Mosaik von Hannes Hegen 110 - Der Hammel vom Kastell Peripheria

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Januar 1966
Nachdruck in Abenteuer am Bosporus
Reprintmappe X
Umfang 24 Seiten
Panel 72 + Titelbild
Katalog 1.01.110
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Im Byzantinischen Reich
Heft davor Der Grenzstratege
Heft danach Der Schönheitswettbewerb

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person, sowie Digedag alleine, Stupides Militarios, Klexos Graphos und Zellos Karzeros.
Um eine kaiserliche Gesandtschaft auf dem Kastell Peripheria gebührend zu begrüßen, hat der Festungskommandant die Teufelsbrüder freigelassen und auf dem Burghof antreten lassen. Als Aktivos Diplomates mit seiner Eskorte erscheint, werden sie von einer schneidigen Truppe vorbildlich empfangen. Dafür wird dem Strategos sofort der Dardanellenorden verliehen. Der Stabscenturio von Peripheria ist über soviel Falschheit verärgert und auch den Digedags reicht es. Sie eilen ins Dorf, wo sich Suleika, Janos und Runkel in einer Schenke aufhalten. Doch als sie aufgeregt berichten, dass die Teufelsbrüder wieder frei sind, ruft das nur wenig Interesse hervor. Wichtiger ist ein Spanferkel, das der Wirt gerade für seine Gäste zubereitet. Dig und Dag suchen sich lieber vor der Schenke ein Plätzchen, wo sie ungestört die Geheimakte über Digedag aus dem Jahre 519 lesen können.
Drei Federn bringen ihm die Idee zur Flucht
Darin wird das Zusammentreffen von Digedag und seinem Hammel Cäsar mit einem hungrigen Völkerwander-Hofstaat beschrieben. Um seinen Hammel vor dem Verzehr zu retten, entwickelt Digedag einen Plan. Er überlistet die Burgbesatzung von Peripheria und lässt einen Ochsenbraten am Spieß entführen. Während sich der Hofstaat nach Art der Vandalen auf den Braten stürzt, muss Digedag ihnen sprachlos zusehen. Niemand bietet ihm als Mundschenk ein schönes Stück davon an. Nachdem sich alle ihren Teil abgeschnitten haben, bleibt nur noch ein dampfendes Gerippe zurück. Während Digedag nachdenklich davor steht, verhaftet man ihn und sperrt ihn in den Kerker. Sein Hammel Cäsar wird nun von den Söldnern geschlachtet und verzehrt. Es gelingt Digedag aus Vogelfedern ein Fluggerät zu bauen und damit zu entkommen. Ein Steckbrief von Digedag bleibt erfolglos.
Dig und Dag sind begeistert über die Taten ihres verschollenen Gefährten. Da sie nach dieser tollen Geschichte auch hungrig geworden sind, fällt ihnen der knusprige Schweinebraten in der Schenke ein. Doch sie kommen zu spät, denn man hat ihnen nichts mehr übrig gelassen. Das erinnert sie sofort an die augehungerte Regierung, die Digedag auch nichts von dem schönen Braten übrig ließ. So müssen sich Dig und Dag mit einem ausgedörrten Maisfladen begnügen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Erwähnt werden Hunnenkönig Attila und Kaiser Theodosius II., der der Geißel Gottes Tribut zahlen musste.
  • Bei dem Völkerwander-Hofstaat handelt es sich um einen sogenannten Traditionskern, um den sich bei entsprechendem Erfolg und Charisma ein Volk scharen konnte. Diese Theorie der Ethnogenese wurde zuerst von Reinhard Wenskus in seinem Werk "Stammesbildung und Verfassung" wissenschaftlich beschrieben und später von Herwig Wolfram und seinen Schülern weiterentwickelt.
  • Abgesehen davon handelt es sich bei dieser "Regierung, der unterwegs das Volk davon gelaufen war," möglicherweise um eine Anspielung auf einen satirischen Text Bertolt Brechts zum 17. Juni 1953.
  • Der Strategos erhält von Aktivos Diplomates den Dardanellenorden.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Einar Schleef arbeitete vom 1. September bis Ende Dezember 1965 beim Mosaik. Vermutlich sieht man die Früchte seiner Arbeit also in den Heften 107 bis 110.
  • Seit diesem Heft befindet sich das Impressum auf der Heftrückseite, nicht mehr auf der vorletzten Seite.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein Österreich-Impressum. Außerdem fehlt diesen Heften der Hannes-Hegen-Schriftzug auf der Titelseite (Bild 1). Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich bestimmt, wurden aber wahrscheinlich zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Von diesem Heft erschien im Februar 1966 eine finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier.
  • Im Februar 1966 erschien für einen zweiten Vertriebsweg noch eine weitere finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier mit einem anderen Impressum.

[Bearbeiten] Externe Links

Persönliche Werkzeuge