Sternschnuppe

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Als Sternschnuppen, in astronomischer Bezeichnung Meteore, werden volkstümlich einzelne kurzzeitige, streifenförmige, sich schnell Richtung Erde bewegende, Leuchterscheinungen am Himmel bezeichnet. Zu gewissen Jahreszeiten lassen sich aber auch Häufungen dieser Erscheinungen beobachten, welche dann als Sternschnuppenschwarm, Meteorschauer, Meteorstrom oder fälschlicherweise auch als Meteoritenschauer bezeichnet werden. Natürlich tauchen auch im Mosaik, sowohl bei den Digedags, als auch bei den Abrafaxen diese Naturerscheinungen gelegentlich in Wort, Bild oder Handlung im Comic auf.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Sternschnuppe und Meteorschwarm bei den Digedags

  • Nach dem Ende des erfolgreichen Aufstandes der Fischer zeigt sich am Himmel eine gewaltige Leuchterscheinung, die von einem der Fischer als "von den Göttern gesendetes Zeichen" gedeutet wird. Der Wissenschaftler Sinus Tangentus hingegen klärt auf, dass es sich um einen Meteor handele. Wahrscheinlich ob der ungewöhnlichen Größe des Lichtschweifes, schätzt er sofort einen Niedergang etwaiger Reste in der Sahara ab. Darauf brechen Sinus Tangentus und die Digedags im folgenden Heft zu einer Suche nach dem Meteoriten in die afrikanische Wüste auf. Als sie realisieren, dass die beobachtete Sternschnuppe ein außerirdisches Raumschiff ist, sind sie bereits entführt ...
  • Das großneonische Raumschiff RS-MY-3 gerät in der Nähe des Mars in einen Meteoritenschauer und muss deshalb notlanden ... [Anmerkung: Zum Publikationszeitraum war der Begriff in wiss. Veröffentlichungen allg. üblich. Heute müsste es Meteoridenschauer heißen. Beide Begriffe sind aber nicht gleichbedeutend mit dem Begriff Meteorstrom/Meteorschauer. s.u.]
  • Beim Anflug auf den Planeten Archaikon im Heft 51 versucht der Wissenschaftler Bhur Yham dem Künstler Quintilius Quick zu erklären, dass die Wissenschaft so wunderbar ist, dass jeder Film darüber sehenswert ist und nicht erst durch Slapstick und unnötige Gefahrenszenen spannend gemacht werden müsse. Dabei zeigt er dem Ressigeur ein Buch über die Entstehung von Sternen und Planeten und verweist ausdrücklich auf fortwährende Meteoritenbombardements in der Frühphase der Planetenentstehung.
  • Im Heft 211 trägt ein favorisiertes Rennpferd auf der New Yorker Rennbahn den Namen Sternschnuppe. Da dieser Pferdestar aber auf Grund eines Anschlages mit Pfeffer nicht als Sieger aus dem Rennen hervorgeht, ist sein Name im Prinzip als sprechender Name aufzufassen, da sein Ruhm erlischt, wie eine Sternschnuppe am Himmel.

[Bearbeiten] Sternschnuppen und Meteoritenniedergänge bei den Abrafaxen

Man hätte es wissen können, als es Steine regnete...
  • Auf der zweiten Seite des Heftes 1/78 zeigt der Bänkelsänger auf einer Leinwand u.a. einen Kometen und einen Meteoritenregen als böse Omen für das Jahr 1704.
  • Alexander Papatentos trifft Dank seines Säulenkatapultes in Heft 11/87 die islamischen Soldaten mit einem riesigen Stein. Diese fürchten, dass Allah sie strafen wolle: „Allah will uns strafen! Er schleudert Meteore nach uns!“ [Anm.: Eigentlich meinten sie Meteoriten.]
  • Auf die zu beobachtende Erscheinung bezieht sich das Wortspiel zwischen Don Grotesco und Alfonso, als diese „den kürzesten Weg“, das Dach hinunter, nehmen, um die Abrafaxe zu verfolgen. „Mich hält hier nichts mehr ...“ „... sagte die Sternschnuppe, als sie vom Himmel fiel.“
  • Brabax erzählt seinen Freunden, dass er während der Probefahrt mit seinem Windwagen für das Wüstenrennen einen Eisenmeteoriten fand, aus dem er später in Achetaton einen Spiegel herstellen ließ. In der zweiten Japan-Serie spielt der Spiegel der Himiko dann eine handlungstragende Rolle. Seine Zeitsprungfähigkeit wird dem seltenen Material zugeschrieben.

[Bearbeiten] Meteoriten in den redaktionellen Texten

  • In der 16. Folge der redaktionellen Rubrik Brabax' kleine Sternenkunde erklärt Brabax die kleineren Himmelskörper unseres Sonnensystems – u.a. Meteoriten. Fünf Hefte später gibt er in seiner kleinen Sternenkunde den Beobachtungstipp:
    • Für die Beobachtung eines Sternschnuppenschwarms benötigt man keine besondere Ausrüstung. Die meisten Sternschnuppen sind am frühen Morgenhimmel im Osten zu sehen, kurz vor der Morgendämmerung.

