Mosaik von Hannes Hegen 149 - Die Rübensteiner Festspiele

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Stammdaten
Titelbild Erschienen April 1969
Nachdruck in Ritter Runkels große Stunde
Reprintmappe XIII
Umfang 24 Seiten
Panel 51 + Titelbild
Katalog 1.01.149
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Rings um den Rübenstein
Heft davor Ritter Runkel auf Abwegen
Heft danach Der Sturm auf die Kuckucksburg

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: die Digedags in der dritten Person.
Die Familie von Rübenstein und die Digedags sitzen am kargen Mittagstisch. Ritter Runkel ist nach seinem verunglückten Raubritterabenteuer vor einigen Tagen besonders geknickt. Als daher der Burgwächter die Ankunft einer Gauklertruppe namens Meister Balduins Bunte Bühne meldet, will er sie gleich wieder fortschicken. Adelaide ist jedoch anderer Ansicht, und da sie in ihrer Ehe die Hosen anhat, führen Meister Balduin und seine Truppe in der Burghalle das Stück Drachenkampf im Orient oder Die geraubte Prinzessin auf. Runkel, der schon befürchtete, Witze aus der Zeit der Nibelungen anhören zu müssen, ist sichtlich erfreut; immerhin kennt er sich mit diesem Thema ebenfalls aus.
Was er dann zu sehen bekommt, regt ihn jedoch ziemlich auf. Als Spezialist beim Thema "Drachenkampf" hat er allerhand an der spärlichen Ausstattung des Stücks auszusetzen. Balduin schlägt ihm daher vor, sich zusammenzutun und ein richtig großes Theaterstück auf die Beine zu stellen. So werden die Rübensteiner Festspiele ins Leben gerufen; beim kommenden Jahrmarkt von Freistadt soll das Stück uraufgeführt werden. Von den erwarteten Einnahmen erhofft sich Runkel das Ende seiner Geldsorgen.
Die Digedags sind gerne bereit, mitzuarbeiten, und nachdem auch die restliche Familie überzeugt ist, machen sich die Gauklertruppe, Runkel, die Digedags sowie Hinz und Kunz auf den Weg nach Freistadt. Dort errichten sie auf dem Marktplatz eine große Bühne und basteln die Requisiten. Die Digedags z.B. haben einen dreiköpfigen Drachen gebaut und sich auch um das Problem mit dem fliegenden Teppich gekümmert: Runkel soll auf einem mit einem Teppich bedeckten Brett, das über eine Rolle an einem zwischen Bühne und Rathaus gespannten Seil hängt, sitzen und sanft im richtigen Moment in die Handlung hereinschweben. Der Ritter will das gleich ausprobieren, findet die Geschwindigkeit jedoch zu langsam und kappt das Haltetau. Dadurch rast er mit einem Affenzahn auf die Bühne zu, wo gerade der Drache herumsteht und nicht rechtzeitig aus der Einfallschneise kommt - Runkel rammelt das mit drei Mann besetzte "Ungeheuer" einfach um, womit die Generalprobe als glücklich missglückt bezeichnet werden kann.
Von der Schenke Zum schwarzen Adler aus beobachten der vermummte Graf Kuck von Kuckucksberg und sein Söldner Schnappzu das Spektakel. Sie beschließen, die Kasse der Rübensteiner Festspiele zu rauben und sich so für die vermasselte Hochzeit mit Adelaide zu rächen. Hurtig reiten die beiden zur Kuckucksburg, wo sich der Graf und seine Söldnerknechte als orientalische Krieger verkleiden. Dann geht es zurück nach Freistadt; dort hat inzwischen das Stück begonnen. Runkel ist hochzufrieden mit den Einnahmen und plant schon weitere Gastspiele beim Reichstag zu Regensburg und beim Kölner Karneval.
In dem Stück erzählt zunächst die Prinzessin Fatima ihrem Vater, dem Sultan (gespielt von Meister Balduin persönlich), dass ihr ein böser Zauberer im Traume erschienen sei und sie zu rauben beabsichtige. Da tritt Runkel auf und verspricht, für die Sicherheit Fatimas zu sorgen. In diesem Moment stürmen der Kuckucksberger und seine falschen (bzw. echten) Wüstenräuber die Bühne. Sie überwältigen Runkel, verwüsten die Dekoration und verschwinden wieder, wobei sie die von Digedag verwaltete Kasse mitgehen lassen. Die Digedags befreien den Ritter, doch an eine Verfolgung ist zunächst nicht zu denken. Das Publikum, das den schändlichen Überfall als Teil des Stücks sieht, rast vor Begeisterung. Die Schauspieler machen gute Miene zum bösen Spiel und bedanken sich - leider müsse die Vorstellung aber aus "technischen Gründen" unterbrochen werden, die Fortsetzung werde man zeitnah ankündigen.
Bedrückt verlassen die Rübensteiner Freistadt. Runkel schwört Rache und die Digedags wollen ihn dabei unterstützen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.

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