhand des Alters der zahlreichen historischen Personen, die als Figuren auftauchen, den Handlungszeitraum ziemlich präzise festlegen.
So werden die Abrafaxe kurz nach ihrer Ankunft in Griechenland Zeuge des Prozesses gegen Phidias, dem vorgeworfen wurde, er habe bei der Schaffung der Athena Parthenos Gold veruntreut. Diese Statue wurde mit der Fertigstellung des Tempels 438 v. Chr. geweiht. Ein wenig widerspricht dieser Zeitpunkt allerdings der Darstellung des Alkibiades als junger Mann. Jener war zu diesem Zeitpunkt erst 13 Jahre alt. Da es aber nicht untypisch für das MOSAIK ist, gewisse Episoden der Historie aus dramaturgischen Gründen zeitlich etwas zurecht zu rücken, kann man, auch im Hinblick auf das tatsächliche Alter von Perikles und Phidias, den Handlungszeitpunkt 438 v. Chr. akzeptieren.
Schwieriger wird es beim Handlungsteil um Nofretete, da der heutige Stand der Forschung vermutet, dass diese, anders als im MOSAIK dargestellt, vor ihrem Gemahl Echnaton verschied. Dies ist jedoch nicht hundertprozentig gesichert. Echnatons Tod war unmittelbar vor dem Beginn der Handlung im MOSAIK (erwähnt in 237 und 238). Verschiedene Wissenschaftler haben Echnatons Todesjahr zwischen 1336 v. Chr. und 1324 v. Chr. festgelegt. In einem der Jahre dieses Zeitraums muss die Geschichte demnach spielen.

[Bearbeiten] Epilog

Eine kleine Episode, die inhaltlich an diese Serie anknüpft, schildert Brabax im MOSAIK 343.

[Bearbeiten] Nachdruck

Die komplette Serie wurde in den Sammelbänden 55 bis 64 nachgedruckt. Die in Griechenland spielenden Hefte sind ebenfalls in der Buchkassette Die Abrafaxe in Griechenland neu aufgelegt. Das Ägypten-Kapitel wurde nicht ganz komplett im Sammelband - Die Abrafaxe im alten Ägypten vom Tandem-Verlag nachgedruckt. Siehe dazu obige Tabelle.

[Bearbeiten] Die Griechenland-Ägypten-Serie umfasst folgende Mosaikhefte

      Jan  Feb  Mär  Apr  Mai  Jun  Jul  Aug  Sep  Okt  Nov  Dez
1994:      218, 219, 220, 221, 222, 223, 224, 225, 226, 227, 228,
1995: 229, 230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240,
1996: 241, 242, 243, 244, 245, 246, 247, 248, 249, 250, 251, 252,
1997: 253, 254
Vorgänger Serie Nachfolger
Mittelalter-Serie Griechenland-Ägypten-Serie Wido-Wexelgelt-Serie
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