Don Ferrando

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Figurine des Don Ferrando von Lona Rietschel zum Start der Wido-Serie

Don Ferrando ist der Hauptgegner der Abrafaxe. Die Jahrgänge 1981 bis 1983 werden nach ihm als Don-Ferrando-Serie bezeichnet. Er ist außerdem eine der Hauptpersonen in der Wido-Wexelgelt-Serie, tritt in einem Heft der Weltreise-Serie auf und erneut in der Prag-Serie.

Name, Titel, Vorbilder[Bearbeiten]

Auftritt: Don Ferrando

Don Ferrandos voller Name lautet Marchese Ferrando Esteban Carotto Ruinez Totales en des Tillas Randales Festos. Er enthält eine Reihe von sprechenden Namen: Esteban Carotto = "ist bankrott", Ruinez Totales = "totaler Ruin", en des Tillas = "stilles Ende", Randales Festos = "feste Randale". Sein Familienname Carotto verweist auf frühere Gestalten aus dem Mosaik, wie Ritter Runkel oder den Cavaliere Carlo di Carotti. Den Vornamen Ferrando hingegen hat Lothar Dräger der Mozart-Oper Cosi fan tutte entnommen. Gleiches gilt für den Titel Marchese (= Markgraf) und den Namen von Don Ferrandos Vetter, Don Alfonso. Auf diese Weise ist zu erklären, warum spanische Hidalgos italienische Namen und Titel führen (die spanischen Entsprechungen wären Fernando, Alonso und Marqués).

Es gibt aber noch weitere literarische (und historische) Gestalten, die namentlich oder durch ihre Taten Ähnlichkeiten mit Don Ferrando aufweisen, ohne dass jedoch bei allen sicher ist, ob und inwieweit sie für die MOSAIK-Figur tatsächlich Vorbildcharakter hatten. Das gesamte Don-Quixote-Kapitel ist nachweislich von Karl Mays Romanzyklus Das Waldröschen inspiriert; dort wird im ersten Band Das Schloß Rodriganda geschildert, wie ein Adliger durch einen Gifttrank um Geld, Verstand und Reputation gebracht wird. Hier ist es der böse Sekretär Gasparino Cortejo, der seinem Herrn Emanuel de Rodriganda einen vergifteten Trank verabreicht. Ebenso verfährt Don Ferrando mit seinem Vetter Alfonso.

Den Charakter des Dons hat Lothar Dräger an den Typ des heruntergekommenen spanischen Adligen angelehnt, wie er im Schelmenroman Lazarillo de Tormes porträtiert wird. In Conrad Ferdinand Meyers Novelle Angela Borgia wiederum, die auf historischen Tatsachen beruht, bisher aber nicht als MOSAIK-Quelle nachgewiesen werden konnte, treten die herzoglichen Brüder Don Ferrante und Don Alfonso von Este auf. Ersterer ist von hagerer Gestalt, trägt einen Spitzbart und ist eine durch und durch unsympathische Gestalt. Nach einer Verschwörung gegen seinen Bruder wird er zwar begnadigt, vergiftet sich aber selbst. Der genannte Alfonso ist der Ehemann der berühmten Lucrezia Borgia.

Charakter[Bearbeiten]

Charmant und mit einem bezaubernden Lächeln - der Don hat viele Gesichter

Don Ferrando als einer der am besten ausgearbeiteten Gegenspieler der Abrafaxe weist eine Vielzahl von unterschiedlichen Charakterzügen auf. Er ist schlau, weitsichtig und gerissen, dazu besitzt er ein umfangreiches Allgemeinwissen. Von Astronomie über Geschichte bis hin zu Religion, um nur einiges zu nennen, überall kennt sich Don Ferrando aus. Sein Wissensschatz, seine Intelligenz und seine analytischen Fähigkeiten haben ihm schon oft in so manch prekärer Situation geholfen, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Eine andere herausragende Eigenschaft des Dons ist es, sich blitzschnell jeder Situation anzupassen. So sagt selbst Abrax anerkennend über ihn im Heft 3/83: "Eines muß man ihm lassen. Ihm fällt in jeder Lage das Richtige ein".

Im Gegensatz zu den Abrafaxen setzt Don Ferrando seine Fähigkeit aber nicht dazu ein anderen zu helfen, sondern nur um sich seinen eigenen Vorteil zu sichern. Die Abrafaxe würden Don Ferrando wohl als kaltherzig, skrupellos, intrigant und machthungrig beschreiben. Lothar Dräger kennzeichnet ihn als Antipoden zu den Abrafaxen, "der von Grund auf schlecht ist".

Von den Lesern des Mosaiks ist Don Ferrando erstaunlicherweise anfangs überhaupt nicht angenommen worden. So berichtet Lothar Dräger, dass er zu Beginn der Serie wütende Leserbriefe erhalten hat, mit Fragen wie: Wann so ein "niederträchtiger und unverschämter Kerl" endlich wieder aus dem Mosaik verschwinde. Mit der Zeit wuchs aber die Akzeptanz bei den Lesern, so dass Don Ferrando heute neben den Abrafaxen zu einer der beliebtesten Figuren der Mosaikgeschichte zählt.

Die ersten Jahre[Bearbeiten]

Am Anfang war ... ein Schatz[Bearbeiten]

Die Abrafaxe schnüffeln in den Familiengeheimnissen des Dons

Die Abrafaxe sind durch eine geheimnisvolle Kristallhöhle in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts gelangt. Vor ihnen erstreckt sich die wunderbare Landschaft Spaniens, die von einer eindrucksvollen Burg beherrscht wird. Sie begegnen dem edlen Don Quixote und dessen Begleiter Sancho Pansa und erkundigen sich - nachdem die anfängliche Überraschung über die Zeitreise schnell überwunden ist - nach dem Besitzer der Burg. Sie hören nun zum ersten Mal den Namen Don Ferrando und können natürlich nicht ahnen, dass dies ein schicksalhafter Moment in ihrem Leben ist. Don Quixote warnt sogleich vor dem Burgherrn; er sei ein "ganz Schlimmer" und die Burg sei für jedermann geschlossen. Doch die Neugier der drei ist geweckt und gemeinsam macht man sich auf den Weg zur Burg. Sie treffen auf einen Sterndeuter, von dem sie erfahren, dass er von Don Ferrando gerufen wurde, um eine schwierige astrologische Aufgabe zu lösen. Ihre Chance witternd, berichten die Abrafaxe, wie es dem letzten Sterndeuter des Burgherrn erging, so dass dieser hier augenblicklich die Flucht ergreift. So gelangen die Abrafaxe in die Burg, und Brabax stellt sich dem bereits ungeduldig wartenden Don Ferrando als der gerufene Sterndeuter samt Assistenten vor. Der berechnende Don fürchtet sogleich Mehrkosten, geht aber davon aus, dass so kleinwüchsige Gesellen wohl nicht viel essen würden. Dann endlich erfahren die drei, worum es eigentlich geht: Sie sollen helfen, einen Schatz zu finden.

