Mosaik von Hannes Hegen 62 - Im Lande der Saurier

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Januar 1962
Nachdruck in
Umfang 24 Seiten
Panel 77 + Titelbild
Katalog 1.01.062
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Weltraum-Serie
Kapitel: Evolutions-Serie
Heft davor Der Lurch mit der Brille
Heft danach Die Reise nach England

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: anonymer Erzähler
Das Raumschiff XR 8 ist schon vor einigen Wochen auf einem weiteren Kontinent des Planets Karbones gelandet. Nun endlich ist aus den Schachtelhalmen und Riesenfarnen der Umgebung genug Sägemehl hergestellt worden, dass Ehrenfried Stopfer seinen Sonderauftrag vom Naturhistorischen Museum auf dem Neos erfüllen kann: einen ganzen Brontosaurus zu fangen und auszustopfen. Mit dem Kleinflugzeug MF-3 will er jetzt quer über das nahe Meer zu einer gegenüberliegenden Halbinsel fliegen, wo die Forscher der XR 8 Dinosaurier gesichtet haben. Die Digedags als "Experten für listenreiche Fangmethoden" dürfen ihn begleiten.
Das erste Missgeschick ereignet sich bereits auf dem Flug. Ein Pteranodon wird von den Auspuffgasen magisch angezogen und folgt dem Flugzeug aufdringlich. Bei einem Looping, mit dem das Urzeitviech abgeschüttelt werden soll, verliert man dummerweise die Hälfte des Sägespanvorrats. Da der Flugsaurier dadurch zu niesen beginnt, schütten ihm die Digedags kurzerhand auch noch den Rest in die Nase und können ihn so scheinbar loswerden.
Nach der Landung müssen die beiden "Experten" also neues Sägemehl herstellen, denn der Tierpräparator hat ein Auge auf einen brachialen Brontosaurus geworfen. Die Späne ergeben einen ganz vorzüglichen Tabak, wie Stopfer anerkennend feststellt. Allerdings halten ein paar herumstehende Saurier den Pfeifenqualm für sehr störend, und ein Triceratops stürzt sich auf die drei Eindringlinge. Zwar verfängt sich das Tier mit seinem Horn in dem Baum, auf den sich Stopfer geflüchtet hat, doch nahen schon sein großer Bruder und weitere Saurier. Mit Hilfe von Stopfers rotem Hemd können die Digedags diese Ungetüme ablenken und wie Stiere an der Nase herumführen, bis sie alle eine Klippe hinunter ins Urmeer stürzen. Derweil hat das erste Triceratops den Baum mit Stopfer entwurzelt und schleudert den armen Präparator auf den Rücken eines Brontosaurus, von wo er unter Schmerzgeheul den gezackten, langen Hals herabrutscht und in einem Tümpel landet. Hier holen ihn die Digedags ab und zu dritt gehen sie zurück zum Flugzeug.
Die Digedags bei ihrem Flug auf dem Pteranodon über den Sauriern aus dem Urmeer
Dummerweise hat sich hier in der Zwischenzeit das Pteranodon eingefunden, den Tank geöffnet und den ganzen Benzinvorrat ausgesoffen. Fröhlich herumtorkelnd und jauchzend, wird das Tier leicht von den drei Unglücksraben eingefangen. Da die Bordbatterie auch hinüber ist, kann man nicht einmal per Funk um Hilfe rufen. Guter Rat ist daher wieder teuer. Dig hat nun die Idee, auf dem Pteranodon zum Raumschiff zurückzufliegen, und Dag erinnert sich an den Reservebenzinkanister. Mit Hilfe eines Trichters und eines Schlauches kann man dem Tier kleine Rationen Benzin einflößen und es so gefügig machen. Stopfer und die Digedags setzen sich also auf den Rücken des Flugsauriers und steigen mit ihm in die Lüfte. Nachdem sie eine Weile gefolgen sind, sinkt der müde Saurier immer tiefer und droht, ins Urmeer zu stürzen. Dort lauern bereits viele hungrige Meeressaurier. Zum Glück hat Stopfer den Benzinkanister mit ein paar Litern Sprit dabei. Über einen Schlauch flößen sie dem Pteranodon einige Schluck davon ein und schon geht es wieder flott in eine größere Höhe. Bald kommt die Küste in Sicht und zur Belohnung erhält ihr Flugsaurier die restliche Portion Benzin. Das bekommt ihm überhaupt nicht. Er verliert die Besinnung und sinkt in steilen Kurven zu Boden. Die Digedags und Meister Stopfer versuchen, ihn mit Kitzeln wieder aufzuwecken. Das gelingt Dig aber erst mit einer kalten Dusche aus seinem Tropenhelm. Der Pteranodon springt auf, schlägt wild mit seinen Flügeln und fliegt davon.
