Mosaik von Hannes Hegen 106 - Der neunköpfige Drache

Aus MosaPedia

(Weitergeleitet von 106)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stammdaten
Titelbild Erschienen September 1965
Nachdruck in In den Bergen Dalmatiens
Reprintmappe IX
Umfang 24 Seiten
Panel 65 + Titelbild
Katalog 1.01.106
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Seeräuberburg
Heft davor Die Seeräuberburg
Heft danach Die Befreiung der Prinzessin

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person
Die Digedags, Ritter Runkel und die Besatzung der Mirabella wurden von den Teufelsbrüdern ausgeraubt und mit Spott aus der Burg gejagt. Verzweifelt blicken sie auf ihr bewachtes Schiff, als plötzlich ein nächtliches Gewitter den Mond verfinstert. Eine Windböe und ein greller Blitz schrecken sie auf. Die Männer beschließen, sich in den Bergen einen Unterschlupf zu suchen. Bald finden sie eine Höhle, bei der Runkel aber zur Vorsicht mahnt. Er vermutet darin ein Ungeheuer oder gar einen Drachen. Die Digedags fordern ihn auf, mal nachzusehen, da er ja Spezialist auf diesem Gebiet ist. Runkel fühlt sich geehrt, weil seine Überlegenheit endlich einmal anerkannt wird. Er geht mutig in die Höhle hinein, doch dann rumort es und schlotternd vor Angst stürzt er wieder heraus. Dabei stolpert er über Dig und Dag, die nun wissen wollen, was er aufgestöbert hat. Völlig verstört erzählt er, dass ein Drache mit neun Köpfen in der Höhle haust.
Dig ist bereits gescheitert ...
Die Digedags glauben nicht an solchen Unsinn und wollen selbst mit einer Fackel nachsehen. Dazu besorgt sich Dag trockenes Holz, während Dig zwei Feuersteine einsammelt. Er will Dag beweisen, dass er damit schneller Feuer machen kann. Als er die Steine zusammenschlägt, ist leider sein Daumen dazwischen. Während er seinen Versuch mit Schmerzen abbrechen muss, hat Dag mit seinem Feuerbohrer mehr Erfolg. Sein Holz beginnt zu qualmen und er pustet vorsichtig in die kleine Flamme. Aber als ein Schweißtropfen in die Glut tropft, zischt es und auch sein Versuch ist gescheitert. Verärgert ruft er, dass der Blitz dreinschlagen soll. Und wie auf Bestellung trifft im nächsten Moment ein Blitz den vertrockneten Baum neben ihnen. Verblüfft nehmen sie sich nun mühelos ihre Fackel. Als sie damit in die Höhle hinein leuchten, zählen sie achtzehn funkelnde Augen. Also hatte Runkel wohl doch recht …
Im nächste Moment kommt das Ungeheuer aus der Höhle und die Digedags zählen neun Wildkatzen, die über sie hinweg springen. Runkel rennt in seiner Panik los und glaubt, dass der neunköpfige Drache ihm folgt. Als die Digedags ihn darauf aufmerksam machen, dass es nur Katzen sind, gibt es großes Gelächter. Nun beginnt es zu regnen und alle stürzen in den engen Höhlengang. Jeder will der erste sein, aber bei der Drängelei bleiben alle im Gang stecken. Zum Glück sind Dig und Dag mit ihren Fackeln bereits in der Höhle. Sie ziehen einen nach den anderen heraus, bis alle bequem im Trockenen sitzen.
Während die Teufelsbrüder bei Braten und Wein in der Burg feiern, müssen Enterhaken-Ali und Krakenzahn die Mirabella bewachen. Missmutig stöbern sie auf dem Schiff nach vergessenen Hühnern herum, aber sie finden nur noch eine Kiste Schiffszwieback. Krakenzahn stürzt sich auf das harte Zeug und probiert gleich ein Stück. Doch zu allem Unglück bricht dabei sein allerletzter Zahn ab, dem er seinen Namen verdankt. Ärgerlich wirft er den Zwieback über Bord und wünscht sich, dass die Haie daran zugrunde gehen. Doch da kommt die freche Gans angeschwommen und schnappt sich das Stück. Die beiden Teufelsbrüder denken sofort an einen Gänsebraten und wollen das Tier einfangen. Sie holen sich noch mehr Zwieback, um das Tier zu füttern. Dabei tritt Enterhaken-Ali in einen der leeren Hühnerkäfige, die an Bord herumliegen. Nach einem Tritt landet der Käfig auf dem Kopf von Krakenzahn, der gleich den Zwieback fallen lässt und herumbrüllt. Die Gans macht, dass sie fortkommt und die zwei Seeräuber folgen ihr mit einem Boot.
Inzwischen hat der Regen aufgehört und die ausgeraubten Seeleute erscheinen in der Hafenbucht. Da die Gans die zwei Wächter hervorragend ablenkt, nutzt der Kapitän die Gelegenheit und lässt das Schiff wieder in Besitz nehmen. Sofort werden die Leinen gelöst und das Segel gesetzt. Runkel muss erst nachsehen, ob Türkenschreck noch an Bord ist. Doch die Teufelsbrüder haben auch den alten Traber mitgenommen. Runkel bittet den Kapitän, mit der Abfahrt zu warten, bis er sein Pferd geholt hat. Doch Matto Briso gibt dem Steuermann den Befehl, Kurs auf die offene See zu nehmen. Runkel will über Bord springen und fordert die Digedags auf, ihm zu folgen. Dabei erinnert er sie an ihr Knappengelöbnis und so springen sie vor den Augen von Enterhaken-Ali und Krakenzahn ins Wasser. Die beiden Wächter sind völlig überrascht und flüchten in die Burg. Dort wecken sie die schlafende Bande und berichten, dass das Schiff gestohlen wurde. Die Teufelsbrüder greifen zu ihren Waffen und laufen hinaus. Dort begegnen sie dem Rübensteiner und seinen Knappen. Runkel fordert wütend sein Pferd zurück, aber die Seeräuber nehmen die drei kurzerhand gefangen. In der Hoffnung auf ein Lösegeld werden sie in den Burghof geführt.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Die Pechvogelrolle von Krakenzahn und Enterhaken-Ali wird etabliert.
  • Die letzten drei Strophen des Teufelsbrüderliedes werden intoniert. Die ersten sieben Strophen wurden im Heft 105 dargeboten. Dabei kommt es gleich zu zwei Anachronismen: Taler werden erst seit Anfang des 16. Jh. geprägt, etwa zur gleichen Zeit, zu der die ersten aus der Neuen Welt stammenden Tomaten nach Europa kommen.