Der Don führt sie in die Kellergewölbe der Burg, wo sich ihr Quartier in unmittelbarer Nähe zum Verlies befindet. Dort sollen sie mit ihren Berechnungen beginnen, bevor sie im astronomischen Labor des Burgturmes fortfahren sollen, wenn der Saturn günstig steht. Der finstere Burgherr lässt die drei allein und sogleich beginnt Brabax in den Büchern nach Informationen zu suchen. Califax ist derweil erbost über die Verpflegung, die der Diener Franco auf Geheiß seines Herrn den Gästen serviert. Er will den Don zur Rede stellen und verlässt das Zimmer. Sogleich fällt Califax die geöffnete Kerkertür auf und geistesgegenwärtig steckt er den im Schloss steckenden Schlüssel ein, bevor der Diener das Verlies wieder verlässt. Kaum ist dieser nach oben verschwunden, begibt sich Califax in die Kerkergewölbe und stößt auf einen einzigen Gefangenen, der ständig vier Worte stammelt: "Schatz-Meer-Dreieck-Saturnius". Auch Abrax und Brabax können sich darauf vorerst keinen Reim machen. Als der Diener Franco ins Verlies kommt, um den Gefangenen zur Ruhe zu bringen, erfahren die Abrafaxe von ihm, dass der verwirrte Häftling bereits seit zwei Jahren im Verlies sitzt, aber anscheinend schon vorher seinen Verstand verloren hatte.

Der Beginn einer wunderbaren Feindschaft

Brabax findet unter den Büchern in ihrem Arbeitszimmer eine Familienchronik und erfährt daraus, dass vor zehn Jahren der Vetter von Don Ferrando – Don Alfonso – nach Peru ging und seit zwei Jahren als verschollen gilt. Die Vermutung liegt nahe, dass der Gefangene eben jener Alfonso ist, doch werden die Abrafaxe in ihren Überlegungen von Don Ferrando gestört, der sie auf den Turm bittet, da der Saturn nun im Hause des Wassermanns stehen würde. Er fordert von den vermeintlichen Sterndeutern, ein Trigonal zwischen drei Planeten zu berechnen, wobei nur der Saturn benannt ist. Nun wird den Abrafaxen klar, dass der Don herausbekommen will, was die Formel bedeutet, die der verwirrte Alfonso vor sich hin stammelt, um an dessen Schatz zu gelangen. Brabax erbittet sich etwas Zeit, da die Berechnungen schwierig sind, und kann den Don davon überzeugen, dass die Aufgabe in guten Händen ist. Dieser verlässt das Observatorium und kündigt seine Rückkehr in den Morgenstunden an.

Entschlossen, Don Alfonso aus den Fängen seines bösen Vetters zu befreien, geben die Abrafaxe ihren vor der Burg wartenden Freunden Don Quixote und Sancho Pansa ein Zeichen, sich bereit zu halten. Doch da kehrt Don Ferrando bereits zurück, da er vor Aufregung kein Auge zu tun konnte. Doch als er gerade anfängt, misstrauisch den Abrafaxen gegenüber zu werden, trifft ihn eine Steinschleuder, die Sancho Pansa als Antwort auf das Zeichen der drei abschoss. Die Abrafaxe schließen den ohnmächtigen Don im Turm ein und schauen sich weiter in der Burg um. Im Laboratorium des Dons findet Califax ein Buch, in dem sich ein gekennzeichnetes Rezept für einen Trank findet, der Geheimnisse entlocken soll. Offensichtlich hat Ferrando seinem Vetter diesen Trank verabreicht, bei der Dosierung allerdings einen Fehler gemacht und somit den verwirrten Zustand herbeigeführt. Die Abrafaxe entdecken im Laboratorium einen Geheimgang, der direkt ins Verlies führt und ebenfalls aus der Burg hinaus. Mit Hilfe ihrer Freunde befreien sie Alfonso aus seiner Zelle und wollen ihn nun erstmal soweit wie möglich von Rocalprado weg bringen.

Die Jagd beginnt[Bearbeiten]

Auf, auf zum fröhlichen Jagen!

Als Don Ferrando wieder zu sich kommt, kann er vom Turm aus die Flüchtlinge erkennen und ist außer sich vor Wut. Er ahnt, dass die vermeintlichen Sterndeuter seinen Vetter mitgenommen haben und überzeugt sich im Verlies von dieser Tatsache. Er befiehlt seinem Diener, sofort sein Pferd zu satteln und nimmt die Verfolgung auf. Ahnend, dass man seinen Vetter außer Landes schaffen will, begibt er sich in die nahe gelegene Hafenstadt, wo ein Junge ihn anspricht, ob er denn eine Unterkunft suchen würde. Da der Don sicher ist, die Flüchtlinge würden auffallen, fragt er den Jungen nach drei Wichten und einem langen Ritter. Sogleich berichtet dieser völlig arglos, dass die Gesuchten nach Mallorca wollen und bevor er dem Don berichten kann, in welches Gasthaus er sie geschickt hat, begibt sich dieser zum Hafen. Dort erfährt er, dass die Abrafaxe vorhaben, mit dem Segelschiff Santa Barbara das Festland zu verlassen. Er selbst geht an Bord der Santa Clara und vereinbart mit deren Kapitän die Verfolgung.

