Fanszene

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Mosaik-Fanszene (von englisch fan, von fanatical = fanatisch - ein begeisterter Anhänger der Zeitschrift Mosaik - und der Bezeichnung für Insider-Treffen und ~-Aktivitäten) bezeichnet Gruppenaktivitäten mehrerer Mosaik-Fans.

Solche Einzelaktivitäten, wie die Vervollständigung der eigenen Sammlung - ob z.B. durch Tausch, Kauf, oder Nachzeichnung einzelner Heftseiten, wie sie an Beispielen in verschiedenen Fanzines des Digedons dokumentiert sind - oder Briefe an die Mosaik-Redaktion, das gestalten privater Poster u.a. zählen nicht dazu, obwohl beim Tauschen ja bereits mindestens zwei Mosaik-Fans interaggieren müssen.

Andererseits fallen durchaus Einzelaktivitäten darunter, die als Ziel die Fanszene an sich ansprechen sollen. Ergo beschreibt Fanszene also als Sammelbegriff alles, was von Fans einer Sache initiiert, angefertigt oder organisiert wird. Darunter fallen:


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Der Aufbau einer Mosaik-Fanzene

Erst beim organisierten gemeinsamen Handeln mehrerer Fans kann man von einer Fanszene sprechen. Aus diesem Grund kann man den Beginn einer aktiven Mosaik-Fanszene durchaus mit den ersten Aktivitäten zur Gründung des Mosaik-Club Apolda, als Arbeitsgemeinschaft des Apoldaer Kulturbundes, im Jahr 1988 terminieren. Die Treffen der Apoldaer Clubmitglieder initierten schließlich solche Dinge, wie erste Überblickslisten über das Mosaik, wie z.B. die Mosaik-Geschichte (noch über Ormig vervielfältigt) oder Wissenswertes für Sammler von Dieter Mörchen, das erste Mosaik-Fanzine (bereits s/w-Kopie), den ersten Digedags-Katalog und die erste Mosaik-Börse in Apolda im Jahr 1992. Die Mitgliederzahl des Clubs wuchs in den folgenden Jahren. Weitere Mosaiker-Fanzines und Mosaik-Börsen in Apolda folgten.

Auch die erste Mosaik-Ausstellung nach der Wende, die Austellung in der Galerie EIGEN + ART Die Digedags - ein Mythos von Volker Handloik und spätere Ausstellungen, wie 1992 die in Halle und 1993 die im Spielkartenmuseum Altenburg und eine ebenda stattfindende Börse sind auf Fanszeneaktivitäten zurückzuführen.

[Bearbeiten] Der Ausbau der Mosaik-Fanszene

Später gründeten einzelne Clubmitglieder dann auch eigene Mosaik-Clubs am Wohnort, welche häufig wiederum eigene Fanzine-Veröffentlichungen zur Folge hatten. Manchmal fanden solche Clubs und ihre Fanzine sogar so viel Aufmerksamkeit, dass Lokalpresse oder ~radiosender darüber berichteten, wie z.B. 1995 Radio Energy Chemnitz im Interview über den neu gegründeten Pascalifax.

Auch verschiedene, durch diese Clubs inspirierte oder sogar initierte Mosaik-Ausstellungen, oder aus Anlass von Mosaik-Ausstellungen stattfindende Mosaik-Börsen können den Aktivitäten der Fanszene zugeschrieben werden.

[Bearbeiten] Die Annäherung der Mosaik-Fanszene an die Verlage

Es dauerte dann auch nicht lange, bis verschiedene Fanclubs oder Fan-Gruppen über den Buchverlag Junge Welt die erste Führung zum Nachdruck eines Digedag-Sammelbandes [Anm.: Bitte noch Datum und Fernsehtitel ergänzen] oder durch die Räume des Steinchen für Steinchen Verlages organisierten (siehe auch: Mosaiker 3 - Der Mosaik-Club in der Redaktion). Auf diese Weise wurde von den Verlagen auch wahrgenommen, dass es eben eine Fanszene für ihre Produkte gibt und die Verlage gingen auf diese Szene ein, indem sie die ersten Merchandisingartikel anboten und im redaktionellen Teil des Mosaik über Fanaktivitäten berichtet wurde.

