Löwe Leo

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Der Löwe in der Kiste

Löwe Leo ist eine Tierfigur in der Don-Ferrando-Serie. Er tritt wahrscheinlich sowohl im Don-Quixote-Kapitel als auch im Dschuha-Kapitel auf. Seinen ersten großen Auftritt hat er als der Trumpf des Scheichs der Habikhjebikh. Außerdem ist er auf dem Dr.-Quendt-Poster als LÖWE zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Löwe in der Kiste

Der Scheich, Don Quixote und Sancho Pansa benötigen eine List, um mit den Kriegern des Berberstamms in die Verbotene Stadt zu gelangen und die Abrafaxe, die Inka-Prinzessin, Don Alfonso und Chico zu befreien. Diese stehen dort als entlaufene Sklaven vor Gericht. Ihnen droht die Todesstrafe.

Als die Verhandlung auf dem Marktplatz stattfindet, zieht unerwartet ein Pilgerzug durch die Stadt. Die Pilger möchten den letzten Wunsch eines frommen Einsiedlers erfüllen und seine Gebeine zur Moschee bringen. Die große Kiste, die die Pilger mitführen, erregt das Misstrauen des obersten Richters und er verlangt, dass sie geöffnet wird. Heraus springt ein Löwe. Bei den Pilgern handelt es sich um den Scheich und die Stammeskrieger der Habikhjebikh, die in dem folgenden Tumult mit den Abrafaxen und ihren Freunden flüchten können.

[Bearbeiten] Ich bin auch ein Löwe, was das Sternbild betrifft

Der Löwe macht nun die Verbotene Stadt unsicher und hat dabei eine Begegnung mit Don Ferrando. Der ist gerade dabei, der Gastfreundschaft des Aga Omar Abu Hakmi zu entfliehen. Er rollt ein Säulenteil auf die Pfote des Löwen und der will sich an dem Zweibeiner rächen. Die Flucht in einen großen Krug bringt dem Don genausowenig Rettung wie seine Anbiederungsversuche. So erzählt er dem staunenden Löwen, er sei sogar ein Artgenosse, jedenfalls vom Sternbild her. Ist das nun eine der tausend Notlügen des Don oder ein Hinweis auf den Geburtstag des Hobby-Sterndeuters? Letztendlich bleibt dem Don nur die Flucht durch ein Loch in der Wand, welches sich als das berüchtigte Skorpionenloch erweist. Aber keine Angst, ihm geschieht nichts.

Der Löwe verklemmt sich mit seinem Kopf in dem Loch und so können die zwei Hundefänger der Verbotenen Stadt ihn fangen. Er soll an einen Wanderzirkus verkauft werden.

[Bearbeiten] Verbindung von zwei Kapiteln?

Wahrscheinlich ist, dass der Hundefänger den Löwen nach Tunis verkaufte, denn da gab es dank des größenwahnsinnigen Dei einen guten Markt für Zirkustiere. Auf dem Transport flieht der Löwe. Eine gequetschte Pfote macht ihm zu schaffen. Califax trifft den Löwen, behandelt die Pfote mit Rosmarinextrakt und macht ihn so zahm. Wie ein Hund folgt er ihm nun nach Tunis.

Doch ist es wirklich der selbe Löwe? Im Text wird es nicht gesagt. Califax verbindet die rechte Vorderpfote, während der Don die Säule auf die linke rollte. So bleibt die Verknüpfung der beiden Löwen eine, wenn auch reizvolle, Vermutung.

Auch bei einem Löwen, der in Heft 7/81 auftritt, könnte es sich schon um Leo gehandelt haben. Als Don Ferrando hilfesuchend beim Berberdorf der Habikhjebikh ankommt, beschleicht ein Löwe die Ziegen und Esel des Stammes. Der Wächter des Berberlagers entdeckt den Löwen und wird von ihm abgelenkt. Das nutzt der Don, um ein Gespräch im Zelt des Scheichs zu belauschen und sich dann auf Schirokko, dem Reitdromedar des Scheichs aus dem Wüstenstaub zu machen.

Dass es sich bei diesem Löwen schon um Leo handelt, ist insofern logisch, da der Löwe für den Kistentrick des Scheichs aus Zeitgründen in der Nähe des Berberlagers gefangen werden musste. Er hat sein Revier dort.

[Bearbeiten] Der Gladiatorenschreck

Auf ihrem Weg nach Tunis kommen die Abrafaxe, Ali, Hauptmann Markos und Leo an den Ruinen von Karthago vorbei. Staunend sehen sie in einem neu gebauten Zirkus zwei Gladiatorentruppen zum Kampf gegeneinander aufgestellt. Das Kampfgetümmel gefällt dem Löwen gar nicht und er geht brüllend dazwischen. "Das war überhaupt nicht ausgemacht!" maulen die Gladiatorendarsteller (denn es handelt sich hier nur um eine Theaterprobe) und nehmen schreiend Reißaus. Der Drehbuchschreiber ist davon so beeindruckt, dass er den Löwen umgehend in sein Drehbuch einarbeitet. Califax ist davon gar nicht begeistert, er will den Löwen nicht hergeben. Erst als Markos und Ali, die als Gladiatorenausbilder und Gaukler beim Zirkus bleiben, versprechen, sich um Leo zu kümmern und der Schreiberling beteuert, dass Tierhetzen und solche Sachen gar nicht in seinem Drehbuch stehen, verabschiedet sich Califax von seinem Schützling.

[Bearbeiten] Löwe vs. Elefantenbulle

Nun beginnt für Leo der Probenalltag. Betreut von Ali lässt er die Regieanweisungen des Drehbuchschreibers (u. a. laut brüllen auf das Stichwort: "Die Römer kommen!") über sich ergehen. Der nervt ihn aber dermaßen, dass er ihn in die Flucht schlägt. Leo verfolgt den armen Dichter in die Zirkusarena, wo der Elefant Hasdrubal den Löwen sieht. Ein Löwe ist zwar für ihn nur ein "kleiner Schäker", aber bei seiner Herde hat der trotzdem nichts verloren. Trompetend geht der Bulle zum Angriff über und vergisst den Dei auf seinem Rücken. Leos Rachedurst ist gestillt, als er den Dichter auf ein Dei-Denkmal gejagt hat, Hasdrubal haut auch das Denkmal noch um.

Der sichtlich geschockte Dichter beschließt, den Löwen aus dem Drehbuch zu streichen. Leo nimmt ihm diese Entscheidung ab und reißt aus dem Zirkus aus. Das erfahren die Abrafaxe bei ihrem Wiedersehen mit Hauptmann Markos.

Über das weitere Schicksal Leos ist nichts bekannt.

[Bearbeiten] Zoologische Einordnung

Dem Verbreitungsgebiet und der Darstellung im Mosaik nach ist Leo ein Berberlöwe (Panthera leo leo).

[Bearbeiten] Der Löwe Leo tritt in folgenden Mosaikheften auf

7/81, 11/81, 12/81, 4/82, 5/82, 6/82, 7/82 (erwähnt)
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