Das Bündel Don Ferrando
Der Don in muslimischer Tracht

Er ahnt nicht, dass sich Don Quixote und Sancho Pansa an Bord schmuggeln, da sie den Abrafaxen versprochen hatten, den Verfolger im Auge zu behalten. Don Ferrando ist mit der Verfolgung unzufrieden und verlangt vom Kapitän, dass dieser die Santa Barbara rammt, damit er das Schiff entern und seinen schwachen Vetter mit sich nehmen kann. Doch bevor es dazu kommt, wird er von den beiden Freunden der Abrafaxe überwältigt und in ein Segeltuch gewickelt. Die Besatzung der Santa Clara wird nun Zeuge, wie ein anderes Schiff die Santa Barbara entert und der Kapitän befiehlt eine Kursänderung in Richtung Heimat. Deshalb kommt es zu Handgreiflichkeiten zwischen ihm und Don Quixote, in deren Verlauf das Ruder zerbricht und die Santa Clara vor der Küste Nordafrikas an einer Klippe zerschellt. Dabei wird der noch immer eingewickelte Don Ferrando über Bord geschleudert. Zwei Fischer holen das Bündel an Bord und sehen sich mit dem spanischen Edelmann konfrontiert, der ihnen weismacht, dass Piraten ihn von seinen Freunden getrennt hätten. Die Fischer bringen den Don an die Küste und empfehlen ihm, sich an den Scheich eines Berberstammes zu wenden, der unweit der Küste lagert, da dieser ihm sicher helfen werde, seine Freunde wieder zu finden. Ausgestattet mit Turban und Umhang begibt sich der Don sogleich in das Lager der Berber und erfährt dort, dass bereits andere Schiffbrüchige hier seien. Er schleicht sich zum Zelt des Berberscheichs und entdeckt, dass Don Quixote und Sancho Pansa dessen Gäste sind. Der Don kann das Gespräch zwischen den beiden und dem Scheich belauschen und erfährt so, dass die Abrafaxe mitsamt Don Alfonso, dessen in Spanien aufgetauchten Inka-Prinzessin und deren Diener als Sklaven an den Aga Omar Abu Hakmi verkauft und in dessen Wüstenschloss gebracht wurden. Sogleich entwendet Don Ferrando ein Reitkamel und begibt sich zum Schloss des Agas. Dort wird er auch gleich vorgelassen, bringt er doch die Kunde, dass ein Berberstamm im Anmarsch sei, um dem Aga die Sklaven zu rauben. Sogleich lässt dieser alle Sklaven zusammenrufen und flieht durch eine Hintertür in die Verbotene Stadt, da er sich dort sicher wähnt. Auf die Abrafaxe muss er jedoch verzichten, da diese sich bei Brunnenarbeiten aus dem Staub gemacht haben. Zum Dank für die Warnung steht der Don unter dem Schutz des Aga und darf mit in die für Ungläubige verbotene Stadt. Bei der erstbesten Gelegenheit versucht er sich seines Vetters zu bemächtigen, wird aber vom Diener der Inka-Prinzessin überwältigt, an eine Säule gebunden und muss mit ansehen, wie ihm Don Alfonso wieder entwischt. Seine Wut darüber muss so unbändig sein, dass es ihm gelingt, mitsamt der herausgebrochenen Säule zu fliehen. Ein Passant findet Gefallen an dem Säulenstück und befreit den Don von seiner Last, um sie ihm abzukaufen. Doch dazu kommt es nicht, denn ein freigelassener Löwe verbreitet Panik in der Stadt.

Ein gutes Werk der Abrafaxe rettet den Don

Don Ferrando versucht den Löwen mit dem Säulenstück außer Gefecht zu setzen, macht ihn damit jedoch nur noch wütender. Verzweifelt rettet er sich in ein vermeintliches Kellerloch, aber statt in einem Gebäude Rettung zu finden, stürzt er in einen tiefen Abgrund. Er landet in einem Gerümpelhaufen und gelangt beim umher Kriechen in einen langen Gang, an dessen Ende er eine Öffnung in der Decke findet, die jedoch mit einer Steinplatte bedeckt ist. Es gelingt ihm nicht, sie allein hoch zu stemmen und so muss er ausharren und auf Rettung warten. Die kommt dann prompt ausgerechnet von den Abrafaxen, die mit einem Hakim in einem Tal nach Skorpionen zu suchen, deren Gift eine Heilung für Don Alfonso bringen soll. Dabei entdecken sie die Steinplatte, unter der sie die gesuchten Tiere vermuten. Ihre Überraschung ist groß, als sie in dem Loch darunter auf Don Ferrando stoßen, der geschwächt in Ohnmacht fällt. Da sie ihn nicht ins Lager der Berber tragen können, legen sie ihn in den Schatten und holen einen Esel von dort. Doch als sie ins Tal zurück kehren, ist von ihrem Erzfeind keine Spur mehr zu finden.

Er wurde von einer Gruppe Wüstenräuber entdeckt und in deren Quartier verschleppt. Dort versucht er sein Leben zu retten, indem er den Räubern von dem Inka-Schatz berichtet, der bald nach Spanien verschifft werden soll. Räuberhauptmann Markos und seine Männer können den Abtransport des Schatzes jedoch nicht verhindern, da er von den Berbern zu gut bewacht wird. Damit ist der Schatz auch für Don Ferrando endgültig verloren.

Neue Ziele[Bearbeiten]

Der Don bezwingt Markos

Der Spanier muss sich nun neu orientieren und tut dies bezüglich der Wüstenräuber, die ihn gefangen halten. Er bietet ihnen seine Dienste als Kundschafter an und Markos schickt ihn zur Probe in eine nahe gelegene Karawanserei. Mit dem Ziel, die Räuber eines Tages zu befehligen, begibt er sich dorthin und ist nicht wenig überrascht, die Abrafaxe dort anzutreffen. Er belauscht deren Gespräch mit dem Koch der Karawanserei – Dschuha – und erfährt so von der Suche nach Fatima, einer entführten Hakimstochter. Die Abrafaxe planen nach Tunis zu reisen, da Dschuha ihnen berichtet, dass der Dei von Tunis von überallher Frauen kauft, um sie in seinem Harem zu halten. Ebenfalls erfährt der Don, dass sein Vetter den Abrafaxen eine Menge Reisegeld zur Verfügung gestellt hat. Als die drei schlafen, dringt er in die Schlafkammer ein, entwendet den Beutel mit Edelsteinen und kehrt zu den Räubern zurück. Diese sind beeindruckt und nehmen ihn in die Bande auf.

