Mosaik 470 - Heiße Spuren im Sand

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Februar 2015
Nachdruck noch nicht
Umfang 36 Seiten Comic
+ 16 Seiten Mittelteil
Panel 157 + Titelbild + S. 2
Katalog noch nicht erfasst
Serie Liste aller Abrafaxe-Mosaiks
Hauptserie: Abrafaxe-Römer-Serie
Heft davor Windige Pläne
Heft danach Im Reich der Garamanten

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Tacitus
Mit ihrem Äolomobil sausen die Abrafaxe, unterstützt von einem kräftigen Wind, in rasender Fahrt über die Feldwege der Provinz Africa Proconsularis, der entführten Selene hinterher. Bedauerlicherweise erweist sich Brabax' Konstruktion als nicht standfest genug, denn schon bald holpert der Lenker Abrax mit dem Gefährt über einen Stein und hat daraufhin das Steuer einzeln in der Hand. Eine ganze Weile lang geht das noch gut, schließlich trifft man jedoch den einzigen stattlichen Baum ganz Nordafrikas, woraufhin das Gefährt in seine Einzelteile zerschellt. Abrax und Brabax überstehen den Unfall leidlich unbeschadet. Nur Califax hat ein bisschen was abgekriegt. Seine Gefährten bauen ihm aus den Resten des Mobils eine Rolltrage und machen sich nun wieder zu Fuß auf die Verfolgung von Mitismanni und Menpauros, den Entführern Selenes. Immerhin haben die Abrafaxe durch die rasante Fahrt einiges an Boden gutgemacht.
Auch Titus, Vada und Ule suchen nach ihrer Flucht aus Carthago nach Selene, für die das Herz des jungen Römers seit kurzem entbrennt. Als sie, von Hunger geplagt, auf einem Feld ein paar Bohnen ernten, werden sie von den Bewirtschaftern des Feldes, Tata und Filiolus überrascht und gestellt. Die beiden verfrachten die Bohnendiebe in ein improvisiertes Verlies, den Ferkelstall. Titus isst sich erst mal am Tierfutter satt. Vada ergreift indes die Initiative und knackt das Schloss mit ihrer Gürtelschnalle. Schon bald gelingt ihnen tatsächlich die Flucht. Titus packt ordentlich Emmerkleie als Wegzehrung ein. Die Drei laufen die ganze Nacht hindurch. Leider bemerken sie nicht, dass sie immer weiter nach Süden geraten.
Selenes Entführer sind mit ihrer Gefangenen unterdessen in Theveste eingetroffen. Um eine erneute Flucht der jungen Dame zu verhindern, liefern sie Selene zunächst beim Schmied ab, der ihr eine Eisenkette um den Fuß schmiedet. Selene hofft zunächst, im Schmied einen Verbündeten zu finden, und erzählt ihm ihre Geschichte:
Selene ist die Tochter keines Geringeren als des ehemaligen Präfekten von Ägypten, Lucius Antonius. Der damalige Kaiser, Nerva, sah seine Macht schwinden, während sich bereits seine potentiellen Nachfolger fürs Erbe bereit machten. Ein aussichtsreicher Kandidat war der General Nigrinus. Dieser versuchte, Selenes Vater zu bestechen, was dieser jedoch rundweg ablehnte. Kaiser Nerva kamen Nigrinus' Ambitionen zu Ohr. Er entschied, dem Putsch zuvor zu kommen, indem er den Gegenspieler des Generals, Trajan, adoptierte und zu seinem Nachfolger bestimmte. Nigrinus hatte verloren. Sein ehemaliger Verbündeter Bombastus jedoch, Antonius' Stellvertreter, fürchtete, seine Komplizenschaft mit Nigrinus würde ihn teuer zu stehen kommen. Doch wie aus dem Nichts zauberte er plötzlich einen Erlass des neuen Kaisers hervor, laut dem Antonius zu verhaften war. Sein Besitz fiel an Bombastus, Antonius' Familie wurde versklavt. Selene jedoch gelang eines Tages mit ihrer Elefantendame Avicula die Flucht. Ihr Ziel war und ist es seitdem, nach Rom zu gelangen und Kaiser Trajan von dem vermeintlichen Irrtum zu unterrichten.
