Mosaik von Hannes Hegen 109 - Der Grenzstratege

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Dezember 1965
Nachdruck in In den Bergen Dalmatiens
Reprintmappe X
Umfang 24 Seiten
Panel 76 + Titelbild
Katalog 1.01.109
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Im Byzantinischen Reich
Heft davor Von Räubern verfolgt
Heft danach Der Hammel vom Kastell Peripheria

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person.
Mit fünf gefangenen Teufelsbrüdern machen sich die Digedags, Ritter Runkel, Suleika und Janos mit ihren Pferden auf den Weg nach Peripheria, um dort die Räuber in Gewahrsam zu bringen. An der byzantinischen Grenze finden sie nur einen alten Wachturm, in dem bereits seit Jahrhunderten eine Eiche wächst. Dig und Dag klettern auf den Baum und erblicken hinter einem Hügel eine Burg - das Kastell Peripheria. Plötzlich kommt ein Adlerpaar herbei geflogen, das um ihr Nest mit den Jungen in der Baumkrone bangt. Sie greifen sich die beiden unliebsamen Besucher und befördern sie zu ihren Gefährten am Boden. Dabei lassen sie die Digedags genau auf die Teufelsbrüder fallen, die furchtbar aufheulen, da ihre Ohren wieder einmal leiden müssen.
Die gefangenen Teufelsbrüder sind an ihren Ohrringen aufgefädelt
Am Fuße des Burgfelsens erblicken sie dann eine Tafel, derzufolge im Kastell Söldner gesucht werden. Der Burghof macht einen recht verfallenen Eindruck und aus einem Raum kommen einige Einrichtungsgegenstände herausgeflogen. Kurz danach folgt ein alter Krieger, der auf der Wurfkelle einer Steinschleuder landet. Die Schleuder katapultiert ihn sofort wieder zurück und Runkel wundert sich über diese neuartige militärische Übung. Dig vermutet, dass dies nur ein einfacher Hinauswurf war, der allerdings nicht gelang. Wie recht er damit hat, erfahren sie beim Betreten der Räumlichkeiten. Der Vorgesetzte wollte seinen Hauptfeldwebel rausschmeißen, weil zum Appell kein einziger Soldat mehr erschien. Der Beschuldigte entgegnet, dass der Kommandant selbst schuld sei, da er den Männern keinen Sold ausgezahlt und sie auch ständig angebrüllt hat. Als der Strategos die Besucher bemerkt, glaubt er, dass sich neue Rekruten bei ihm vorstellen möchten. Enttäuscht erfährt er, dass die Reisenden nur ein paar Räuber einsperren lassen möchten, aber damit ist er völlig überfordert. Zumal die Bande ihn anfleht, freiwillig in seine Dienste zu treten. Die Digedags raten dem Strategos, die Bande auf keinen Fall freizulassen. Runkel schlägt seine Knappen für die vorläufige Bewachung vor.
Der Stabscenturio, bei den Namen der Knappen hellhörig geworden, macht sie darauf aufmerksam, dass die steile Felswand unter der Burg seit alters her Digedag-Wand heißt, weil ein Bursche namens Digedag damals hier eingekerkert war. Dig und Dag möchten gleich mehr darüber wissen und deshalb führt er sie in das Burgarchiv von Peripheria. Dort sucht er die Strafakte Digedag heraus, in der es sich eine Maus bequem gemacht hat. Da die Maus an der Geheimakte einige Schäden angerichtet hat, bekommen die Digedags sie sogar geschenkt. Anschließend besichtigen sie noch den Kerker, in dem Digedag gesessen hat. Dort finden sie sogar eine Inschrift, mit der sich ihr verschollener Gefährte verewigte.
Nach dieser kleinen Führung wird der Stabscenturio von seinem verärgerten Vorgesetzen an seine Pflichten erinnert. Er soll gefälligst auf die Räuberbande aufpassen und sich nicht mit den beiden Knappen verkrümeln. Plötzlich kündigt das Signal von Herolden eine kaiserliche Gesandtschaft an. Der Strategos fürchtet um seinen ruhigen Posten und beschließt, aus den Teufelsbrüdern Soldaten zu machen. Die Digedags versuchen vergeblich, ihn davon abzuhalten. Nach einem Treueid werden die fünf Räuber freigelassen, neu eingekleidet und bewaffnet. Dann treten sie zur militärischen Begrüßung der Gesandtschaft auf dem Burghof an.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