Schon am kommenden Tag bietet sich für den Don eine Gelegenheit, Hauptmann Markos in Misskredit zu bringen: eine Karawane soll überfallen werden und der Spanier bietet sich an, den Räuberaußenposten zu benachrichtigen. Doch stattdessen reitet er der Karawane entgegen und warnt sie vor einem drohenden Überfall. Dann begibt er sich zum Außenposten und kündigt die reich beladene Karawane an. Die ausbleibende Beute würde Markos Männer unzufrieden werden lassen, davon ist er überzeugt. Doch zu seiner Überraschung sichtet einer der Räuber eine ankommende Karawane. In die Fänge der Räuber geraten nun jedoch die Abrafaxe, Dschuha und dessen Freund Ali auf ihrem Weg nach Tunis. Sie sind entrüstet und erhoffen sich vom gerade eintreffenden Hauptmann Markos Hilfe. Da dieser, enttäuscht über die verlorene Beute, verärgert über Don Ferrandos misslungenen Auftrag und schmerzgelindert durch Califax’ Rosmarinextrakt nicht abgeneigt ist, die Fremden gehen zu lassen, hetzt der Don die Räuber gegen Markos auf und fordert ihn zum Zweikampf heraus. Im Verlauf des Kampfes können Dschuha und Califax fliehen, doch bevor die anderen ihnen folgen können, wird Markos mit unfairen Methoden vom Don besiegt und damit endgültig als Hauptmann abgesetzt. Nun kann Don Ferrando seine Rache des verlorenen Inka-Schatzes wegen auskosten und lässt Abrax, Brabax sowie Ali in den heißen Sand einbuddeln, wo sie solange bleiben sollen, bis sie das Versteck des Schatzes verraten, von dem er ja weiß, dass ein solches gar nicht existiert. Doch sorgt eine Unachtsamkeit dafür, dass ausgerechnet Markos als Wache eingeteilt wird. Augenblicklich befreit er die Gefangenen und führt sie durch einen geheimen Ausgang aus dem Tal heraus. Don Ferrando ist mehr als erbost darüber und begibt sich auf den Weg nach Tunis, wo er die Abrafaxe vermutet und höhere Positionen anstrebt.

Tumult in Tunis[Bearbeiten]

Dreamteam für kurze Zeit: der Don und der Dei

In der Stadt angekommen trifft er den Karawanenführer wieder, der noch immer glaubt, der edle Spanier hätte die Karawane ganz uneigennützig vor einem Raubüberfall gewarnt. Beim gemeinsamen Kaffee werden die Abrafaxe von zwei zur Karawane gehörenden Männern vorgeführt, da sie den Karawanenführer sprechen wollen. Sofort warnen sie ihn vor dem Räuberhauptmann Ferrando, doch der Karawanenführer glaubt seinen Männern, die Califax als Mitglied der Wüstenräuberbande identifiziert haben. Er will sie von den Soldaten des Dei festnehmen lassen, doch die drei fliehen, gefolgt von ihrem Erzfeind, der sie ebenfalls außer Gefecht setzen will, haben sie ihm doch zu tief in die Karten geschaut. Als er beobachtet, wie die drei von Soldaten abgeführt werden, wähnt er sich vorerst in Sicherheit und erkundigt sich nach dem Aufenthalt des Herrschers von Tunis.

Schwierige Beziehung:Ferrando und Fatima

Er findet den Dei in einer misslichen Lage: bei der Besichtigung einer Baustelle ging dessen Elefant durch und stürzte seinen Herrn in einen Bottich Baukalk. Don Ferrando kann sich nun als Retter in der Not etablieren und geblendet von der berechnenden Hilfsbereitschaft des Fremden, gewährt der Dei ihm den Wunsch, zum Führer der Leibgarde zu avancieren. Groß ist die Überraschung der Abrafaxe und Dschuha, als sie vor den Dei geführt werden, um die Freilassung einer Sklavin zu erwirken, wegen der sie nach Tunis gekommen sind. Sogleich macht ihnen Don Ferrando einen Strich durch die Rechung, denn er findet Gefallen an der widerspenstigen Fatima und kauft sie seinem neuen Arbeitgeber kurzerhand ab. Doch das „Täubchen“ ist nicht so leicht zu handhaben, wie der Don sich das vorgestellt hat, und so muss er zur Freude der Abrafaxe harte Schläge einstecken. Doch diese Freude währt nur kurz, denn der Don überzeugt den Dei, die Abrafaxe als Bestrafung zu Rekruten der Elefantentruppe zu machen. Sie und Dschuha werden sofort abgeführt und Don Ferrando kann sich weiteren Karriereplänen hingeben.

Er nimmt Kontakt zu seinen Wüstenräubern auf, gibt die widerspenstige Fatima in deren Obhut und organisiert während eines Ausritts zu zweit einen Überfall auf den Dei. Mutig schlägt er die von ihm beauftragten Räuberkollegen in die Flucht und verängstigt gewährt der Dei ihm die Einstellung neuer Leibgardisten. Dass diese aus der Räuberbande rekrutiert werden, versteht sich von selbst. Der Karrierist Ferrando will nun das Fest von Karthago dazu nutzen, den Dei ab- und sich selbst auf den Thron zu setzen. Zu diesem Zweck haben sich einige der Wüstenräuber unter das Publikum gemischt und beginnen dieses gegen den Größenwahns des "neuen Hannibal" aufzubringen. Dies gelingt und die Gladiatorenspiele enden in einem Desaster. Schon sieht sich der Don am Ziel, doch einer seiner Männer meldet, dass sich die Elefantentruppe des Dei der Stadt nähert. Sein Plan wurde scheinbar verraten und so nimmt er Fatima als Geisel und verschanzt sich mit seinen Männern im Hafenfort von Tunis. Doch das Glück ist ihm weiterhin nicht treu: Fatima gelingt die Flucht, die Besatzung des Forts plant den Aufstand und Markos trachtet seinem Widersacher nach dem Leben. Der Don verlässt das Fort und wird von zwei Mitgliedern der Transportflotte des Deis auf eine abgelegene Seeräuberinsel gebracht, wo der Don sogleich den Piratenchef Don Ascobar auf seine Seite zieht. Doch die Abrafaxe sind ihm auf die Insel gefolgt und jagen diese mit einer Explosion in die Luft.

