Mosaik von Hannes Hegen 134 - Im Persischen Golf

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Januar 1968
Nachdruck in Auf dem Weg zur Schatzinsel
Reprintmappe XII
Umfang 24 Seiten
Panel 73 + Titelbild
Katalog 1.01.134
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Im vorderen Orient
Heft davor Die Nacht im Serail
Heft danach Der Muezzin und die Perlenfischer

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person
Die Digedags arbeiten im Hafen von Basra und verdienen sich ihre Piaster mit dem Beladen von Schiffen, die nach Persien und Arabien auslaufen. Sie haben sich fest vorgenommen, mit dem nächsten Segler auch abzufahren, da Scheich Abdul Ibrahim wegen der geraubten Töpfe mit dem Türkischen Honig immer noch nach ihnen fahnden lässt. Außerdem wollen sie in China ihren Gefährten Digedag finden. Und schließlich sucht Runkel ja immer noch nach einem Schatz für seine Braut Adelaide.
Urplötzlich erscheinen die Schergen Mirza und Fuad im Hafen und durchsuchen die Läden des Basars. Dig und Dag schwant nichts Gutes und auch der alte Fuhrmann, der sie zum Hafen gebracht hat, rät ihnen, sich in Sicherheit zu bringen und am besten an Bord des Seglers nach Ormuz zu gehen. Auch Bakbak, Bekbek und Bukbuk erinnern sich an ihre Schandtaten im Palast des Scheichs und halten es für besser, sich zu verstecken.
Am Stand eines Teppichhändlers glauben die beiden Schergen einen der Goldmacher erkannt zu haben und wollen ihn durch Herunterreißen seiner Maske entlarven. Doch der vermeintliche Goldmacher entpuppt sich als Muezzin, der vom Minarett die Gläubigen zur Andacht ruft und der Bart als echt. Die Schergen suchen unter wüsten Beschimpfungen des Moscheeangestellten das Weite.
Dieser begibt sich ärgerlich ebenfalls zum Segler nach Ormuz, um sich an einen anderen Ort bringen zu lassen. Basra ist für ihn keine erträgliche Stadt gewesen. Die Spenden der Gläubigen waren dürftig und der Scheich gab nie etwas. In Ormuz soll daher alles besser werden. Der Kapitän (Nakhoda) des kleinen wendigen Seglers (einer Dhau) namens Hussein Ben Sofuk ist gern bereit, Passagiere mitzunehmen, und verlangt für die Überfahrt drei Zechinen und fünfzehn Piaster. Runkel bezahlt widerwillig für die Digedags und sich die Reise und hat damit den gehobenen „Familienschatz“ fast aufgebraucht. Der Muezzin zahlt in Erwartung einträgiger Geschäfte in Ormuz bereitwillig den Reisepreis. Kurz vor der Abfahrt bring der Böttcher dann noch das vom Kapitän georderte große Fass, welches sogleich mit Trinkwasser gefüllt werden soll. Doch das Fass ist bereits voll. Die drei Goldmacher hatten es als Versteck auserkoren und werden so nun erst einmal als blinde Passagiere verdächtigt. Bukbuk bezahlt großzügig den Fahrpreis, wodurch er sich bei dem Kapitän noch verdächtiger macht. Eine „Zahnprobe“ des falschen Goldes fördert die Wahrheit zu Tage. Erzürnt fordert der Kapitän echtes Geld und erhält dieses dann unter fadenscheinigen Entschuldigungen.
Da alle Passagiere an Bord sind und ihren Reisepreis entrichtet haben, legt die Dhau ab. Während der Überfahrt ist es üblich, dass der Schiffszimmermann aus mitgebrachten Hölzern ein Boot baute, welches am Ende der Reise verkauft wird. Der Muezzin will es sich auf dem Bauholz bequem machen, wird aber unsanft von dem Zimmermann Ali el Hanef verjagt.
Währenddessen legt die Dhau am Ufer an, wo sich die letzte Zollstation des Scheichs Abdul Ibrahim befindet. Zwei Zöllner eilen herbei, um das Schiff zu kontrollieren. Runkel und die Digedags verstecken sich vorsorglich in den Falten des gerefften Segels. Die Zöllner haben in der Zwischenzeit den Muezzin entdeckt, der es sich, auf seinem Teppich sitzend, wieder auf dem Holzstapel des Zimmermanns bequem gemacht hat. Ein Vogelsymbol auf dem Teppich erregt die Aufmerksamkeit der Zöllner. Seit der Zeit Harun al Raschids gibt es nämlich ein Ausfuhrverbot für fliegende Teppiche. So kommt es, dass die Zöllner die Flugtauglichkeit des Teppichs testen und dazu diesen mitsamt dem Muezzin über Bord werfen. Fliegt er, wird er beschlagnahmt; fliegt er nicht, haben die Zöllner nichts falsch gemacht! Die Männer der Schiffsbesatzung ziehen den Muezzin nach diesem Streich aus dem Wasser.
Die Zöllner verlassen die Dhau und der Nakhoda lässt die Segel setzen. Dabei purzeln die Digedags und Runkel herunter, wobei der Ritter direkt auf den gebeutelten Muezzin fällt. Schnell klären die Digedags noch auf, warum sie sich versteckten, und dann geht es weiter. Auch Ali el Hanef will sein Boot weiterbauen, doch auf dem Bauholz sitzt schon wieder der Muezzin. Die Digedags bieten dem Zimmermann ihre Hilfe an, der sich vergebens bemüht, diesen loszuwerden. Zu diesem Zweck werden die Goldmacher um Rat befragt. Bukbuk hat das passende Mittel, die Spezialmischung „Tausendundeine Nacht“ mit dem aktiven Traumwirkstoff, und nimmt Runkel dafür dessen allerletze fünf Piaster ab. Diese wird dem Muezzin verabreicht, der daraufhin sofort einschläft. Nun kann Ali el Hanef sein Boot bauen, wobei ihm die Digedags und Runkel helfen.
Der Zufall will es, dass dem schlafenden Muezzin ein Korb mit Stoffen auf den Kopf fällt und er unbemerkt von den Digedags aufwacht. So hört er auch, dass die Digedags sich zu dem Streich mit dem Schlafmittel gegenseitig beglückwünschen. Der Muezzin will sich rächen und kauft den drei Alchimisten einen vermeintlichen Knalltopf ab, mit dem er den Digedags noch wochenlang dröhnende Ohren bescheren will. Aus einem Versteck heraus wirft er den Knalltopf, der genau vor den Nasen der Digedags explodieren soll. Doch er fliegt vorbei und zerschellt auf dem Achterdeck, wo der Nakhoda und der Steuermann stehen und sich nun eine große Qualmwolke ausbreitet. Es zeigt sich, dass der Knalltopf in Wirklichkeit ein Qualmtopf war. Der Steuermann hat keine Sicht mehr und überfährt mit der Dhau ein Perlenfischerboot. Die Perlenfischer - Hamid und seine Gefährten - können sich gerade noch rechtzeitig ins Wasser retten.
Der Nakhoda hat das Unglück bemerkt und lässt die Dhau wenden. Die wütenden Fischer werden an Bord genommen und erklären verzweifelt, dass ihr Boot ihre einzige Habe war und sie nun zu Bettlern werden. Doch der Kapitän weiß Rat. Zunächst wird erst einmal mit den Streithähnen abgerechnet. Jeder, der an dem Unglück einen Anteil hatte, erhält eine Schelte – angefangen von Ali el Hanef über die Digedags und Runkel bis hin zu dem Muezzin. Ihn trifft es dann auch besonders hart. Er muss für zwanzig Zechinen Ali el Hanef das erbaute Boot abkaufen und es den Fischern geben. Ihm bleibt lediglich die Hoffnung, dass er in Ormuz diesen Verlust wieder ausgleichen kann.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Drei Zechinen und 15 Piaster entsprechen umgerechnet sechs "harten deutschen Reichstalern".
  • Harun al Raschid hat ein Ausfuhrverbot und ein Flugverbot für fliegende Teppiche erlassen.
  • Wir erfahren, dass der Deghri die muslimische Mittagsandacht ist.
  • Auf S. 13 schauen die Digedags und Ritter Runkel interessiert zu, wie Musa Ibn Abdallah wieder an Bord geholt wird. Eigentlich müssten sie aber noch in den gerefften Segeln versteckt sein, in die sie auf S. 11 kletterten und aus denen sie auf S. 14 purzeln.
  • Im Heft wird mehrfach aus dem Koran zitiert. Die Versnummern variieren jedoch in den verschiedenen Koranausgaben. Viele andere Sprüche, die sich auf den Koran beziehen, können nur schwer zugeordnet werden.

