Preußen

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K (Preußen im MOSAIK)
K (Kurze Geschichte Preußens)
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Der Begriff "Preußen" wird im allgemeinen mit dem späteren preußischen Staat gleichgesetzt. Ursprünglich bezeichnet er jedoch das ehemalige Siedlungsgebiet slawischer Stämme (der ''Pruzzen'') an der Ostseeküste. Aus diesem wurde später Ordensland des Deutschen Ordens und im Spätmittelalter ein Herzogtum. 1618 erlosch die preußische Herzogslinie, und das sich außerhalb des Gebietes des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] befindliche Preußen fiel an das Kurfürstentum Brandenburg. Bis 1701 galt der Name Preußen weiterhin nur für die außerhalb des Reiches liegenden Gebiete, die im wesentlichen das spätere Ostpreußen umfassten. Erst 1701, als der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. die Königswürde für Preußen erlangte (als König Friedrich I. '''in''' Preußen, nicht: '''von''' Preußen), wurden die Bezeichnungen beider Herrschaftsgebiete, Brandenburg und Preußen, miteinander verknüpft, so dass man seither im Allgemeinen von Brandenburg-Preußen spricht.
Der Begriff "Preußen" wird im allgemeinen mit dem späteren preußischen Staat gleichgesetzt. Ursprünglich bezeichnet er jedoch das ehemalige Siedlungsgebiet slawischer Stämme (der ''Pruzzen'') an der Ostseeküste. Aus diesem wurde später Ordensland des Deutschen Ordens und im Spätmittelalter ein Herzogtum. 1618 erlosch die preußische Herzogslinie, und das sich außerhalb des Gebietes des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]] befindliche Preußen fiel an das Kurfürstentum Brandenburg. Bis 1701 galt der Name Preußen weiterhin nur für die außerhalb des Reiches liegenden Gebiete, die im wesentlichen das spätere Ostpreußen umfassten. Erst 1701, als der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. die Königswürde für Preußen erlangte (als König Friedrich I. '''in''' Preußen, nicht: '''von''' Preußen), wurden die Bezeichnungen beider Herrschaftsgebiete, Brandenburg und Preußen, miteinander verknüpft, so dass man seither im Allgemeinen von Brandenburg-Preußen spricht.
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Erst unter König Friedrich II. (Friedrich der Große, der ''Alte Fritz'') dehnte Brandenburg-Preußen seine Herrschaft im Zuge der polnischen Teilungen auf alle preußischen Gebiet aus; dadurch kam es auch zu einer Landverbindung zwischen den brandenburgischen und preußischen Gebieten. Seit 1772 bezeichnete sich Friedrich daher als König '''von''' Preußen. Allmählich setzte sich nun die Alleinbezeichnung ''Preußen'' für den brandenburgisch-preußischen Staat durch. Völlig obsolet wurde der brandenburgische Namenszusatz, als mit Auflösung des Reiches 1806 auch die brandenburger Kurwürde erlosch.  
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Erst unter König Friedrich II. (Friedrich der Große, der ''Alte Fritz'') dehnte Brandenburg-Preußen seine Herrschaft im Zuge der polnischen Teilungen auf alle preußischen Gebiet aus; dadurch kam es auch zu einer Landverbindung zwischen den brandenburgischen und preußischen Gebieten. Seit 1772 bezeichnete sich Friedrich nun auch als König '''von''' Preußen. Allmählich setzte sich nun die Alleinbezeichnung ''Preußen'' für den brandenburgisch-preußischen Staat durch. Völlig obsolet wurde der brandenburgische Namenszusatz, als mit Auflösung des Reiches 1806 auch die brandenburger Kurwürde erlosch.  
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Bereits im Laufe des 17., besonders aber des 18. Jahrhunderts konnte Preußen erhebliche Gebietszuwächse verzeichnen. Spätestens nach dem Siebenjährigenb Krieg musste es als ebenbürtige europäische Großmacht gelten. 1806, nach der Niederlage gegen [[Napoleon]], wurde es zunächst große Gebiete los, die es aber 1815, nach dem Wiener Kongress, wiedererlangte und noch dazu erneute große Gebietszuwächse erreichte. Preußen bestand nun aus zwei großen Gebietsblöcken in Mittel-/Ostdeutschland und im Westen Deutschlands. Nach den Einigungskriegen gegen Österreich kam nun auch fast ganz Nordeutschland hinzu und die preußischen Gebiete waren (fast) allesamt miteinander verbunden. 1871 wurde Preußen Teil des Deutschen Reiches, und der preußische König übernahm die deutsche Kaiserwürde.
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Bereits im Laufe des 17., besonders aber des 18. Jahrhunderts konnte Preußen erhebliche Gebietszuwächse verzeichnen. Spätestens nach dem Siebenjährigen Krieg musste es als ebenbürtige europäische Großmacht gelten. 1806, nach der Niederlage gegen [[Napoleon]], wurde es zunächst große Gebiete los, die es aber 1815, nach dem Wiener Kongress, wiedererlangte und noch dazu erneute große Gebietszuwächse erreichte. Preußen bestand nun aus zwei Gebietsblöcken, einem großen in Mittel-/Ostdeutschland und einem kleineren im Westen Deutschlands. Nach den Einigungskriegen gegen [[Österreich]] kam nun auch fast ganz Nordeutschland hinzu und die preußischen Gebiete waren (fast) allesamt miteinander verbunden. 1871 wurde Preußen Teil des Deutschen Reiches, und der preußische König übernahm die deutsche Kaiserwürde.
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Version vom 09:25, 29. Jan. 2009