Der erste Zeitsprung[Bearbeiten]

Ein wütender kreuzfahrender Don

Bei den Kreuzfahrern[Bearbeiten]

Beide Dons überleben und treiben auf einer Holztür unweit der expoldierten Insel im Wasser, als plötzlich ein dicker Nebel aufzieht. Kurz darauf finden sie sich auf einem Kreuzfahrerschiff des 13. Jahrhunderts wieder, Don Ferrando ist ohne etwas dazu getan zu haben der Kommodore des Schiffes. Als ihm die Abrafaxe vorgeführt werden, ahnt er, dass sie etwas mit den Veränderungen zu tun haben, was sie ihm sogleich bestätigen. Der Don kommandiert sie zum Waffenputzen ab und nimmt weiter Kurs auf eine Sarazenische Hafenstadt, um diese zu überfallen. Doch auch bei diesem Unternehmen machen ihm die Abrafaxe einen Strich durch die Rechnung: es gelingt ihnen, die Hafenstadt zu warnen und die Kreuzfahrer geraten in eine Falle der Sarazenen. Ferrando wird gefangen genommen, gibt sich jedoch selbst als Opfer der Kreuzfahrer aus, seine Mutter sei Maurin gewesen und hätte ihn im Glauben des Korans erzogen. Man führt ihn vor den Sultan Almansur, den er davon überzeugen kann, dass er es war, der vom Schiff aus die Lichtsignale gab, welche die Sarazenen vor dem Überfall warnten. Der arglose Sultan stellt ihm zum Dank einen Schutzbrief aus und der Don macht sich aus dem Staube, ohne sich weiter um seinen Kumpan Don Ascobar zu kümmern, der somit in Gefangenschaft bleibt.

Auf Flaschenjagd[Bearbeiten]

Ferrando sucht nun die Abrafaxe, da er schleunigst in seine Zeit zurückkehren will. Es gelingt ihm, sie in einer Herberge aufzuspüren und zu belauschen. Er erfährt von einer geheimnisvollen Flasche, die etwas mit dem Zeitsprung zu tun hat, und verfolgt Califax, dem die Aufgabe per Los zufiel, nach der Flasche zu suchen. Als dieser tatsächlich eine Flasche von einem Flaschensammler geschenkt bekommt, fällt der Don kurzerhand über ihn her, schnappt sich die Flasche und erkundigt sich bei einem Imam nach deren Bedeutung. Der Imam erkennt das Siegel eines ägyptischen Pharaos und bemerkt, dass man einen Siegelring benötigen würde, um den Geist der Flasche zu bannen. Zu seinem Unglück hat der Don den Ferman des Sultans verloren, er kann sich jedoch dessen Gefolge auf der Reise nach Ägypten anschließen. Califax, der sich ebenfalls dem Gefolge angeschlossen hat, will ihm die Flasche des nachts entwinden, da der Don damit beschäftigt ist, dem Sultan Lügengeschichten zu erzählen. Doch Califax wird ertappt, und beide streiten nun vor dem Sultan um den rechtmäßigen Anspruch auf die Flasche. Der weise Herrscher entscheidet daraufhin, ein Gottesurteil müsse die Wahrheit offenbaren. Don Ferrandos Habgier und mangelnde Hilfsbereitschaft zeigen dem Sultan, dass Califax der würdigere Besitzer der Flasche ist; der Don hat unterdessen nur eine falsches Imitat ergattert. Don Ferrando unterdessen reist weiter gen Ägypten und nächtigt in einem alten römischen Felsengrab. Von einem herabfallenden Kronleuchter unsanft aus dem Schlaf geschreckt, flieht er Hals über Kopf.

Der Don mit der Lizenz zum Tricksen

In Ägypten am Fuß der Pyramide angekommen, folgt der dem Rat eines Karawanenführers und bemüht sich, den Zugang zur Pyramide freizulegen. Ohne es zu wissen, drückt Califax von der gegenüberliegenden Seite, der Don purzelt die Pyramide hinunter und seine falsche Flasche zerbricht. Während Califax sich um den verletzten Don kümmern will, nutzt dieser die Gelegenheit und türmt mit der richtigen Flasche. Beim Versuch, den Flaschengeist zu befreien, wird er von einer Schlange gebissen. Zu seinem Glück finden ihn die wiedervereinigten Abrafaxe und bringen ihn zum Hakim eines nahen Beduinenstammes. Dieser will ihn mit einem Schlafmittel ruhig stellen, doch da er die falsche Tinktur erwischt hat, kann der erwachte Don die neuen Reisepläne der Arbrafaxe nach Mesopotamien belauschen, wo sie hoffen, das Siegel des Salomo zu finden. Er kauft sich ein Kamel, reist über Land und kommt dabei durch eine Hafenstadt, die gerade von Kreuzfahrern geplündert wird. Schon soll er auch beraubt werden, da erkennt Don Ferrando, dass die Kreuzfahrer die echte Flasche in ihrem Besitz haben und erhandelt sie im Gegenzug für sein letztes Goldstück. Nach seiner Begegnung mit den Kreuzfahrern und dem Erwerb der echten Flasche, setzt Don Ferrando seine Jagd nach dem Flaschengeist fort.

