Palace Hotel

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Das erste Haus am Platz - das Palace Hotel

Das Palace Hotel ist ein Gebäude in der Amerika-Serie des Mosaik von Hannes Hegen.

Inhaltsverzeichnis

Art und Zustand des Gebäudes

Bau

Das Palace Hotel ist ein Luxushotel in St. Louis. Das Hotel ist ein repräsentatives, fünfstöckiges Gebäude mit Mansarddach im Stil der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts modernen Neorenaissance. An der Platzseite besitzt das Haus einen Mittelrisalit, bei dem auch das erste Obergeschoss mit Rustica-Mauerwerk verziert ist. Hier befindet sich der Haupteingang des Hotels mit drei großen, logenartigen Bögen. Bemerkenswert sind die durchgehenden horizontalen Gesimse und die Balusterverzierungen unter den Fenstersohlbänken.

Das Palace ist "das erste Haus am Platze". Die Gestaltung der Innenräume und die Ausstattung ist entsprechend luxuriös. Dem entsprechend beherbergt das Hotel vor allem sehr reiche und vornehme Gäste. Das Hotel dient aber auch als heimlicher Treffpunkt politischer Ränkespieler - wie des undurchsichtigen Mr Lobby und ähnlicher Herren. Toiletten gibt es trotz des hohen Anspruchs des Hauses nicht in jedem Zimmer, sondern nur eine pro Etage.
Das Hotel bietet auch sehr erlesene Speisen an, etwa die berühmte Palace-Schlemmerplatte mit gezuckerten Früchten, Eis und Schlagsahne.

Personal

Das Hotel verfügt offenbar über eine großzügige Personalausstattung. Dazu zählen

Gäste

Die Digedags begegnen mehr oder weniger freiwillig mehreren Gästen, sowohl angemeldeten als auch unangemeldeten. Letztere haben allerdings nicht die Absicht, längere Zeit zu bleiben: General Knocker und der Schurke Coffins. Zu den angemeldeten Gästen gehören:

Das Palace im Mosaik

Die Digedags gelangen im Frühjahr 1861 nach St. Louis. Sie wollen sich hier mit einem Regierungskommissar treffen, über den sie mit der Regierung wegen der Übergabe des Schatzes an den Norden verhandeln möchten. Verhandlungsort ist das Palace Hotel. Die äußere Erscheinung der Digedags und von Captain Clever passt aber überhaupt nicht zu der vornehmen Klientel des Hauses, wie die entsetzte Mrs. Woodpecker bemerken muss. Auch der Empfangschef überzeugt sich erst von Clevers Geheimdienstidentität, bevor er die vier als Gäste akzeptiert. Kurz nach der Ankunft der Digedags trifft der Regierungskommissar Louis Lobby ein. Leider haben das auch General Knocker und Coffins mitbekommen. Knocker gelingt es, seinen alten Freund Lobby im Namen des Komitees zur Rettung der Südstaaten zu ködern, um dem Süden das Geheimnis um den Goldschatz der Digedags auszuliefern.
Die Ankunft von Knocker wird von Digedag beobachtet. Er macht sich daraufhin auf eine waghalsige Kletterpartie auf dem Sockelsims der Fassade des dritten Stockwerks, um das um die Ecke liegende Zimmer 340 zu erreichen, in das Knocker gegangen ist. Die Kletterpartie ist mit zahlreichen Hindernissen gespickt, jedoch von Erfolg gekrönt, denn Digedag kann den Verrat von Lobby beobachten. Doch dann muss er flüchten, denn die Ordnungshüter halten ihn für einen Dieb und lösen Alarm aus.
Inzwischen hat Lobby Dig und Dag zu sich geholt, um sie über den Goldschatz auszuhorchen. Dabei verwöhnt er sie mit einer Schlemmerplatte, während Knocker hinter einer Spanischen Wand lauscht. Im letzten Moment kann Digedag, der unterwegs noch Leutnant Sniffler getroffen hat, das Zimmer erreichen und Lobby entlarven. Daraufhin flüchten die Digedags aus dem Hotel.

Vorlage

Das Vorbild für das MOSAIK-Palasthotel ist das berühmte Palace Hotel in San Francisco. Der Architekt John Painter Gaynor baute das Hotel in den Jahren 1871-75 im Auftrag des Magnaten William Chapman Ralston, des "Zauberers von San Francisco". Obwohl dieser 1875 an einem Schlaganfall starb, nachdem sein gesamtes finanzielles Imperium zusammengebrochen war, wurde das Palace Hotel pünktlich am 2. Oktober eröffnet. Bald galt es - dem Wunsch seines Bauherrn entsprechend - als der Inbegriff des zeitgenössischen Luxus'. Es war sieben Stockwerke hoch und umschloss ein großes Atrium. Im Jahre 1906 fiel es den verheerenden Stadtbränden in Folge des Erdbebens zum Opfer und wurde 1909 wenige Blocks weiter neu errichtet. Dieses neue Palace Hotel steht bis heute.

Das Mosaik-Kollektiv hat das Aussehen des alten Palace sicher aus dem Bildband The American West gekannt, denn aus diesem Werk stammen nachweislich viele andere Vorlagen für die Amerika-Serie. Das Palace im MOSAIK weicht jedoch von der Vorlage ab. Die erhaltenen Abbildungen zeigen keinen Bau der Neorenaissance, sondern eine schon durchaus modern anmutende Hochhausarchitektur. Abgesehen von den anderen Proportionen besaß das wirkliche Hotel offensichtlich keinen giebelbekrönten Risalit, sondern allenfalls kleine, kaum auffallende Giebel im Dachgeschoss. Außerdem waren die Fenster achsenweise zu vorspringenden, erkerartigen Formationen zusammengefasst. Die horizontalen Gesimse liefen nicht durch, sondern waren um diese Erker verkröpft. Auch das Dach des Hotels ist im MOSAIK anders gestaltet, im Unterschied zu dem flachen, vielleicht gar nicht durchfensterten Dach des originalen Bauwerks besitzt es im MOSAIK eine Mansarde mit Zwerchhausfenstern. Insgesamt wirkt Ralstons Bau beträchtlich mondäner, urbaner als das doch etwas hausbackene Hotel im MOSAIK.

Externe Links

Das Palasthotel ist Schauplatz in folgendem Mosaikheft

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