[Bearbeiten] Meteoroid und Sternschnuppe im Nebenuniversum

[Bearbeiten] Sternschnuppen bei Anna, Bella und Caramella

[Bearbeiten] Meteorschwarm im Fan-Universum

  • Im Fancomic 73A geraten die Digedags auf der Heimreise vom Urmenschen-Planeten in einen Meteoritenschwarm [Anm.: In Anlehnung an die Handlung aus Heft 73 musste es im Heft folgerichtig Meteoritenschwarm heißen, auch, wenn man heute richtiger Weise Meteoridenschwarm sagen würde.], welcher zu einer Bruchlandung auf dem Planeten Hora führt ...
  • Die neuen Helden einer mosaiknahen Comiczeitschrift, die „vier lustigen Schmullis“, werden sofort nach ihrer Schöpfung, auf den wenigen Seiten des Fanzines, bereits von einem "Steinchenschlag"/Meteoritenhagel wieder aus der Comicwelt getil(ber)gt, weil zermalmt.

[Bearbeiten] Wissenswertes zu Sternschnuppen, Meteoriten etc.

  • Am häufigsten sind Sternschnuppen kurz vor der Morgendämmerung am östlichen Himmel zu sehen.
  • Sternschnuppen, also Meteore, werden durch das Ionisieren der Luft durch das Verdampfen kleiner, 1 bis 10 mm großer, interplanetarer Staub-, Gesteins- oder Metallkörner in Atmosphärenhöhen von ca. 80 km hervorgerufen. Dabei verdampft die interplanetare Materie vollständig.
  • Analoge, aber hellere Leuchterscheinungen von größeren interplanetaren Brocken werden auch als Feuerkugeln bzw. Boliden bezeichnet. Auch diese Ursprungskörper verdampfen in den meisten Fällen. Die Leuchterscheinungen sind aber bis in tiefere Atmosphärenschichten zu beobachten.
  • Damit das kosmische Material nicht vollständig verdampft, muss der verursachende Meteoroid mindestens eine Masse von einigen Kilogramm besitzen. Seine Überreste werden dann als Meteorit bezeichnet.
  • Heute unterscheidet man also bei „Sternschnuppen“ drei Phasen:
    • Meteoroiden, als bestimmte Art kosmischer Kleinkörper außerhalb der Erdatmosphäre (Bis in die 1990-er Jahre wurden auch Meteoroiden als Meteoriten bezeichnet.)
    • Meteore (die eigentlichen Sternschnuppen), als verglühende Meteoroiden und
    • Meteoriten, als Überreste eines größeren Meteors (Dieses außerirdische Material wurde früher auch als „Meteorsteine“, „Luftsteine“ (Aerolithen) oder „Himmelssteine“ (Uranolithen) bezeichnet.)
  • Alle Sternschnuppen eines Meteorschauers scheinen jeweils aus einer bestimmten Himmelsregion zu kommen, weshalb solche regelmäßig auftretenden Meteorschwärme nach den Sternbildern benannt wurden, aus denen sie zu strömen scheinen.
  • Zu den bekanntesten Meteorströmen gehören die:
    • Perseiden (Juli/August)
    • Geminiden (Anfang/Mitte Dezember)
    • Leoniden (November)
  • Die Orioniden (Anfang Oktober bis Anfang November) und die Mai-Aquariden (Ende April bis Ende Mai) haben ihren Ursprung im Halleyschen Kometen.
  • Bei einzelnen Meteoriten sind sich Forscher inzwischen ziemlich sicher, das es sich bei ihnen um abgesprengte Teile des Mondes (Mondmeteorite - bis 2006 wahrscheinlich mehr als 90 bekannt) oder des Marses (Marsmeteorite - bis 2004 wahrscheinlich 57) handelt.
  • Der Marsmeteorit ALH84001 sorgte 1996 für Aufsehen, weil Forscher Strukturen in im als mögliche Überreste archaischer Nanomarsbakterien deuteten. Die Wissenschaftler lieferten mit ihrer Entdeckung aber nur Indizien für die Frage nach Lebensformen auf dem frühen Mars. Allerdings wurde durch die Kontroverse um ALH84001 auch die Panspermiethese (=Hypothese über die Übertragung einfacher Lebensformen von Planet zu Planet durch den freiem Raum) wieder befeuert.

[Bearbeiten] Weiterführende Informationen im Netz

[Bearbeiten] Sternschnuppen, Meteorschauer oder Meteoriten spielen in folgenden Heften eine Rolle

Mosaik von Hannes Hegen: 24, 25, 26, 51, 211
Mosaik ab 1976: 1/78, 11/87, 273, 322, 323, 333, 335, 340, 343, 421, 426
Rosaik: 
Onepager: Reif für die Insel, Himmlische Erscheinung
Fancomic: 73A, Schmulaik nach Tilberg 0
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