In Mesopotamien[Bearbeiten]

Endlich in Mesopotamien angekommen, ist Don Ferrando nach einer Auseinandersetzung mit einem Hammel und einem Fisch so erschöpft, dass er im Schatten einer Zikkurat schläft. Der Don wird von den Abrafaxen geweckt, als diese, auf der Suche nach einer geheimen Kammer, die Zikkurat betreten. Die Abrafaxen erkunden die Kammern, Don Ferrando folgt ihnen. Kurz darauf bebt die Erde, und der Don stürzt in die Tiefe, als die bauliche Substanz der Zikkurat durch Schatzgräber beschädigt wurde. Glück im Unglück – der Don wird von den Schatzgräbern mitsamt seiner Flasche gefunden. Sie bringen den geschwächten Don ins Dorf Hille, damit er sich dort erholen kann. Seine Flasche zeigen sie dem Dorfoberhaupt, Hodscha Nasreddin. Auch die Abrafaxe entkommen dem Einsturz der Zikkurat und machen sich auf den Weg zum Hodscha. Während sie mit dem Hodscha über das Siegel und die Flasche berraten, werden sie vom wieder erstarkten Don Ferrando belauscht. Die Schatzgräber werden von den Abrafaxen beauftragt die Flasche zum Turm der Winde zu bringen. Don Ferrando verfolgt die Schatzgräber, die sich inzwischen um die Kontrolle des Flaschengeistes streiten. Letztlich setzen sich die Schatzgräber durch und verstecken die Flasche auf der Spitze des Turms der Winde. Die Abrafaxe zusammen mit dem Hodscha haben nun auch den Turm erreicht, außer Califax der hinterherhinkt. Der Don, von seiner Gier getrieben, überwältigt Califax, der nach dem langen Fußmarsch völlig erschöpft ist, und zwingt ihn, ihn den Turm hinaufzuführen. Doch Califax gelingt die Flucht zurück zum Fuße des Turms.

Oben angekommen, findet der Don schließlich die versiegelte Flasche. Er droht, sie mit einem Stein zu zertrümmern, um die Macht des Flaschengeistes zu erlangen. Doch im selben Moment beginnt der Turm zu beben. Ein Erdbeben erschüttert die Umgebung, der Turm zerbröselt und verschlingt Don Ferrando samt Flasche in den Trümmern. So endet seine Flaschenjagd, und die mystische Flasche scheint auf immer verloren.

In der Ägypten-Serie[Bearbeiten]

Dass der Turm der Winde nicht das Ende des Don bedeutet haben könnte, wird den Abrafaxen völlig überraschend klar, als Ptatamoses sie in die königliche Bibliothek führt und ihnen, als Califax den Namen Odnaref Nod erwähnt, die Statue des geächteten Pharaos mit selbigem Namen zeigt - es ist ein Bildnis von Don Ferrando in Pharaotracht! Brabax vermutet, dass der Flaschengeist Don Ferrando in die Zeit der Sumerer versetzt habe, und dieser dort die Zeittorkarte in die Hände bekommen habe. Mit der Hilfe des Flaschengeists habe der Don es auch geschafft, sich zum Pharao aufzuschwingen. Um herauszufinden, wann genau Odnaref Nod geherrscht hat, klettert Brabax auf die Statue, dabei hebt er deren Hohlkopf ab und findet dabei die Zeittorkarte.

In der Eldorado-Serie[Bearbeiten]

Leibhaftig taucht Don Ferrando zu Beginn der Eldorado-Serie wieder auf. Er will den spanischen König überreden, ihm eine Eldorado-Expedition zu finanzieren und hat sich dazu mit drei Höflingen verabredet, die er erpressen will, dem König in seinem Anliegen gut zuzureden. Die Abrafaxe entdecken ihn vom Dachboden der Taverne aus. Der Don widmet sich nach der Unterredung dem Tagebuch des Nikodemus Federbusch, das ihm den Weg in das Goldland weisen soll. Da kommt ihm Wido Wexelgelt gerade recht, ist er doch aus dem Haus der Welser, der die Rätsel des Tagebuchs lösen kann. So macht er Wido sturzbetrunken und nimmt ihn dann in seiner Kutsche mit nach Sevilla. Vom König hat der Don eine Zusage für ein Schiff samt Ausrüstung bekommen. Da Don Perfido Querulantez, der Hafenaufseher ebendort, noch nichts von der Genehmigung weiß, gerät der Don in Rage und gießt Tinte über ihn. Beim Anheuern der Mannschaft kann Don Ferrando von seinen Überredungskünsten Gebrauch machen. Pech für ihn, dass der König ihm nur ein altes Wrack, die Santa Carraca y Cascara de Nuez überlassen hat, so dass ihn seine frischgeworbenen Matrosen wieder verlassen. Sein gemeines Genie lässt ihn jedoch eine nichtsahnende Touristengruppe mit einer Erlebnisreise nach Westindien ködern, unter die sich unerkannt auch die Abrafaxe gemischt haben, die immer noch Wido aus seinen Fängen befreien wollen. Auf hoher See kommt es in einem Sturm zu einem wilden Gefecht mit Piraten, vor denen ihn aber die Abrafaxe retten. Nach dem Schiffbruch der Santa Carraca setzt sich der Don ab und landet schnurstracks in einer Fallgrube mit einem verwilderten Eber. Die Piratenbande, die diese angelegt hat, rettet ihn zwar, will ihn aber mit einer Palme auf hohe See katapultieren. Wieder rettet ihn seine Goldzunge, denn er kann die Piraten überzeugen, mit ihm auf Eldoradosuche zu gehen. Mit einem Floß segelt man zum Festland und muss sich unterwegs eines Hais erwehren. Der Don wird verschluckt, doch ein Kanonenschuss aus einem vorbeifahrenden Schiff erlöst ihn aus dem Bauch des Hais und nimmt ihn an Bord. In Punto Perdido stattet der verruchte Spanier sich neu aus und zieht mit den Piraten weiter nach Eldorado. Auf dem Weg machen sie Halt in der Nordstadt, wo er Califax unter Druck setzt, ihm mehr von Eldorado zu enthüllen.

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In der Weltreise-Serie[Bearbeiten]

In der Weltreise-Serie taucht Don Ferrando als Kapitän eines bengalischen Piratenschiffes im Golf von Bengalen auf. Er hat Angelique de Beautéville und ihren Gatten Louis gefangengenommen und ist auf der Suche nach den Abrafaxen. Er hat die Zeitung The Bengal News bei ihnen entdeckt, auf deren Titelseite über die Teilnehmer einer Wette berichtet wird, die um die Erde reisen. Tatsächlich geraten die Abrafaxe bei der Überfahrt von Indien nach Ayutthaya in einen Sturm, bei dem ihr Boot von dem Piratenschiff zerstört wird. Zu spät erkennen sie, dass Don Ferrando der Piratenkapitän ist und sie an Bord nimmt. Er lässt sie im Kohlenbunker einsperren, wo sie schließlich Angelique und Louis de Beautévilles als Heizer ablösen. Don Ferrando lässt das Ehepaar de Beautévilles in einem kleinen Boot auf dem offenen Meer aussetzen. Die Abrafaxe heizen den Dampfkessel des Piratenschiffes so stark auf, dass es zu einer Explosion kommt. Don Ferrando kann das Schiffsunglück nicht verhindern und verschwindet spurlos. Die Abrafaxe dagegen werden von bengalischen Fischern gerettet und an Land gebracht.