[Bearbeiten] Der Schritt vom Mosaik-Fan zum Mosaik-Macher

Nachdem bereits 1989 mit dem Zeichner Steffen Jähde im Prinzip der erste Mosaik-Fan zum Mosaik-Macher wurde - Steffen hatte bereits als Kind das Mosaik gelesen und sich auch an einem vom Mosaik ausgelobten Preisausschreiben beteiligt (s. 12/85) - folgten ihm 1993 Ulf S. Graupner, ein Jahr später Jens Fischer, der bis zu diesem Zeitpunkt viel für den Apoldaer Mosaiker gezeichnet hat und 1997 schließlich Sascha Wüstefeld, der zuvor regelmäßig für das Fanzine Digefax arbeitete und von dem auch der Fancomic Die Magie der Digedags stammt.

Als Rückkopplung in die Fanszene wurden nun diese Zeichner dieser next Generation in Fanzines vorgestellt, mosaikferne Arbeiten von ihnen dort veröffentlicht, oder es kam sogar zu gemeinsamen Projekten zwischen den Fans und den Zeichnern, wie Immortalia und Schnapphans zeigen.

[Bearbeiten] Die Mosaik-Fanszene ab Mitte der 1990-er Jahre

Bis Mitte der 1990-er Jahre hatten sich fünf Mosaik-Clubs gegründet, die ihrerseits entweder eigene News-Letter oder Fanzines herausgaben und teilweise auch heute noch veröffentlichen. Einige Fans waren Mitglieder in mehreren Clubs. Zu Clubtreffen wurde noch per Briefpost - oft mit liebevoll gestalteten Fanartkarten - oder über die Information in den versendeten Newslettern oder Fanzinen eingeladen. Verabredungen über interne Clubveranstaltungen hinaus, z.B. zum Besuch der Buchmesse Leipzig, des Comicsalons Erlangen oder des Münchner Comicfestes wurden häufig langfristig auf Clubtreffen getroffen.

Die erste offizielle Digedagausstellung Die Digedags - größte deutsche Comic-Legende, deren erste von vierundzwanzig Stationen Potsdam war, bot den Fans ebenfalls wieder einen Grund für ein Extra-Fan-Treffen am jeweiligen Ausstellungsort.

Bis Ende der 1990.er Jahre gründeten sich noch zwei weitere Clubs. Leider löste sich dafür aber der Mosaik-Club-Apolda als Fanclub auf. Die außergewöhnlichen Sammelobjekte der Clubsammlung, wie z.B. die sperrige SPAR-Gewinnspielbox zum Die Abrafaxe bei SPAR-Gewinnspiel von 1996, wurden unter den Mitgliedern aufgeteilt.

Mit dem Aufkommen des Internets boten sich zudem neue Kommunikationsmöglichkeiten. Als der Steinchen für Steinchen Verlag den sogenannten Montags-Chat ins Leben rief, nutzen diesen viele Fans zwar, wie vom Verlag beabsichtigt, um Fragen zum Mosaik beantwortet zu bekommen, und solche über die Woche im Chatroom zu sammeln, aber eben alsbald auch, um sich zu Mosaik-Events oder gar privat zu verabreden.

Auch das erste Online-Fanzine wurde 1996 von Helmut Müller auf die Adresse www.helmutmy.de hochgeladen und seitdem beinahe wöchentlich aktualisiert. Das Fanzine findet man heute unter der Webadresse www.tangentus.de.

[Bearbeiten] Die Mosaik-Fanszene in den 2000-er Jahren

Mit dem Fest im Vulkan fand am 30. September 2000, aus Anlass des fünfundzwanzigjährigen Abrafaxe-Geburtstages das bis dahin größte, und vom Steinchen für Steinchen Verlag organisierte, Mosaik-Event statt. Zuvor konnten die Gäste den ganzen Tag den Filmpark Babelsberg durchstreifen. Einige Mosaik-Clubs präsentierten sich dazu in Absprache mit dem Verlag mit eigenen Ständen neben dem Mosaik-Stand.

Auf der Party nach dem Fest hatten die Fans dann die Gelegenheit mit den Mosaik-Machern auch persönlich ins Gespräche zu kommen.

