Im Zeichen der Rübe

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Titelbilder
Titelbild Beilagen
Stammdaten
Erschienen 16. Dezember 2020
Umfang 56 Seiten HC, fadengeheftet mit Lesebändchen
Auflage 400 Stück
Autor Dirk Seliger
Zeichner Jan Suski
Serie Jahresgaben des MosaPedia e.V.
Gabe davor Der Plan des Generals
Gabe danach noch keine

Im Zeichen der Rübe ist ein Comic von Jan Suski, der von Dirk Seliger geschrieben wurde. Das Layout und die restliche Buchgestaltung, angelehnt an die Ritter-Runkel-Romane von Lothar Dräger, besorgte ebenfalls Jan Suski. Das Buch wurde den Mitgliedern des MosaPedia e.V. als Jahresgabe für das Jahr 2021 zugesandt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Inhaltsverzeichnis

S. 3 ... Im Zeichen der Rübe
S. 42 ... Ein Kreuzzug
S. 43 ... Nachwort

[Bearbeiten] Inhaltsangabe

[Bearbeiten] Inhalt

Die Geschichte spielt im Jahre 1262. Kunibert II. von Rübenstein weilt seit mehr als drei Jahren im Orient. Derweil machen der junge Graf Kuck von Kuckucksberg und seine Spießgesellen die Rübensteiner Lande als Raubritter unsicher. Doch beim Überfall auf zwei fahrende Goldschmiede stellen sie sich reichlich dämlich an und erbeuten nur ein paar Kupfermünzen. Da stellt sich ihnen furchtlos der kleine Heino in den Weg, der gerademal drei Käse hohe Erbe des Rübensteiners ...

Nach einer heißen Diskussion mit dem Kuckucksberger über dessen Verhalten und Heinos Rechte als "amtierender" Herr von Rübenstein, will der Raufbold vor lauter Raserei seinem körperlich unterlegenen Gegenüber ans Leder. Heino ergreift kurzerhand die Flucht, verletzt sich aber bei einem Sprung über ein Hindernis am Bein und verkriecht sich darum in einem Wolfsbau, der bis auf einen Welpen glücklicherweise keine Bewohner mehr hat. Heino und das Wölflein schlafen ein und der Kuckucksberger zieht mit seinen beiden Kumpanen irgendwann unverrichteter Dinge ab. In der Nacht erst wird Heino wach und gibt sich einem besorgten Rübensteiner Suchkommando zu erkennen ...

Heino wird von den Rübensteiner Untertanen zurück auf die Burg gebracht, wo seine treu sorgende Mutter Margarethe nicht recht weiß, wie sie sich ihm gegenüber verhalten soll - herzen oder ausschimpfen? Sie beauftragt dann den Burgalchimisten Scharlatanius mit der Pflege ihres Sprösslings. Dieser stellt einen komplizierten Knöchelbruch fest und verbindet Heinos Bein fachmännisch (wobei der herbeigeeilte Opa Hildfried ob seiner bramarbasierenden Ansichten keine große Hilfe ist). Mutter Rübenstein gibt Heino für die Zeit seiner Genesung in die Hände des Alchimisten, damit dieser ihm Bildung beibringen könne; das geschieht dann auch die nächsten Wochen und Monate. Während nun also der Alchimist Heino unterrichtet, bildet dieser seinen Wolf aus. Ausgerechnet am Ende der Heilung, als Heino seinem Opa zeigen will, was er schon alles kann und ihn deshalb von Wolf "herbeiholen" lässt, entdeckt Scharlatanius das Schwarzpulver und sorgt im Zuge dessen für eine Sprengung seines Labors. Madame Rübenstein, um die Sicherheit der Burg aber auch um das Wohlergehen ihres Sohnes besorgt, verdonnert Heino daraufhin sicherheitshalber dazu, wieder "draußen zu spielen", aber unter Scharlatanius' wachsamem Auge. Der Alchimist genießt die Arbeit an der frischen Luft, Heino hingegen kann sich nur schwer mit der Situation abfinden ...