Dem Schmied gefällt die Geschichte, erweichen lässt er sich dennoch nicht. Menpauros und Mitismanni kehren zurück und ketten das Mädchen auf einem Kamel fest. Sodann machen sie sich auf den Weg nach Garama, wo sie Selene verhökern wollen. Nach anstrengender Reise in einer Gluthitze machen sie schließlich Rast. Die Kamele leiden Durst und Selene setzt sich für die armen Tiere ein, die von den beiden Sklavenjägern unnötig gequält werden. Als die Schurken endlich schlafen, bindet Selene die Tiere los. Unglücklicherweise erwacht Menpauros. Ein Steinwurf streckt Selene nieder, ein Messerwurf durchtrennt einen Lederriemen, der die Eisenkette am Kamel hielt. Die Tiere können fliehen, Selene jedoch bleibt weiter in der Hand der Entführer.
Am nächsten Morgen entdecken die durstleidenden Abrafaxe ein fremdes Dromedar an einer Wasserstelle. Califax gelingt es, das Tier anzulocken. Dabei finden die Freunde Selenes Maske und wissen nun, dass sie auf der richtigen Spur sind. Zu dritt auf dem Kamel machen sie sich sogleich wieder auf die Verfolgung der ehemaligen Reisegefährtin.
In Rom spitzt sich die Lage unterdessen weiter zu. Vosincius erstattet dem Kaiser Bericht über Titus' Flucht. Dieser ist natürlich mächtig ungehalten. Als der schurkische Konsul Aulus Flavius Improbus sogar noch einen Brief des jungen Römers vorlegt, indem er seinen Ungehorsam zugibt, ist der Flavier obenauf. Er schlägt vor, seinen Amtskollegen, Titus' Vater, von seinen Aufgaben zu entbinden und stattdessen den Kaiser als Konsul einzusetzen. Der Senat stimmt umgehend zu.
Zu Hause befiehlt Aulus seinen Sklaven und Handlanger Occius wieder zurück nach Africa. Er soll dort eine "dauerhafte Lösung" bezüglich des Problems mit Titus finden.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Erwähnte Orte: Germanien, Leptis Magna, Carthago, Ägypten, Syrien, Garama, Thuburbo Majus, Tunesien
  • Auf S. 6 fliegt eine Wind-Hose.
  • Ein Drachen steigt über dem Bohnenfeld auf S. 7 auf.
  • Der Schmied in Theveste hat beim Bleigießen u.a. einen Stern, einen Fisch, ein Dromedar und die arme Schnecke erhalten (S. 9).
  • Jemand (Selene?) hat mit seinem Schäufelchen aus Sand eine Pyramide nachgebaut (S. 10).
  • Auf S. 11 erleben wir im Hintergrund den Raketenstart einer ägyptischen Pyramide(-nspitze).
  • Der Schmied hat auch Hufeisen für Menschen im Angebot (S. 12).
  • Kolorierungsfehler auf S. 14: Die Hinterachse des Äolomobils sieht nach Metall statt Holz aus.
  • Auf S. 15 wird das ungeschriebene Gesetz befolgt, wonach bei einem solchen Unfall immer ein Rad davonrollen muss.
  • Der Marienkäfer beobachtet Califax und die Ratte auf S. 15.
  • Ein Schild verweist auf einen Rastplatz für Dromedare (S. 18).
  • Der schwer angeschlagene Califax fühlt sich in seine dunkle Vergangenheit als Erbprinz Rudi zurückversetzt und wünscht Gänsebraten mit grünen Klößen zu essen. Hopp, hopp!
  • In Rom versucht jemand eine Säule über das Forum zu schieben. Ein anderer Römer führt seinen Hund Gassi (S. 40).
  • Auf S. 41 (Mitte) hat ein Senator zwei Becher vom "Café ROMA" vor sich stehen; einer mit einem Soft-Drink und Strohhalm und einer mit Popcorn.
  • Nach Heft 459 entwickelt Titus schon wieder eine Vorliebe für Tierfutter (S. 46).
  • Auf S. 49 gibt Titus sinngemäß Goethes König Thoas aus Iphigenie auf Tauris wieder. (Goethe: "Du sprichst ein großes Wort gelassen aus" vs. Titus: "Ein großes Wort, gelassen ausgesprochen.")

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Das Heft wurde im Newsletter 244 beworben.
  • Mit einem Smartphone und der darauf installierten App MOSAIK Magic kann man sich die Skizze für die Titelseite anzeigen lassen.

[Bearbeiten] Externe Links

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