Als im Jahr 2001 die Sammelband-Serie mit den Nachdrucken der Abrafaxe-Mosaiks begann, griff der Steinchen für Steinchen Verlag für die redaktionellen Ergänzungstexte in den Sammelbänden sogar auf Autoren aus der Fanszene, wie Michael Klamp, Carsten Fiedler, Robert Löffler und Thomas Wilde, zrück.

Inzwischen waren die Kontakte zwischen Verlag und Fanszene offensichtlich so in gegenseitigem Vertrauen, dass der Verlag auch Anfragen an die Fanclubs stellte, ob diese nicht eventuell den Verlag bei bestimmten Veranstaltungen, wie z.B. dem KITA-Tag für Sachsen, vertreten könnten.

Nach Fanszenenprotesten zum Album 25 Jahre Abrafaxe ging der Verlag auch auf einen Teil der Fanwünsche ein und "ergänzte" das besagte Album durch den Fansondersammelband Auf den Spuren der Abrafaxe (Mosaik Sammelband - Sonderband). Im Vorfeld dieser Veröffentlichung gab es eine Vielzahl von Vorschlägen, die in Mailgroups und dem seit 2000 geschalteten Comicforum diskutiert wurden. Maren Ahrens oblag die Koordination. Eine redaktionelle Sitzung mit den künftigen Fanautoren und dem Verlag wurde am Rande der Leipziger Buchmesse abgehalten.

Im Jahr 2001 gründete sich dann auch ein Mosaik-Club in der Geburtsstadt der Digedags und Abrafaxe. Mit dem Heimvorteil war es natürlich einfacher, Führungen durch den Verlag zu organisieren oder Mitarbeiter und Verlagschef zu den größeren Clubtreffen einzuladen. Wahrscheinlich war so eine Verlagsführung vor der Weihnachtsfeier der BMC auch der Ideengeber für den späteren Tag der offenen Tür.

Der Chemnitzer Mosaik-Club verlor 2002 sein Stammhaus, woraufhin auch sein Fanzin einige Jahre pausierte.

Ab dem Jahr 2003 wurde in verschiedenen Theatern das Stück Ritter Runkels große Stunde aufgeführt. Auch dieses Ereignis nahm die Fanszene jeweils als Anlass für kleinere oder größere Fantreffen. Zum 8. Bautzener Theatersommer wurde sogar ein Besichtigung hinter der Bühne organisiert.

Seit dem Jahr 2004 hat auch die sächsische Landeshauptstadt einen eigenen Mosaikfanclub vorzuweisen und ab 2005 die Herausgabe des Fanzines Mosa.X.

Im selben Jahr installierte der Steinchen für Steinchen Verlag den Tag der offenen Tür als regelmäßges Fan-Event, welcher von nun an, wie bis 2002 schon die Mosaik-Börse Apolda und ab 2005 auch wieder die Mosaik-Börse in Wolfen, oder der Comicsalon Erlangen, ein fester Treffpunkt der Szene wurde.

Nach mehreren tausen Printseiten Fanzines eröffnete 2005 das Online-Lexikon-Fanprojekt MosaPedia seine virtuellen Pforten, was aber Fans nicht davon abhielt ein weiteres neues Printfanzine in die Fanszene einzubringen.

Im Dezember 2006 konnten aus Platzmangel nur wenige Mosaik-Fans an der Premiere des Abrafaxe-Planetariumsshow teilnehmen, so dass das Planetarium Chemnitz für die Fans separat nochmals eine Veranstaltung am 9.3.2007 ausschrieb. Zu dieser Veranstaltung wurde nach mehr als fünfjähriger Pause auch erstmals wieder ein Pascalifax-Fanzine veröffentlicht.

Ab 2007 gaben auch die Ausstellungseröffnungen der Digedag-Ausstellung Abenteuer Wissenskosmos am jeweiligen Ausstellungsort der Fanszene erneut einen extra Anlass, sich außerhalb der sonst festen Jahrestermine zu treffen.

[Bearbeiten] Die Mosaik-Fanszene in den 2010-er Jahren

Vom 01. bis 29. Dezember 2013 fand im Karl-May-Museum Hohenstein-Ernstthal die Ausstellung Abenteuer Mosaik – Die Digedags in Karl Mays Traumwelten statt. Diese Ausstellung präsentierte zu einem sehr großen Teil Sammlerleihgaben. Natürlich war auch sie Anlass für ein Treffen der Fans.

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