Pilgerfahrt nach Mekka

Aus MosaPedia

Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Pilgerfahrt nach Mekka - arabisch Ḥaǧǧ (sprich "Hadsch") - ist im Islam eine zentrale Glaubenspraxis. Da die Mosaik-Handlung mehrfach in islamisch geprägten Kulturkreisen spielt, finden auch entsprechende religiöse Bräuche Erwähnung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Pilgerfahrt im Mosaik

Begeisterung sieht anders aus...

Muslime auf Pilgerreise bzw. Mekka und die mit der Wallfahrt verbundenen Rituale treten im Mosaik nicht in Erscheinung. An einigen Stellen wird die Pilgerfahrt jedoch erwähnt oder in der Handlung darauf Bezug genommen.

Daneben gibt es einzelne Figuren, die den Beinamen Hadschi führen, der darauf hinweist, dass sie die Pilgerfahrt bereits absolviert haben.

[Bearbeiten] Mosaik von Hannes Hegen

In der Runkel-Serie werden der Strategos und der Centurio vor Gericht gestellt, da sie unerlaubt fremdes Stammesgebiet betreten haben. Die beiden berufen sich darauf, dass sie dies nicht gewusst hätten und bitten nachträglich um die Gewährung der Gastfreundschaft. Die Digedags sind zwar auch nicht gerade Freunde der beiden Byzantiner, doch da diese geholfen haben, ein Feuer im Dorf des Stammes zu löschen, sprechen auch die drei Kobolde für sie. In seinem Urteil verzichtet der Emir daher auf die Bastonade und stellt den Strategos und den Centurio vor die Wahl: Entweder werden sie nach Konstantinopel augewiesen, oder sie unternehmen eine Pilgerfahrt nach Mekka, um richtige Muslime zu werden. Während der Centurio sich mit dem Angebot ganz gut arrangieren kann, ist der Strategos ziemlich aufgebracht. In der Nähe des Dorfes befindet sich ein Wegweiser, an dem sie sich orientieren und der eine 60-tägige Reise ankündigt.

[Bearbeiten] Mosaik ab 1976

Bild:Hapfff.png Dieser Artikel ist noch sehr kurz oder noch unvollständig. Wenn du möchtest, kannst du ihn ergänzen.

[Bearbeiten] Die Pilgerfahrt im Islam

Die große Moschee von Mekka heute

Die Pilgerfahrt ist eine Grundpflicht für jeden gläubigen Muslim. Sie soll von jedem Muslim einmal im Leben durchgeführt werden, sofern er körperlich und finanziell dazu in der Lage ist. Ist dies nicht der Fall, kann auch eine andere Person die Pilgerfahrt in Vertretung durchführen. Da die Pilgerfahrt für Bewohner weit entfernter Regionen oft mit enormen Risiken und Kosten verbunden war, haben sich regionale Bräuche für "Ersatzpilgerfahrten" entwickelt. So gilt beispielsweise in Tunesien/Nordafrika der siebenmalige Besuch Kairouans als Ersatz für die Wallfahrt nach Mekka. Solche Vorstellungen sind in anderen Bereichen der islamischen Welt unbekannt.

Nach islamischer Überlieferung wurde der Islam auf fünf Grundsäulen erbaut.

  1. Das Glaubensbekenntnis
  2. Das Gebet
  3. Das Fasten im Monat Ramadan
  4. Die Almosenabgabe
  5. Die Pilgerfahrt nach Mekka

An diese fünf Grundpflichten sollte sich jeder Muslim halten. Für Alte, Kranke, Kinder, Frauen und Personen, die besonderen Belastungen ausgesetzt sind, gibt es Sonderregelungen.

Die Stationen der Pilgerfahrt

Der eigentlichen Pilgerfahrt gehen vorbereitende Rituale voraus. Der Pilger begibt sich in eine Art "Weihezustand" (iḥrām - sprich "ichram"), zu dem eine Absichtserklärung, die Herstellung ritueller Reinheit und das Anlegen besonderer Pilgerkleidung gehören. Für die Dauer der Pilgerfahrt bleibt dieser Zustand bestehen und ist mit verschiedenen Enthaltsamkeitsgeboten verbunden.

Die Pilgerfahrt umfasst einen individuellen und einen kollektiven Teil. Zum individuellen Teil gehören neben Gebeten hautsächlich das siebenmalige Umrunden der Kaaba (al-Kaʿba - "der Würfel") sowie das siebenmalige Zurücklegen der Strecke zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa. Die Kaaba ist ein würfelförmiges Gebäude im Zentrum der Großen Moschee in Mekka und stellt das bedeutenste Heiligtum des Islam dar. Alle Moscheen sind zu diesem Zentrum hin ausgerichtet. Die Kaaba wird auch als das Haus Gottes bezeichnet und wurde der Überlieferung nach von Abraham errichtet. In die östliche Ecke ist der schwarze Stein (al-ḥaǧaru 'l-aswad - sprich "al-chadscharu-laswad") eigelassen, den die Pilger nach Möglichkeit küssen. Da dies im heutigen Gedränge oft unmöglich ist genügt es, die Hand danach auszustrecken.
Der Lauf zwischen den beiden Hügeln erinnert daran, wie Hagar, eine Sklavin Abrahams und Mutter seines Sohnes Ismael, verzweifelt nach Wasser für ihren Sohn suchte. Zu ihrer Rettung ließ Allah die Quelle Zamzam entspringen. Um die Quelle gibt es heute einen Brunnen. Das Wasser soll seinen Ursprung im Paradies haben und über heilende Kräfte verfügen.

Zum kollektiven Teil der Rituale gehört zuerst der Aufenthalt in der Ebene am Berg Arafat. Der Prophet Mohammed soll dort seine letzte Predigt gehalten haben. Die Pilger verbringen den Tag dort in Gebeten und Meditation. Nach dem Abendgebet werden noch Steine für das nächste Ritual gesammelt. Die Pilger begeben sich zu dem Ort Mina, wo am folgenden Tag das Ritual des Steinewerfens stattfindet. Oft wird es als Steinigung des Teufels bezeichnet. Andere Interpretationen sehen darin eine symbolisierte Befreiung von Sünden bzw. das sich Trennen und Ablegen von weltlichem, möglicherweise nicht religionskonformem Besitz oder Verhaltensweisen.

Den Abschluss der Wallfahrt bildet das Opferfest. Das Opferfest erinnert daran, wie Gott Abrahams Glauben prüfte und dieser bereit war, auf Gottes Geheiß seinen Sohn zu opfern. Gott sandte im letzten Moment einen Hammel, den Abraham stellvertretend für den Jungen schlachtete. Das Opferfest ist der bedeutenste islamische Feiertag und wird unabhängig von der Pilgerfahrt von allen Muslimen gefeiert.

[Bearbeiten] Externe Links

[Bearbeiten] Die Pilgerfahrt wird in folgenden Mosaikheften erwähnt

Mosaik von Hannes Hegen: 129, 130 

Mosaik ab 1976: ...
Persönliche Werkzeuge