Mosaik von Hannes Hegen 132 - Türkischer Honig für Basra

Aus MosaPedia

(Weitergeleitet von 132)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stammdaten
Titelbild Erschienen November 1967
Nachdruck in Suleikas Hochzeitsgeschenk
Reprintmappe XI
Umfang 24 Seiten
Panel 75 + Titelbild
Katalog 1.01.132
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Im Vorderen Orient
Heft davor An den Ufern des Euphrat
Heft danach Die Nacht im Serail

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person
Die Digedags und Runkel sind zusammen mit den Honighändlern in der Hafenstadt Basra angekommen. Basra hat - nachdem der grimmige Hulagu, ein Nachfolger von Dschinghis Khan, die Stadt zerstörte – viel von seiner einstigen Vormachtstellung als Mittelpunkt des Handels im Orient verloren. Dort wo früher Schiffe mit kostbaren Waren aus Indien, Arabien und Afrika anlegten, hat nun das Kelleg mit den Honighändlern „geankert“.
In Windeseile hat sich die Kunde von dem Floß mit der Süßigkeit „direkt von den Türken“ verbreitet und jede Menge Kauflustige drängen sich um die Anlegestelle. Nachdem die Ware ausgeladen ist, beginnen sie mit dem Verkauf. Doch einen Piaster pro Portion kann nicht jedes Kind für eine Nascherei ausgeben. Da besinnt sich Runkel auf seine hilfreiche Ader und spendiert unter Zuhilfenahme seines kürzlich gefundenen „Familienschatzes“ einige Portionen des Türkischen Honigs.
Zwei Schergen des Scheichs Abdul Ibrahim Ben Feisal Ibn Kassim Abu Simbel werden auf den Tumult aufmerksam und beschlagnahmen unter Verweis auf die fehlende Verkaufsgenehmigung die Ware. Dig und Dag sollen zunächst zwei Töpfe als Kostprobe zum Scheich bringen. Dieser muss sich im Harem von seinen Frauen gerade Vorwürfe über fehlende Belustigungen wie Musik, Tanz, Gaukler oder auch Wein und Zuckerwerk anhören. Mühsam versucht sich der Scheich zu wehren und verweist auf die duftenden Wässer aus Arabien oder die Indischen Räucherkerzen, die er erst neulich habe beschlagnahmen lassen. Doch seine Lieblingsfrau erinnert ihn daran, dass er versprochen habe, Türkischen Honig herstellen zu lassen. Der Scheich will sogleich die Alchimisten nach ihren Ergebnissen befragen, die er mit der Herstellung beauftragt hat. Noch im Gehen wird ihm von den Haremsfrauen mit auf den Weg gegeben, dass er sich einen neuen Harem suchen könne, falls er mit leeren Händen wiederkomme.
Unter diesen Vorzeichen betritt der Scheich die Hexenküche von Bakbak, Bekbek und Bukbuk, die eigentlich zum Goldherstellen angestellt waren. Doch auf massives Drängen der Haremsfrauen hatte der Scheich sie zur Herstellung von Türkischem Honig verpflichtet. Nach Betreten des Laboratoriums werden ihm drei verschiedene Ausführungen des „original Türkischen Honigs“ präsentiert. Bukbuk ist stolz, dem Scheich eine Substanz darbieten zu können, die schon wie echter Honig klebt. Leider klebt die Substanz besser als das Original und der Scheich büßt einen Zahn ein. Der nächste ist Bakbak. Seine Masse sieht wie echter Honig aus und klebt auch nicht allzu doll. Dafür schmeckt sie abscheulich. Für Bekbeks Substanz, die zwar nicht wie echter Honig aussieht aber so schmecken soll, will der Scheich dann nicht mehr das Versuchskaninchen spielen. Er gibt den drei eine letzte Frist, bis zum Ablauf des Tages einwandfreien Türkischen Honig herzustellen – ansonsten würden sie aus dem Palast gejagt.