Preußen war ein mitteleuropäischer Staat, der vom 16. bis ins 20. Jahrhundert bestand. Der Aufstieg begann im 17. Jahrhundert, als die Hohenzollern, die Kurfürsten von Brandenburg, Preußen mit der Mark vereinten. Im 18. und 19. Jahrhundert zählte Preußen zu den fünf europäischen Hauptmächten und lieferte sich einen erbitterten Kampf mit Österreich um die Vorherrschaft in Deutschland (zunächst im Heiligen Römischen Reich, danach im Deutschen Bund). Preußen ging nach 1871 allmählich im Deutschen Reich auf - bzw. später in der Weimarer Republik und im Dritten Reich - und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 formalrechtlich als Staatsgebilde aufgelöst.

Mehrere Hefte der Erfinder-Serie des Mosaik von Hannes Hegen sowie der Orient-Express- und der Weltreise-Serie im Mosaik ab 1976 sind in Preußen angesiedelt. Meist ist dabei die preußische Hauptstadt Berlin Schauplatz der Handlung. Zudem spielt Preußen in manchen Mosaikheften eine Rolle, ohne dass die Handlung hier verläuft.

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Inhaltsverzeichnis

Preußen im MOSAIK

Schauplätze und Figuren

Folgende Orte in Preußen werden aufgesucht:

Folgende preußischen Herrscher treten auf:

Weitere wichtige Preußen bzw. Brandenburger:

Ereignisse um 1650

Die Digedags halten sich Mitte des 17. Jahrhunderts in Magdeburg auf und erleben Brandenburg-Preußen als gefährliche Bedrohung der städtischen Freiheit. Sie sind Assistenten des Bürgermeisters Otto von Guericke, der einen Versuch der Preußen abwehren will, sich Magdeburg einzuverleiben. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg hat dazu seinen Spezialgesandten, den Obristen von Ladestock, mit einem Ultimatum nach Magdeburg gesandt. Die Magdeburger Ratsversammlung, zu der die Digedags die Einladungen verteilen, lehnt aber das preußische Ansinnen rundweg ab und lässt den Obristen hinauswerfen.

Guericke weiß aber, dass Magdeburg auf sich allein gestellt keine Chance gegen den aufstrebenden preußischen Staat hat. So will er sich die Rückendeckung von Kaiser Ferdinand III. holen. Nach einer gefahrvollen Reise in Regensburg angekommen, sieht es mit der Gunst des Kaisers zunächst günstig aus. Allerdings ist der brandeburgische Kurfürst auch anwesend und versucht mit allen Mitteln, den Kaiser gegenteilig zu beeinflussen. Beim Experiment mit den Magdeburger Halbkugeln gewinnt der Kurfürst eine Wette gegen den Kaiser, und dieser entzieht Guericke verärgert seine Huld. Im Abspann erfährt der geneigte Leser, dass Magdeburg anno 1666 schließlich doch an den preußischen Staat fiel.

Ereignisse um 1840

...

Ereignisse um 1850

Im Schleswig-Holsteinischen Krieg unterstützt Preußen die deutschgesinnte Partei und ihre Armee unter General Willisen gegen Dänemark. Insbesondere schickt das Kriegsministerium Major von Treskow als Abwehrchef in den Norden, um die dänische Spionage wegen Wilhelm Bauers Brandtaucher zu verhindern. Ob es sich dabei tatsächlich um eine Hilfestellung handelt, oder der unfähige Major nur abgeschoben werden soll, sei dahingestellt. Auf jeden Fall bringt die Unterstützung nichts - der Brandtaucher wird versenkt und die Schleswig-Holsteiner verlieren eine Entscheidungsschlacht. Willisen entlässt daraufhin die Hilfstruppen; Treskow bekommt ein ziemlich mieses Zeugnis ausgestellt (Mosaik von Hannes Hegen 85 und 86).