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

Die Digedags kündigen einen neuen Sammelband an

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Damit die Druckvorlagen für den späteren Druck des Sammelbandes In den Bergen Dalmatiens nicht verändert werden mussten, laufen die Seitenzahlen in diesem Heft nicht von 1-24, sondern von 49-72.
  • Das Bild auf der Rückseite wurde bei den für den Vertrieb in der DDR vorgesehenen Normalausgaben auf holzhaltigem Papier im oberen Bereich beschnitten, nach oben verschoben und unten durch den Hinweis auf den zweiten Sammelband ergänzt.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde textlich und bildlich unverändert auf holzfreiem Papier gedruckt. Diese Hefte wurden an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Eine weitere Auflage des Heftes wurde ebenfalls auf holzfreiem Papier jedoch ohne Impressum auf Seite 23 unten gedruckt. Außerdem wurde hier die Paginierung verändert, denn die Seiten dieses Heftes sind von 1 bis 24 nummeriert. Darüber hinaus zeigt die Rückseite des Heftes ein ganzseitiges und somit unbeschnittenes Abschlussbild, wodurch die bei der Normalausgabe darunter zu findende Buchwerbung entfiel. Diese Hefte waren für den Export vorgesehen und wurden darüber hinaus auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Noch eine weitere Auflage des Heftes wurde auch auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf Seite 23 ein Österreich-Impressum. Auch bei diesen Ausgaben zeigt die Rückseite ein unbeschnittenes Abschlussbild ohne Buchwerbung. Außerdem wurden hier ebenfalls die Seiten von 1 bis 24 nummeriert. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich bestimmt, wurden aber wahrscheinlich zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Auch im Sammelband In den Bergen Dalmatiens ist das komplette Bild der Rückseite ohne Buchwerbung zu sehen.
  • Von diesem Heft erschien im Oktober 1965 eine finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier.


[Bearbeiten] Externe Links

Persönliche Werkzeuge