Wandkarte mit Stabscenturiobeinen
  • Wer sich alles auf dem Titelbild tummelt, ist selbst für "Fachleute" z.T. nur schwer erkennbar. Insbesondere am oberen Rand leidet die Erkennbarkeit erheblich durch den Beschnitt. Diesem Problem widmete sich Tangentus auf seiner Seite und später abschließend (?) Pteroman im Mosa-icke 6.
  • Die Strafakte Digedag aus dem Jahr 519 befindet sich im Karteiregal D in der Abteilung XI/St-0815(M). Andere Regale im Burgarchiv von Peripheria tragen die Bezeichnungen E, M VII, O IX, T und A II.
  • Die christliche Zeitrechnung, derer sich Digedag bei der Datierung seines Gefängnisaufenthalts bedient, wurde erst einige Zeit später eingeführt (siehe: u.a. hier).
  • Wieder einmal kann man einen schönen Vorher-nachher-Effekt bestaunen: Seite 130 dieses Heftes und S. 10 des nächsten Heftes zeigen das Kastell Peripheria aus derselben Perspektive, einmal im Jahre 1284, das andere Mal 519.
  • Auf S. 134 sieht man im Büro des Strategos eine Karte an der Wand hängen, auf der – neben Rom und Venedig – auch Peripheria verzeichnet ist. Die eingezeichneten Grenzen sollen offenbar das Despotat Epirus (an der Ostküste der Adria) sowie die zwischen dem Kreuzfahrerfürstentum Achaia und dem byzantinischen Despotat von Morea geteilte Halbinsel Peloponnes darstellen. Peripheria liegt demnach an der Grenze zwischen Byzanz und Epirus. Die verzeichneten geographischen Namen bilden ein buntes Sprachgewirr ab: Venezia ist eindeutig italienisch, Mare Mediterraneum lateinisch, Donau deutsch. Die Namen Roma, Adria und Peripheria lassen sich nicht eindeutig einer Sprache zuordnen.
  • Der Stabscenturio meint, Pergament habe oft als Ersatz für Papyrus herhalten müssen. In Wirklichkeit ist Pergament nicht nur ungleich haltbarer als Papyrus, sondern war auch sehr viel teurer, da es aus Tierhaut und nicht nur aus Pflanzenfasern hergestellt wird.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Einar Schleef arbeitete vom 1. September bis Ende Dezember 1965 beim Mosaik. Vermutlich sieht man die Früchte seiner Arbeit also in den Heften 107 bis 110.
  • Damit die Druckvorlagen für den späteren Druck des Sammelbandes In den Bergen Dalmatiens nicht verändert werden mussten, laufen die Seitenzahlen in diesem Heft nicht von 1-24, sondern von 121-144.
  • Letztmalig befindet sich in diesem Heft das Impressum auf der vorletzten Heftseite. Vom nächsten Heft (110) an befindet sich das Impressum auf der Heftrückseite.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde textlich und bildlich unverändert auf holzfreiem Papier gedruckt. Diese Hefte wurden an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Eine weitere kleine Auflage des Heftes wurde ebenfalls auf holzfreiem Papier jedoch ohne Impressum auf Seite 23 unten gedruckt. Diese Hefte waren für den Export vorgesehen und wurden darüber hinaus auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Noch eine weitere Auflage des Heftes wurde auch auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf Seite 23 ein Österreich-Impressum. Außerdem wurde hier die Paginierung verändert, denn die Seiten dieses Heftes sind von 1 bis 24 nummeriert. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich bestimmt, wurden aber wahrscheinlich zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Für den Sammelband In den Bergen Dalmatiens wurde ein neues Titelbild gezeichnet.
  • Der Reprintmappe X lag ein Poster mit dem Covermotiv dieses Hefts bei. Das Motiv war weniger beschnitten und zeigt daher mehr Einzelheiten.
  • Ein nahezu identisches Poster bot der Buchverlag Junge Welt auf der Leipziger Buchmesse als Werbegeschenk an.
  • Von diesem Heft erschien im Januar 1966 eine finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier.
  • Im Januar 1966 erschien für einen zweiten Vertriebsweg noch eine weitere finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier mit einem anderen Impressum.

[Bearbeiten] Externe Links

Persönliche Werkzeuge