Wie die drei noch über ihr Schicksal hadern, treten die Schergen Mirza und Fuad zusammen mit den Digedags und den Türkischen Honigtöpfen ein. Nachdem die Alchimisten den Inhalt der Töpfe erfahren haben, bieten sie überglücklich den Schergen an, diese selbst zum Scheich zu bringen. Mirza und Fuad sträuben sich zwar; ein Beutel Goldstücke ändert aber ihre Meinung. Obwohl sich die Digedags als Gehilfen bei den Alchimisten anbieten, werden sie alle fortgeschickt. Als die drei dem Scheich die Töpfe in seinen Harem bringen und den Inhalt als ihre Kreation verkaufen wollen – nach dem Motto: „Wir haben unsere drei Entwicklungen zusammengegossen“ – werden sie von den Digedags belauscht. Am Harem angekommen, werden die beiden mit hineingelassen, da sie Gefäße tragen, in denen von den Haremswächtern weiterer Türkischer Honig vermutet wird.
Im Harem wird zur selben Zeit Abdul Ibrahim Ben Feisal Ibn Kassim Abu Simbel mit Vorwürfen überhäuft. Als die Alchimisten eintreten und den Türkischen Honig präsentieren, verstummen die Frauen sofort. Der Scheich traut dem Frieden jedoch nicht und wählt den Obereunuch Ben Jussuf zum Vorkoster aus. Wider Willen lässt sich dieser einen Löffel des klebrigen Zeugs in den Mund stecken – und ist angenehm überrascht. Nun wollen natürlich auch alle Frauen die Süßspeise kosten, doch der Scheich ermahnt sie, dass es nur eine geringe Menge sei, aber die Alchimisten ja nun unbegrenzt weitere Mengen des köstlichen Honigs herstellen könnten.
Listig teilt der Scheich den Alchimisten mit, dass er sie gern mit Gold belohnen würde, sie sich ja aber auch selbst welches herstellen könnten. Als Bakbak noch mit dem Scheich darüber diskutiert, dass Gold nicht gleich Gold sei, stürmen Mirza und Fuad in den Harem und lassen den Schwindel auffliegen. Zornig lässt der Scheich die Alchimisten aus dem Palast werfen und befiehlt den Schergen, so viel wie möglich des Türkischen Honigs am Hafen zu beschlagnahmen. Dig und Dag, die das Schauspiel in sicherer Entfernung bislang verfolgt haben, stürmen los, um alle zu warnen, werden aber von den beiden Schergen entdeckt. Eine wilde Verfolgungsjagd durch die Gemächer im Harem des Scheichs beginnt, bei der einige Kissen, die von Mirzas und Fuads Säbeln aufgeschlitzt werden, auf der Strecke bleiben.
Als die Federn nur so fliegen, verstecken sich die Digedags unbemerkt in einem begehbaren Kleiderschrank und verkleiden sich als Prinzen. Als sie den Palast verlassen, werden ihnen von zwei Wächtern Strauße zum Ausritt angeboten. Dieses Angebot nehmen die Digedags gerne an, zumal sie nun wesentlich schneller als die beiden Schergen zum Hafen gelangen. Dieser kleine Vorsprung ermöglicht es ihnen, den Großteil des Türkischen Honigs wieder auf das Kelleg zu verladen und abzulegen. Mirza und Fuad müssen sich mit vier halbvollen Töpfen zufriedengeben.
Auf dem Floß äußern Dig und Dag den Wunsch, die beiden im Harem verbliebenen Töpfe wieder zurückholen zu wollen. Runkels Abenteuerlust ist erwacht und er möchte die Digedags begleiten. In einem Nebenarm des Euphrat suchen sie sich einen Anlegeplatz und beratschlagen, wie sie in der Nacht aus dem Palast des Scheichs den Türkischen Honig wieder herausholen können.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Ein Ritter meide das Gedrängel, er sei geduldig wie ein Engel!
  • Ein Ritter in der Fremde draußen sitzt stets zu Pferd, doch nie auf Straußen!
  • Ein Ritter hat noch nie erlaubt, dass ihm ein Scheich den Honig raubt! (alle von Ritter Runkel)
  • Türkischer Honig kostet einen Piaster pro Portion.
  • Man erfährt, dass Hindernislauf über eine halbe Meile eine Spezialität der Digedags ist.
  • Dig ist in Heft 25 schon einmal auf einem Strauß geritten.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Von diesem Heft erschien im Dezember 1967 eine finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier. Mit diesem Heft endete ein über fünf Jahre währender Auftritt der Digedags in Finnland. Dennoch wurden im Heft-Impressum der deutschen Hefte noch bis 1975 Angaben zum Vertriebsweg und zum Heftpreis in Finnland gemacht.

[Bearbeiten] Externe Links

Persönliche Werkzeuge