Kaiser Rudolf

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Kaiser Rudolf ist eine Figur der Wido-Wexelgelt-Serie.

Als Wido Wexelgelt von dem Reichtum träumt, der ihn erwartet, wenn er seinen Inticapac an Aldous Moneypenny verkauft, kommt ihm auch der Kaiser in den Sinn. Er stellt sich vor, nur noch in den allervornehmsten Kreisen zu verkehren. Und "selbst unser Kaiser Rudolf in Prag wird sich freuen, wenn ich ihn zu meinem Geburtstag einlade." Unter den sieben gekrönten Häuptern, die Wido in dem dazugehörigen Bild ihre Aufwartung machen, wird wohl auch Kaiser Rudolf sein - wirklich zu identifizieren ist er allerdings nicht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Der historische Kaiser

Kaiser Rudolf regierte von 1576 bis 1612. Oft wird er zur Unterscheidung von Rudolf von Habsburg auch Rudolf II. genannt. Doch da sein Habsburger Namensvetter und Vorfahr nie Kaiser wurde, ist das nicht zwingend notwendig.

Als Sohn des dem Protestantismus zuneigenden Kaisers Maximilian II. wurde der 1552 geborene Rudolf 1563 an den spanischen Hof geschickt. Dort, bei seinem streng katholischen Onkel Philipp II. wurde er die folgenden Jahre im Sinne des strengen spanischen Hofzeremoniells erzogen. Erst 1571 kehrte er wieder nach Deutschland zurück. Schrittweise wurde er nun Nachfolger seines Vaters (u.a. 1572 zum König von Ungarn gekrönt). Als dieser starb, folgte er ihm als Kaiser nach. Seine Herrschaft zeichnete sich einerseits durch ein großens imperiales Selbstverständnis aus, andererseits war er politisch nur wenig erfolgreich und, begründet durch seine schwache Persönlichkeit, besonders in späteren Jahren weitgehend tatenlos.

Seine Residenz verlegte er 1583 nach Prag - die Erwähnung der Stadt im MOSAIK ist also eigentlich zu früh. Hier entfaltete sein Hof eine große Pracht und zog berühmte Wissenschaftler und Künstler an.

Nach 1600 betrieben seine Brüder immer stärker die Abdankung des als geisteskrank geltenden Rudolfs. 1606 wurde sein Bruder, der spätere Kaiser Matthias, zum Familienoberhaupt ernannt. 1608 musste er ihm zugunsten auf Ungarn, Österreich und Mähren verzichten. Nachdem Matthias 1611 auch noch König von Böhmen wurde, blieb Rudolf bis zu seinem Tod nur noch der praktisch rein repräsentative Kaisertitel.

Seine tatenlose Reichspolitik hat den nur wenige Jahre nach seinem Tod beginnenden Dreißigjährigen Krieg begünstigt.

[Bearbeiten] Habsburger und Welser

Zwar ist der Geburtstagsbesuch Kaiser Rudolfs eine typische widosche Übertreibung, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Der Onkel Rudolfs, Ferdinand II. von Tirol, war nämlich mit Philippine Welser aus der Familie Welser verheiratet. Und die Familie Welser ist das historische Vorbild der Familie Wesler, zu der auch Wido entfernt gehört. Man kann daher sagen, dass Wido im weiteren Sinne mit den Habsburgern verschwägert ist - da kann es schon einmal zu einem "Familienbesuch" kommen.

[Bearbeiten] Externe Links

[Bearbeiten] Kaiser Rudolf gratuliert Wido in folgendem Mosaikheft

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