Mosaik von Hannes Hegen 180 - Aufruhr in Turtleville

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Stammdaten
Titelbild Erschienen November 1971
Nachdruck in Die Digedags in New Orleans (alte Ausgabe)
Die Digedags in St. Louis
Reprintmappe XV
Umfang 24 Seiten
Panel 51 + Titelbild
Katalog 1.01.180
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Amerika-Serie
Kapitel: Das Ende des Sklaven-Express
Heft davor Unternehmen „Louisiana“
Heft danach Das Flatboot aus St. Louis

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person.
Nach ihrem völlig missglückten Angriff auf die Joker-Farm treiben die Attentäter vom Komitee zur Rettung der Südstaaten um Coffins und General Knocker an Kisten und Fässer geklammert den Mississippi hinab. In Turtleville gehen sie an Land und suchen Harper's Saloon auf, eine gut gefüllte Kneipe. Dort bringt Coffins den anwesenden Pöbel durch eine wohlgesetzte Hetzrede dazu, sich ihm und seinen Kumpanen vom Komitee anzuschließen und die Joker-Farm anzugreifen. Grölend zieht der Mob bald durch das nächtliche Städtchen, und wer nicht mitmachen möchte, wie der Schneider Zachary Smith, wird mit Gewalt gezwungen.
Der Weg führt zunächst zur Morris-Farm, wo man vom Besitzer Pferde für den Angriff fordert. Pat Morris und sein Sohn Bob lehnen entrüstet ab, was die Schurken aber nicht daran hindert, sich selbst im Stall zu bedienen. Bob immerhin kann sich sein Pferd schnappen und schnell zur Nachbarfarm reiten, wo er Jeremias Joker warnen will. Da er ja nicht weiß, dass die Farm bereits vor einigen Stunden angegriffen worden war, wundert er sich natürlich, dass man hier bereits mitten in der Evakuierung steckt. Alle Farmbewohner schaffen ihre tragbaren Habseligkeiten auf die Mississippi-Queen und angehängte Ruderboote.
Um zu wissen, wieviel Zeit noch bleibt, begeben sich die Digedags auf Horchposten. Nicht weit von der Farm entfernt treffen sie auf die Plünderbande, die von Coffins gerade mit ein paar letzten, anfeuernden Worten aufgepeitscht wird. Digedag pirscht sich zu nahe heran und wird von dem "Prediger" entdeckt - schnell hat man ihn gefangengenommen. Dig und Dag rennen entsetzt zurück zur Farm. Die Queen muss nun ohne sie ablegen, denn die Befreiung ihres dritten Mannes hat für sie oberste Priorität. Auch Bob will dableiben und helfen. Die Familie Joker, also auch Bobs Geliebte Jenny, fährt aber auf der Queen mit, um sich in den Nordstaaten in Sicherheit zu bringen.
Als Coffins und seine Bande auf der Joker-Farm eintreffen, finden sie daher nur leere Häuser vor. Rasend vor Wut setzt der Mob alles in Brand; Dig, Dag und Bob können nur ohnmächtig zusehen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Schiffe auf dem Mississippi: Mississippi Queen, Louisiana
  • Geschäfte und Gebäude in Turtleville: Harper's Saloon, Way Station, Brown - Office, Zachary Smith - Tailor, Music Hall
  • Das schiffbrüchige Komitee zur Rettung der Südstaaten treibt auf dem Mississippi zuerst an der Joker-Farm vorbei und landet dann rechterhand in Turtleville. Das bedeutet, dass in diesem Heft Turtleville südlich der Farm liegt, und beide sich am Westufer des Stroms befinden. Über die Morris-Farm geht es dann von Turtleville zur Joker-Farm. Da aber die Morris-Farm bekanntlich auch am Mississippi liegt, befindet sie sich also - diesem Heft zufolge - genau zwischen Turtleville und Joker-Farm.
  • In Turtleville lebt die berühmte Tante Euphrosine des Komitee-Mitglieds Mr. Masters.
  • Auf S. 1 sieht man im oberen Bild recht gut den Lotsen Turner im Mississippi schwimmen; der Mann links neben ihm, mit der hohen Mütze, müsste Samuel Baxter sein, aber es ist auf die Entfernung schwer zu erkennen.
  • Der Reporter Jenkins, welcher Coffins auch noch auf der Louisiana begleitet hat, ist seit der Havarie spurlos verschwunden. Ob er wohl ertrunken oder abgetrieben ist?
  • Auch im Trio ist Digedag deutlich der unternehmungslustigste der Digedags, wie man in diesem Heft wieder gut erkennen kann.
  • In Harper's Saloon wird dem Pokerspiel gehuldigt.
  • Obwohl sie ihm auf Seite 13 aus der Hand geschossen wird und wegfliegt, trägt Bob Morris nur eine Seite später seine Pistole wieder am Gürtel.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Einige Monate nach dem Erscheinen des regulären Heftes entstanden etwa 2.500 Ausgaben auf holzhaltigem Normalpapier mit schwarzem MOSAIK-Schriftzug (Bild 1). Diese Hefte zählen zur schwarzen Serie und waren am Stand des Verlages auf dem Solidaritätsbasar in Berlin erhältlich.
  • Von diesem Heft erschien im November 1971 eine niederländische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier, die in den Niederlanden und in Belgien vertrieben wurde. Restbestände des Heftes wurden 1972 in den Niederlanden für die Herstellung so genannter Ramschbindungen verwendet.
  • Weiterhin erschien von diesem Heft 1972 eine ungarische Export-Ausgabe auf holzhaltigem Papier.

[Bearbeiten] Externe Links

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