Scharlatanius will Heino in die Grundzüge der Landwirtschaft und in die Kräuterkunde einweisen. Nachdem sie den Wald durchquert haben, kommen aufgeregte Bauern aus dem Dorf gerannt und warnen sie vor dem Kuckucksberger. Der Rüpel und seine beiden Kumpane preschen mit Pferden heran, doch Heino stellt sich ihnen mutig in den Weg. Scharlatanius bittet ihn, auf Wunsch seiner Mutter jedem Streit aus dem Weg zu gehen. Heino lässt sich überreden, aber als sie gerade gehen wollen, schnappt der Grafensohn eine Beleidigung auf und stürzt den Alchimisten zu Boden. Weil dabei seine Reiseapotheke zerstört wird, platzt Scharlatanius der Kragen. Er wirft eines seiner Fläschchen nach dem Kuckucksberger, der inzwischen Heino verfolgt. Einem der Kumpane gelingt es, das Alchimisten-Wurfgeschoss mit dem Schwert zu zerschlagen. Doch sein Inhalt beschmutzt die beiden Kuckucksberger Begleiter, worauf sich sofort ein Fliegenschwarm auf sie stürzt.

Um Heino zu verteidigen, setzt das Wölflein nun zum Sprung auf den schwertschwingenden Grafensohn an. Der kann jedoch ausweichen und einer seiner Kumpane wird von dem Tier zu Boden gerissen. Scharlatanius will nun auch seinem Schützling helfen. Er nimmt Heino huckepack und rennt zu einem Misthaufen, auf den er den Jungen abgesetzen soll. Als der Kuckucksberger dort ankommt, wird er durch das Wölflein vom Pferd gestoßen und landet im Misthaufen. Heino und Scharlatanius konnten sich zuvor durch einen Sprung in Sicherheit bringen und spotten jetzt über den erfolglosen Angreifer. Der gibt aber noch nicht auf, sondern attackiert sie erneut mit dem Schwert. Doch da bekommen sie unerwartete Hilfe. Ritter Kunibert von Rübenstein ist zur rechten Zeit aus dem Morgenland zurückgekehrt und vertreibt das Kuckucksberger Gesindel. Die Freude bei Heino ist groß und er kann mit seinem Vater und dessen Gefolge auf Türkenschreck zur Burg Rübenstein reiten.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Die Menschen sprechen zwar mittelhochdeutsch, doch ist das glücklicherweise vom Autor ins Neuhochdeutsche übersetzt worden.
  • Die beiden Goldschmiede witzeln um das Thema "Fuchs und Hase" herum.
  • Auf S. 5 wird der ältere der beiden Goldschmiede vom Kuckucksberger mit der Schwertspitze "gekitzelt".
  • Auf S. 7 sieht man einen Wegweiser, der links nach Freistadt und rechts nach Fiesheim zeigt (letzteres wohl auf Kuckucksberger Grund gelegen).
  • Der Kuckucksberger beschimpft den älteren Goldschmied als "Hase" und "Alter", den mutigen Heino jedoch als "Heini Hosenscheißer". Dem kleineren seiner beiden Kumpane zufolge ist Heino hingegen ein "Trottel", weil er nicht wisse, dass es seit zwölf Jahren bereits keinen Kaiser mehr gebe.
  • Auf S. 18 steht bei der frühmorgendlichen Ankunft des schwer verletzten Heino auf Burg Rübenstein ein offensichtlich gerade aus dem Schlaf gerissenes Pärchen nackig in einer der Loggien herum. Auf derselben Seite gibt Mutter Rübenstein ein Lehrstück in mittelalterlicher Pädagogik.
  • Auf S. 22 erfindet Scharlatanius aus Versehen das Schwarzpulver, wie man auf S. 23 nebenbei erfährt.
  • Während sich auf S. 18 in der erstveröffentlichten Version (siehe dort) das Wölflein als praktikables Reittier für den pedal leicht gehandicapten Heino erweist, wird in der Neufassung (hier auf den Seiten 23 und 24) auf diese Art der Fortbewegung verzichtet.
  • Seligers Geschichte spielt 1262; Runkel ist etwa 7 Jahre alt. Es ist also nicht von dem Geburtsdatum aus Lothar Drägers Roman Ritter Runkel und seine Zeit (S. 23) auszugehen, wo Runkel 1260 geboren wurde. Seliger legte das von Dräger angegebene Geburtsjahr Runkels aus seinem Roman Ritter Runkel, der Diplomat (S. 92) zugrunde, also um 1255.

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

[Bearbeiten] Mitarbeiter

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