Mosaik 384 - Im Schweinsgalopp nach Halberstadt

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Dezember 2007
Nachdruck Die Erbin von Hirschenthal
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 158 + Titelbild + S. 2
Katalog 1.01.384 (Update 2010)
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Johanna-Serie
Heft davor Das Geständnis
Heft danach Feuer, Würste und Skandale

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Bänkelsänger Lothar
Graf Arnulf von Wolfenstein jagt gerade friedlich im heimischen Wald, da wird er von seinem Diener Rufus mit unangenehmen Neuigkeiten konfrontiert: Die Tochter der Familie von Hirschenthal lebt; Näheres wisse der Wirt vom Tanzenden Eber, der sich bereits auf dem Weg zur Burg Wolfenstein befinde. Arnulf hatte vor Jahren befohlen, die kleine Johanna umzubringen - wenn sie doch lebt, wird sein Anspruch auf das Hirschenthaler Erbe nichtig. Der Wirt, der kurz darauf tatsächlich eintrifft, bestätigt die Nachrichten und rückt nach kurzer, kräftiger Überzeugungsarbeit durch den Grafen völlig kostenneutral sogar mit dem derzeitigen Wohnort der Magd heraus: Kloster St. Marien. Dafür darf er als "Gast" auf der Burg bleiben, und zwar im Turm des Schweigens.
Johanna befindet sich inzwischen jedoch nicht mehr im Kloster, sondern zusammen mit den Abrafaxen auf dem Weg nach Halberstadt. Im Gasthaus Zum tanzenden Eber hatten sie die drei Merseburger Soldaten getroffen, die vom Kloster als Schutz angefordert worden waren, und ihnen den frischen Rosmarinextrakt für die kranke Mutter Oberin mitgegeben. Kurz danach hatte Doctor Porcellus, den sie noch einmal in seiner Hütte am Waldrand besucht hatten, ihnen auch den vermutlichen Aufenthaltsort eines gewissen Magisters Claudius verraten, der das Geheimnis vom Stein der Weisen kenne, eben Halberstadt. Da Johanna mit diesem Allheilmittel die arme Äbtissin gänzlich kurieren möchte, ist das Quartett also zu jener Stadt aufgebrochen.
Unterwegs im Wolfensteiner Wald werden die vier jedoch durch einen waidwunden Keiler getrennt - ein Opfer der gräflichen Jagdkunst -, der Abrax und Califax huckepack nimmt und mit ihnen gen Halberstadt düst. In der Stadt angekommen, fällt das Wildschwein dem Messer der hungrigen Stadtwache zum Opfer. Da sich Califax bereiterklärt, das leicht mufflige Fleisch sogleich auf der nächtlichen Straße zuzubereiten, wird der Argwohn des benachbarten Metzgers Sülz geweckt. Die Wächter schieben die zunftordnungswidrige Schlachtung auf die beiden Abrafaxe, welche daher hungrig im Kerkerturm landen. Brabax und Johanna erreichen die Stadt am kommenden Morgen - es ist Markttag.
Derweil sind die drei Merseburger Soldaten beim Kloster St. Marien eingetroffen. Dort drückt sich noch immer Graf Fennrich von Rabenhorst herum, der aus der Unterhaltung zwischen der Oberin und den Söldnern erfährt, dass es im Kloster doch eine Waise gab. Die Äbtissin erzählt ihm arglos, dass sich das Mädchen in Einsiedel befinde, wohin der Graf sofort aufbricht.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Der kleine Maulwurf ist auf S. 11, der Marienkäfer auf S. 16, Calimero auf S. 17, der Waldgott Shishigami (u.a. bekannt aus Prinzessin Mononoke) auf S. 37 und die arme Schnecke auf S. 45.
  • Mit den Sätzen "Ein Stein der Weisen ist schließlich relativ speziell. Zumindest in der Theorie." (S. 8) spielt Brabax auf Albert Einsteins Spezielle Relativitätstheorie an. Davor zitiert Johanna Einstein mit dem Satz "Der liebe Gott würfelt nicht!".
  • Doctor Porcellus besitzt einen Wünschelstein. Den Stein der Weisen, den er im letzten Heft noch El Iksir nannte, bezeichnet er nun als lapsus exilit [sic!]. Das kommt davon, wenn man kein Latein kann und auch nie in Paris studiert hat.
  • Es stellt sich heraus, dass das angebliche Diplom aus Paris des Doctor Porcellus eine Fälschung ist (S. 14).
  • In Porcellus' Regal auf S. 15 steht ein Sammelband. Womöglich ist der falsche Doktor über die Abrafaxe gut informiert – zumindest aus den Bildern, denn er ist des Lesens nicht mächtig.
  • Porcellus nennt Fennrich von Rabenhorst den "Rabensteiner Grafen" (S. 15).
  • Die Bauern vor Halberstadt erwähnen den Jüngsten Tag und erzählen sich Schauermärchen von einem "dreiköpfigen Drachen" (S. 42).
  • Neben dem Waldgott Shishigami (S. 37) ist auch das Motiv des durch eine Schusswaffe verletzten Keilers, der rasend vor Schmerz und ohne Chance auf Erlösung durch die Welt zieht, ein Zitat aus Prinzessin Mononoke. Sowohl der Protagonist Ashitaka in Prinzessin Mononoke als auch Abrax und Califax werden durch Töten des Keilers selbst zum Tode verurteilt.
  • Abrax beschimpft sein und Califax' treues Reittier als "dummes Schwein". Das dürfte eine Anspielung auf eine Figur der Olsenbande-Filme sein (S. 43).
  • Die Gefängniswand auf der Rückseite des Heftes trägt die anhand der Cäsar-Verschlüsselung kodierte Inschrift "xfs ebt mjftu jtu eppg e.g.".
  • Hagebutten sind eine weitverbreitete Pflanze im Wolfensteiner Wald.

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

  • Leserpost
  • Die Wiederentdeckung der Stadt - Die Stadt im Spätmittelalter - Teil 1
  • Zünfte und Gilden - Die Kraft der Gemeinschaft
  • Der Stein der Weisen - Elixier oder Edelstein ?
  • O Tannenbaum, o Tannenbaum ... - Die große MOSAIK-Weihnachtsverlosung
  • Warum hängen Äpfel am Weihnachtsbaum?
  • Zur Geschichte des Weihnachtsbaums
  • Zur ursprünglichen Bedeutung der Leb- und Pfefferkuchen

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Das Heft hat an der Rückseite Klappkarten für den MOSAIKSHOP und die Abobestellung.
  • Vor Erscheinen des Heftes wurden auf der Homepage des Verlages und auf www.fanclubalex.de eine Reihe von Skizzen und Zeichnungen veröffentlicht (Bilder 1 bis 4)
  • Im Juli 2009 erschien das Heft erstmals als E-Comic (Bild 5). Auf der Titelseite fehlen der ursprüngliche Ausgabemonat und der originale Heftpreis.

[Bearbeiten] Externe Links

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