Rückkehr in der Prag-Serie[Bearbeiten]

Don Ferrando ist im Jahr 1600 als Gesandter des spanischen Königs nach Prag gereist und hat ein Zimmer im Gasthaus Zum roten Schwan bezogen. Er wartet auf den kaiserlichen Kammerdiener Philipp Lang von Langenfels, der ihm für eine Audienz beim Kaiser Rudolf behilflich sein soll. Doch als er aus dem Fenster Ausschau hält, sieht er Abrax und Califax. Er glaubt, dass es eine Täuschung sein muss. Anderenfalls müsste er annehmen, dass die Abrafaxe dahinter stecken, dass der Kammerdiener nicht erscheint. Tatsächlich hatte Califax ihn zu einer algerischen Gesandtschaft im Zimmer gegenüber geschickt, ohne jedoch zu ahnen, dass er eigentlich für Don Ferrrando erschienen war.

Am nächsten Tag verlässt Don Ferrando sein Quartier und eilt wütend aus dem Haus, um sich den kaiserlichen Kammerdiener vorzuknöpfen. Dabei erschreckt er die Wirtin mit gezogenen Degen im Treppenhaus. Ihr Aufschrei alarmiert Abrax und Brabax, die gerade wieder die Gesandten mit Brot beliefern. Sie eilen zur Wirtin und erfahren, dass Don Ferrando ein Zimmer in dem Gasthaus gemietet hat.

Als Don Ferrando Einlass zur Prager Burg verlangt, lässt ihn der Torwächter Petr Čech verhaften und im Verlies einsperren. Später kann er Philipp Lang überzeugen, ihn zum Goldmacher zu befördern. Zu diesem Zweck wird er im Pulverturm eingesperrt und darf Auratus von Feuerbach als Gehilfen beschäftigen.

Namensverwandte Figuren[Bearbeiten]

Namensverwandte Figuren tauchen in der Wido-Wexelgelt-Serie (Hefte 255 - 282), der Amerika-Serie (Hefte 300 - 322), der zweiten Japan-Serie (Hefte 323 - 343) und der Reformations-Serie auf:

  • Bei ihrem erneuten Zusammentreffen mit dem Don auf der Suche nach Eldorado lernen sie auch die dubiose Doña Ferrentes kennen, die dem Don eine der besten Gegenspielerinnen und Verbündete gewesen sein dürfte.
  • Im Amerika der späten 1920er Jahre kommen die Abrafaxe in einem Mietshaus unter, welches einer gewissen Mrs. Ferrando gehört. Macht es am Anfang noch den Anschein, als spiele sie ein böses Spiel, kauft sie sich nur heimlich in das Wurst-Unternehemen von Califax ein. Im letzten Heft der Serie stellt sich heraus, dass ihr verstorbener Mann ein vielgereister Vertreter verschiedener Handelshäuser war. In seinem Nachlass finden die Abrafaxe eine geheimnisvolle Dose, die sie ins Japan des 19. Jahrhunderts versetzt. Dort begegnen sie eben jenem John Ferrando, als er gerade die von ihnen gesuchte Buddhafigur nach Amerika verschiffen will (Heft 333). Ob ein Zusammenhang zwischen dem Ehepaar Ferrando und unserem Don Ferrando besteht, ist bisher ungeklärt - ein gewisse optische Verwandtschaft zwischen den beiden Herren ist zumindest vorhanden.
  • In der Reformations-Serie tritt kurz ein Marqués en des Tillas auf, der angesichts seiner Titel ein Verwandter oder gar Vorfahr von Don Ferrando sein könnte.

Don Ferrandos Tätigkeitsfelder[Bearbeiten]

Im Laufe seiner langen Karriere nahm der Don unter anderem folgende Positionen ein:

Don Ferrandos Verhalten aus strafrechtlicher Sicht[Bearbeiten]

  • Heft 2/81 - StGB § 234 Menschenraub: Don Alfonso für 2 Jahre im Verlies eingesperrt
  • Heft 3/81 - § 224 gefährliche Körperverletzung: Don Alfonso den Trank des Vergessens eingeflößt
  • Heft 5/81 - §§ 315 a, 26, 23I Anstiftung zum versuchten Gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr: "Wir rammen die Santa Barbara und ich entere sie über das Bugspriet"
  • Heft 7/81 - § 242 Diebstahl des Rennkamels Schirokko
  • Heft 2/82 - § 243 besonders schwerer Diebstahl: die Edelsteine bei Brabax gestohlen, § 242 Diebstahl des Kamels der Abrafaxe
  • Heft 4/82 - § 129 Bildung einer kriminellen Vereinigung: Mitarbeit in und Übernahme der Führung der Räubertruppe - § 239 Freiheitsberaubung: Abrax, Brabax und Ali werden gefangen genommen - § 224 gefährliche Körperverletzung: Abrax, Brabax und Ali gefesselt und im heißen Wüstensand eingegraben
  • Heft 8/82 - § 239 Freiheitsberaubung: Die Hakimstochter wird gefesselt im Keller gefangen gehalten - § 241 Bedrohung, § 239 Geiselnahme: die Hakimstochter wird mit einem Dolch bedroht und verschleppt
  • Heft 9/82 - § 223 Körperverletzung: Ein Wachposten wird auf den Kopf geschlagen
  • Heft 2/83 - § 239 Freiheitsberaubung: Die Abrafaxe werden in ein Faß eingesperrt
  • Heft 5/83 - § 242 Diebstahl, § 223 Körperverletzung, § 239 Freiheitsberaubung: Califax wird gekidnappt und in einen Baum gesperrt, seine Flasche wird gestohlen
  • Heft 7/83 - § 303 Sachbeschädigung: Zerstörung einer Tempelanlage
  • Heft 12/83 - § 223 Körperverletzung, § 241 Bedrohung, § 239 Freiheitsberaubung: Califax wird gekidnappt und mit dem Tode bedroht
  • Heft 349 - § 239 Freiheitsberaubung Beautevilles, § 221 Aussetzung de Beautevilles (aus Mangel an Wasser und Rudern könnte auch über einen Tötungsversuch nachgedacht werden); § 315a I Nr. 2 Gefährdung des Schiffsverkehrs durch zielgerichtetes Rammen des Abrafax-Bootes, § 223 einfache KV an Brabax, § 239 Freiheitsberaubung Abrafaxe - aber fragwürdige Zuständigkeit deutscher Staatsanwaltschaften