Wenig später - im März 1852 - befindet sich Treskow auf Hochzeitsreise an der Adria. Preußen und Österreich-Ungarn hatten mit Dänemark Frieden geschlossen, woraufhin für Leute wie den Major keine Verwendung mehr war. Er hatte seinen Abschied genommen und die reiche Erbin von Zickenthal und Zasterwitz geehelicht. Doch auch als Privatier sorgt der Major a.D. für Trubel, indem er sich in Triest, also österreichischem Hoheitsgebiet, von zwei scheinheiligen Signori entführen lässt. Der österreichische Geheimdienst kann diplomatische Verwickungen zwischen Preußen und der Doppelmonarchie überhaupt nicht gebrauchen, noch dazu, da Wilhelm Bauer dem Kaiser gerade ein neues Brandtaucher-Modell vorführt. Zum Glück arbeiten die Entführer für einen harmlosen venezianischen Irren, so dass die Staatsaffäre abgewendet werden kann (Mosaik von Hannes Hegen 87 und 88).

Ereignisse um 1900

...

Darstellung Preußens im MOSAIK

...

Im Fancomic

Der Fancomic "Weihnachten in Berlin" spielt - wie der Titel schon verrät - in Berlin, der Hauptstadt Preußens (um 1840).

Der Fancomic "Zieten aus dem Busch" hingegen spielt in der Mark Brandenburg, Schlesien und in Sanssouci (Mitte des 18. Jahrhunderts).

Kurze Geschichte Preußens

Der Begriff "Preußen" wird im allgemeinen mit dem späteren preußischen Staat gleichgesetzt. Ursprünglich bezeichnet er jedoch das ehemalige Siedlungsgebiet slawischer Stämme (der Pruzzen) an der Ostseeküste. Aus diesem wurde später Ordensland des Deutschen Ordens und im Spätmittelalter ein Herzogtum. 1618 erlosch die preußische Herzogslinie, und das sich außerhalb des Gebietes des Heiligen Römischen Reiches befindliche Preußen fiel an das Kurfürstentum Brandenburg. Bis 1701 galt der Name Preußen weiterhin nur für die außerhalb des Reiches liegenden Gebiete, die im wesentlichen das spätere Ostpreußen umfassten. Erst 1701, als der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. die Königswürde für Preußen erlangte (als König Friedrich I. in Preußen, nicht: von Preußen), wurden die Bezeichnungen beider Herrschaftsgebiete, Brandenburg und Preußen, miteinander verknüpft, so dass man seither im Allgemeinen von Brandenburg-Preußen spricht.

Erst unter König Friedrich II. (Friedrich der Große, der Alte Fritz) dehnte Brandenburg-Preußen seine Herrschaft im Zuge der polnischen Teilungen auf alle preußischen Gebiet aus; dadurch kam es auch zu einer Landverbindung zwischen den brandenburgischen und preußischen Gebieten. Seit 1772 bezeichnete sich Friedrich nun auch als König von Preußen. Allmählich setzte sich nun die Alleinbezeichnung Preußen für den brandenburgisch-preußischen Staat durch. Völlig obsolet wurde der brandenburgische Namenszusatz, als mit Auflösung des Reiches 1806 auch die brandenburger Kurwürde erlosch.

Bereits im Laufe des 17., besonders aber des 18. Jahrhunderts konnte Preußen erhebliche Gebietszuwächse verzeichnen. Spätestens nach dem Siebenjährigen Krieg musste es als ebenbürtige europäische Großmacht gelten. 1806, nach der Niederlage gegen Napoleon, wurde es zunächst große Gebiete los, die es aber 1815, nach dem Wiener Kongress, wiedererlangte und noch dazu erneute große Gebietszuwächse erreichte. Preußen bestand nun aus zwei Gebietsblöcken, einem großen in Mittel-/Ostdeutschland und einem kleineren im Westen Deutschlands. Nach den Einigungskriegen gegen Österreich kam nun auch fast ganz Nordeutschland hinzu und die preußischen Gebiete waren (fast) allesamt miteinander verbunden. 1871 wurde Preußen Teil des Deutschen Reiches, und der preußische König übernahm die deutsche Kaiserwürde.

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Folgende Mosaikhefte spielen in Preußen

Mosaik von Hannes Hegen: 80, 81, 82, 83, 84

Mosaik ab 1976: 356

Fancomic: Weihnachten in Berlin, Zieten aus dem Busch
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