Unsere drei Ausflügler suchen ihre Siebensachen zusammen und legen die restlichen zwei Kilometer zur Rakete zu Fuß zurück. Bhur Yham ist natürlich nicht begeistert, als sie ihm den Verlust des Flugzeugs gestehen. Überhaupt glaubt er ihnen von der ganzen Geschichte kein Wort.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Mit dem roten Hemd von Herrn Stopfer lassen die Digedags gleich drei Saurier von der Steilküste ins Meer springen. Dabei kommentieren sie alles mit einem lustigen Saurier-Lied.
  • Auf der Rückseite sind zwei Dinosaurier und drei Flugsaurier abgebildet. Die Vorlagen dafür finden sich in dem Buch "Tiere der Urzeit" von Josef Augusta mit Zeichnungen und Ölmalereien des bekannten Künstlers Zdenek Burian (Artia Verlag 1956). Alle Motive sind, um die Herkunft der Vorbilder etwas zu verschleiern, seitenverkehrt abgezeichnet worden. Lona Rietschel sagte dazu in einem persönlichen Gespräch einmal "Durchrietscheln" und schmunzelte dabei.
    • Brachiosaurier: Tafel 26,
    • Flugsaurier links (Rhamphorhynchus): Tafel 21,
    • Die beiden anderen Flugsaurier (Pteranoda): Tafeln 20 und 23.
  • Möglicherweise ist der Ritt auf dem Flugsaurier eine Vorlage für eine ähnliche Szene in den Abenteuern von Fix und Fax. Zwölf Jahre nach Erscheinen des Mosaiks Nr. 62 – im Februar und März 1974 - bediente sich Jürgen Kieser der Idee des Pteranodons als tierischem Fortbewegungsmittel in zwei Fix-und-Fax-Folgen. Man vergleiche zunächst Mosaik Nr. 62, S. 16ff mit Atze Nr. 2/1974, Rückseite, Fix-und-Fax-Geschichte Nr. 193.
    Die Form, Position und Farbgebung des Flugsauriers ist weitestgehend identisch.
    Der augenfälligste Unterschied zeigt sich darin, wie dem Tier die Landung bekommt. "Kiesers Vogel" schaut -wohl wegen mangelnder Promillezahl- nicht so gelassen drein, wie "Hegens Flieger".
    In beiden Fällen endet die Partie mit einer Bruchlandung (MOSAIK 62, S. 21 unten vs. Fix und Fax 193, letztes Panel), die die Reisenden unbeschadet überstehen, das Fortbewegungsmittel aber außer Gefecht setzt. Der abgestürtzte Saurier liegt dann im Atze-Heft 3/1974, S. 12 oben (Beginn von Fix und Fax 194) ebenso flugunfähig und besinnungslos am Boden, wie bereits im Mosaikheft, S. 22. Auch hier stimmt die Liegeposition genau überein.
    Fix und Fax zerbrechen sich - wie schon 12 Jahre vorher die Digedags - den Kopf, auf welche Weise der Flugsaurier nun wieder ins Leben und in die Lüfte gebracht werden kann. In beiden Fällen gelingt dies mit außergewöhnlichen Einfällen. Fax hat 1974 „...den rettenden Gedanken...“, - so wie bereits 1962 Dig ein „...bewährtes Mittel...“ in den Sinn kommt. Hier wie dort funktionieren die Ideen, und die bruchgelandete Echse kann zu ihren Kameraden zurückkehren. Die Strategien dazu sind allerdings höchst unterschiedlich.

[Bearbeiten] Redaktioneller Teil

  • Die Rückseite des Heftes informiert über verschiedene Saurierarten.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Dies ist das erste Digedags-Heft ohne Sprechblasen. Ab diesem Heft sind die Sprechtexte unter den Panels angeordnet.
  • Eine Leserzuschrift zu diesem Thema wurde vom MOSAIK-Chefredakteur Hans Ehrhardt mit einem Brief beantwortet (Bild 1).
  • Einer Teilauflage des Heftes wurde eine Beilage aus der Reihe Steinchen an Steinchen unter dem Titel Ein kleiner Junge wird ein großer König beigefügt (Bild 2).
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde textlich und bildlich unverändert auf holzfreiem Papier gedruckt. Diese Hefte wurden an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Das Titelbild wurde 1995 auch als Motiv für ein Puzzle verwendet (Bild 3).
  • Dieses Heft wurde 1996 in größerem Format und mit neuer Titelseite als Klassikausgabe veröffentlicht (Bild 4).
  • Motive aus der Handlung sind im Trickfilm Die Digedags in grauer Vorzeit von 1999 zu sehen.

[Bearbeiten] Externe Links

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