Mosaik von Hannes Hegen 38 - Maschine CB-5 in Gefahr

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Januar 1960
Nachdruck in Ein rätselhafter Fund
Reprintmappe IV
Umfang 24 Seiten
Panel 103 + Titelbild
Katalog 1.01.038
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Neos-Serie
Kapitel: Luftfahrt-Kapitel
Heft davor Maschine CB-5 auf Prüfstand
Heft danach Ein rätselhafter Fund

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: anonymer Erzähler und Lexi
Weil er und sein Bruder bald Geburtstag feiern, kommt Professor Schluck in die Hauptstadt der Republikanischen Union. In einem Antiquitätengeschäft will er das unter den Brüdern übliche absurde Geschenk kaufen. Nachdem ihm der Verkäufer einige mehr oder weniger passende, mögliche Präsente vorgeführt hat, entscheidet sich der Professor für den Panzer einer Riesensuppenschildkröte. Nach einem kurzen Intermezzo mit einem ausgestopften Löwen, vor dem sich der ängstliche Akademiker unter dem Schildkrötenpanzer versteckt, verläßt Professor Schluck den Laden und begibt sich zur Wohnung seines Bruders. Den schweren Schildkrötenpanzer wird ein Dienstmann anliefern. Als der Professor in der Wohnung seines Bruders eintrifft, zeigt sich, dass er ihm in seiner Zerstreutheit nicht nachsteht: Er sieht in den Spiegel, hält das eigene Spiegelbild für seinen Bruder, will ihn umarmen und zerbricht dabei den Spiegel. In diesem Augenblick kommt Doktor Schluck nach Hause. Der Professor fürchtet den Tadel seines Zwillingsbruders, stellt sich auf die andere Seite des Spiegelrahmens und tut so, als ob er das Spiegelbild des Angekommenen wäre. Dieser fällt zunächst darauf herein und kommt erst etwas durcheinander, als ihm sein Ebenbild Feuer gibt. Bevor dieses merkwürdige Geschehnis aufgeklärt werden kann, wird der Doktor jedoch von Tonio Turbo und den Digedags zur Abnahme des neuen Flugzeugs CB-5 abgeholt.
Die Digedags freuen sich bereits auf den Jungfernflug, doch zuvor müssen sie noch ihre Flugtauglichkeit unter Beweis stellen. Nach der Feststellung ihres Lungenvolumens (Dag betrügt), dem Test des Kniesehnen-Reflexes und einigen Runden in der Zentrifuge wird ihnen jedoch vom Flugarzt völlige Fluguntauglichkeit bescheinigt. Selbstverständlich sinnen die Digedags auf einen Weg, auch ohne Genehmigung am Probeflug teilzunehmen. Die modernen Fluggeräte auf dem Rollfeld des Hauptstadtflughafens interessieren sie unter diesen Umständen kaum, zumal Turbo keine Zeit für weitergehende Vorführungen hat - die CB-5 ist schon startklar.
Zur gleichen Zeit kommt Professor Schluck auf das Rollfeld, wo er seinen Bruder sucht. Er wird prompt mit ihm verwechselt und von einem Flugzeugmechaniker nach einem möglichen Defekt am Fahrwerk befragt. Der ahnungslose, aber hilfsbereite Professor gibt einen völlig abwegigen Hinweis zur Behebung des Schadens. Er wird auch vom Testflug-Inspektor mit seinem Bruder verwechselt und trotz seines Sträubens ebenfalls an Bord des Flugzeugs gebracht, wo sich sein Bruder schon befindet.
Der Probeflug wird mit Bravour absolviert - bis unmittelbar vor der Landung das schon vor dem Start beanstandete Fahrwerk auf der Steuerbordseite klemmt. Tonio veranlaßt die Evakuierung der Maschine, der Inspektor übernimmt die Ausführung. Ohne größeren Aufhebens befördert er den zitternden Doktor Schluck aus der Maschine und wirft gleich darauf den Professor - den er natürlich für den Doktor hält - ohne lange zu fackeln hinterher. Glücklicherweise begegnen sich die Brüder in der Luft und können sich an denselben Fallschirm hängen. Mit Sorge beobachten die Digedags die Evakuierung aus ihrem Versteck. Als alle von Bord sind, verlassen sie ihre Kiste und gehen zu dem überraschten und ärgerlichen Tonio in das Cockpit. Da sich keine Fallschirme mahr an Bord befinden, ist ein Absprung der beiden blinden Passagiere unmöglich. Tonio macht aus der Not eine Tugend und läßt sich von den beiden bei der Bewältigung der Situation helfen: Dig wird als Notpilot eingesetzt, während Dag unter eine Abdeckung kriechen und dort unter Tonios Anleitung das Leitungsleck mit einem Taschentuchknebel behelfsmäßig abdichten muß. So kann das Fahrwerk ausgefahren und das Flugzeug gelandet werden. Der Testpilot Tonio wird als Held gefeiert, weist aber bescheiden auf das Verdienst der Digedags hin, ohne die er das Flugzeug kaum hätte landen können.
Die Digedags geben zu, dass ihr Verhalten ziemlich leichtsinnig war. Unterdessen gelangen auch die Schluck-Zwillinge an den Ort der Landung. Sie waren über einem See in der Nähe niedergegangen und wurden von dem aufmerksamen Dienstmann gerettet - unter Benutzung des Schildkrötenpanzers als Wasserfahrzeug und eines Universal-Küchengerätes als Antrieb.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Die Seiten 5/6 erinnern an eine Szene aus dem Film "Sieben Jahre Pech", in welchem die Schauspieler Theo Lingen und Wolf Albach-Retty nahezu die gleichen Handlungen durchführten, wie (später) die Schlucks hier im Heft.
  • Auf dem Cover wird dargestellt, wie die beiden Schlucks, der Inspektor und ein weiterer Teilnehmer am Testflug mit Fallschirmen abspringen. Das Bild ist eine Variation des Panels S. 20, links oben.
  • Der Flugtauglichkeitstest für die Digedags ist eigentlich absurd. Im vorvorigen Heft haben sie erst den Flugschein für ihr Sportflugzeug gemacht, auch einen Raketenstart (25), einen Raumflug, einen Mond- und einen Marsspaziergang haben sie schon mitgemacht - und das alles ohne Probleme.
  • Auch auf dem Neos gibt es Probleme mit dem Artenschutz: die Riesensuppenschildkröten sind alle ausgestorben, weil sie zu Suppe verkocht und aufgegessen wurden.
  • Der Testflug-Inspektor wirkt wie eine Karikatur von Theo Lingen.

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

  • Auf der Mittelseite stellt Lexi zum größten Teil realexistierende Experimentalflugzeuge der damaligen Zeit vor.
  • Auf der Rückseite präsentiert er einen Flugsimulator.

[Bearbeiten] Mitarbeiter (unter Vorbehalt)

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Dieses Heft - das erste im neuen Verlag Junge Welt - enthielt keine Beilage.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde textlich und bildlich unverändert auf holzfreiem Papier gedruckt. Diese Hefte wurden an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.

[Bearbeiten] Externe Links

Persönliche Werkzeuge