Don Ferrandos Beleidigungen: "Du Schnirkelschnecke", "Du Dummkopf", "Du stoppeliger Feigenkaktus", "Fettwanst", "Ich blöder Idiot" (349)

Don Ferrando wird Opfer zahlreicher Straftaten[Bearbeiten]

Dabei sticht eine Tätergruppe durch die Anzahl an Taten besonders heraus

  • Heft 1/81 § 12 Abs. 2 Erschleichen von Leistungen (Unterkunft und Verpflegung) durch die sich als Sterndeuter ausgebenden Abrafaxe
  • Heft 3/81 § 224 gefährliche Körperverletzung: der Don wird durch einen Steinwurf von Sancho Pansa niedergestreckt
  • Heft 3/81 § 323c unterlassene Hilfeleistung und Zurücklassen in hilfloser Lage durch die Abrafaxe
  • Heft 3/81 § 303 Sachbeschädigung von Bibliotheksinventar durch die Abrafaxe; starke Beschädigung des Gitters im Kellerverlies durch Don Quixote, Sancho Pansa und die Abrafaxe
  • Heft 5/81 § 224 gefährliche Körperverletzung durch Don Quixote und Sancho Pansa
  • Heft 5/81 § 239 Freiheitsberaubung: Einwickeln in ein Segeltuch und Fesselung durch Don Quixote und Sancho Pansa
  • Heft 10/81 § 224 gefährliche Körperverletzung durch Chico
  • Heft 10/81 § 239 Freiheitsberaubung: Fesselung an einer Säule durch Chico
  • Heft 1/82 § 323c unterlassene Hilfeleistung und zurücklassen in hilfloser Lage durch die Abrafaxe
  • Heft 2/82 § 239 Freiheitsberaubung durch die Wüstenräuberbande
  • Heft 7/82 § 223 Körperverletzung: Ohrfeige, Tritt in den Hintern durch Fatima (aufgestachelt von den Abrafaxen)
  • Heft 9/82 § 242 Diebstahl einer fremden beweglichen Sache: Beihilfe zur Fluch der Sklavin Fatima durch die Abrafaxe
  • Heft 10/82 § 211 Mordversuch: versuchte Zerstückelung mit dem Schwert durch Festungssoldaten, Hauptmann Markos
  • Heft 12/82 § 211 Mordversuch: Sprengung der Pirateninsel durch die Abrafaxe
  • Heft 2/83 § 234a Verschleppung ins 13. Jahrhundert durch unsachgemäßen Umgang mit einem Flaschengeist durch die Abrafaxe
  • Heft 2/83 § 81 Hochverrat in Tateinheit mit § 211 Mordversuch: Verrat der Kreuzfahrerschiffe unter in Kaufnehmen des Beschusses mit Griechischem Feuer durch die Abrafaxe
  • Heft 5/83 § 246 Unterschlagung und Aneignung fremden Eigentums: Ferman durch Califax
  • Heft 8/83 § 229 fahrlässige Körperverletzung: herunterstoßen von der Pyramide durch Califax
  • Heft 9/83 § 630a ärztliche Fehlbehandlung: Hakim verabreicht dem Don einen Muntermacher für alte Ziegenböcke
  • Heft 9/83 § 242 Diebstahl: Kreuzritter klauen dem Don Kamel und Hühner
  • Heft 10/83 § 223 Körperverletzung: der Don wird von Steinen am Kopf getroffen, die Abrax versehentlich herunter fallen lässt
  • Heft 11/83 § 242 Diebstahl: Kanniz entwendet dem Don die Flaschengeistflasche
  • Heft 12/83 § 223 Körperverletzung: Califax bringt den Don auf dem Turm der Winde zu Fall
  • Heft 260 § 242 Diebstahl: die Abrafaxe stehlen das Tagebuch des Nikodemus Federbusch
  • Heft 262 § 239 Freiheitsberaubung: die Eldoradopiraten nehmen den Don gefangen und fesseln ihn
  • Heft 268 § 314 Gemeingefährliche Vergiftung: Califax betäubt den Don mit einer vergifteten Gemüsesuppe
  • Heft 268 § 229 fahrlässige Körperverletzung: Abrax schlägt den Don mit einer Melonenhälfte KO
  • Heft 275 § 239 Freiheitsberaubung: Francis Drake lässt den Don einsperren und fesseln;
  • Heft 275 § 239 Freiheitsberaubung: der Don wird von seinen Kumpanen in ein Fass gesteckt
  • Heft 279 § 239 Freiheitsberaubung: der Don wird von der meuternden Besatzung der Golden Hind geteert und gefesselt

Name in ausländischen Publikationen[Bearbeiten]

  • Ungarn: Csetepaté Márki ("Marquis Krawall")

Literatur[Bearbeiten]

Don Ferrando tritt in folgenden Mosaik- und Fanpublikationen auf[Bearbeiten]

1/81, 2/81, 3/81, 4/81, 5/81, 6/81, 7/81,             10/81, 11/81, 12/81
1/82, 2/82, 3/82, 4/82, 5/82, 6/82, 7/82, 8/82, 9/82, 10/82, 11/82, 12/82
1/83, 2/83, 3/83, 4/83, 5/83, 6/83, 7/83, 8/83, 9/83, 10/83, 11/83, 12/83

Titelbild von  4/84
Suchbild in   12/85

Mal- und Bastelmosaik

Titelbild von   240
als Statue in   246 

                                        258, 259, 
260, 261, 262, 263, 264, 265,           268, 269,
270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278, 279,
    (281),282
Titelbild von 309 (nur auf Variantcover)
                                             349
     421 (in einem Traum), 463, 500, 523, 571 und 591 (als Cameo)
599, 600, 601, 602, 603, 604

Fancomic: Der Fluch des Don Ferrando