Verstext im Mosaik (S. 15)
2. Sure, 159. Vers

Siehe, in der Schöpfung von Himmel und Erde,
und im Wechsel der Nacht und des Tages,
und in den Schiffen, welche das Meer durcheilen
mit dem, was den Menschen nützt,
und was Allah vom Himmel niedersendet an Wasser,
womit er die Erde belebt,
und was er auf ihr ausbreitet an allerlei Getier,
und in dem Wechsel der Winde und der Wolken,

wahrlich, darinnen sind der Zeichen viele für die Gläubigen!

Verstext in der Übersetzung von Ahmadeyya
2. Sure, 164. Vers

In der Schöpfung der Himmel und der Erde
und im Wechsel von Nacht und Tag
und in den Schiffen, die das Meer befahren
mit dem, was den Menschen nützt,
und in dem Wasser, das Allah niedersendet vom Himmel,
womit Er die Erde belebt nach ihrem Tode
und darauf verstreut allerlei Getier,
und im Wechsel der Winde und der Wolken,
die dienen müssen zwischen Himmel und Erde,
sind fürwahr Zeichen für solche, die verstehen.

Verstext im Mosaik (S. 16)
2. Sure, 153. Vers

Wer aus freien Stücken Gutes tut,
siehe, dem ist Allah dankbar.

Verstext in der Übersetzung von Rassoul
2. Sure, 158. Vers

Und wenn einer freiwillig Gutes tut,
so ist Allah Erkenntlich, Allwissend.

Verstext im Mosaik (S. 18)
5. Sure, 43. Vers

Wer sich aber nach einer Sünde bessert,
siehe, dem verzeiht Allah.

Verstext in der Übersetzung von Ahmadeyya
5. Sure, 39. Vers

Wer aber nach seiner Sünde bereut und sich bessert,
gewiss, ihm wird Sich Allah gnädig zukehren,
denn Allah ist allvergebend, barmherzig.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.

[Bearbeiten] Externe Links

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