Peter der Große

Aus MosaPedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Peter der Große im MOSAIK
Peter der Große im Film

Peter der Große war ein bedeutender russischer Zar aus der Familie der Romanows. Er tritt in der Barock-Serie des Mosaik ab 1976 auf, wo er von Ulrich Nitzsche gezeichnet wurde.

[Bearbeiten] Der Zar im Mosaik

Zar Peter der Große hat seinen Mosaik-Auftritt in Zaandam. Er ist inkognito in die Niederlande gekommen, um auf der nahe bei Amsterdam liegenden Werft die holländische Schiffsbaukunst kennenzulernen. Unter dem Namen Peter Michailow arbeitet er als scheinbar einfacher Zimmermann. Als Gottfried Wilhelm Leibniz und Brabax in die Werft kommen, fällt letzterem der hünenhafte Zimmermann auf, welcher selten ungeschickt einen Balken bearbeitet. Brabax erklärt dem wissbegierigen Mann die richtige Handhabung einer Zimmermannsaxt, worüber der Zar überaus begeistert ist. Besonders ein einprägsamer Merkspruch der Zimmerleute, den Brabax ihm beibringt, gefällt dem Zaren. Gegenüber Leibniz verspricht Zar Peter den Bau eines Fluggeräts und einer Akademie der Wissenschaften. Außerdem lädt er Leibniz dringend nach Russland ein und bittet ihn, den "außerirdischen" Brabax unbedingt mitzubringen.

Peter der Große hatte auch einen Auftritt im Werbetrickfilm zum russischen MOSAIKA (zu sehen auf dem Video Mosaik - 40 Jahre Abenteuer). Im Auftrage Helmut Kohls überreichen ihm die Abrafaxe ein Mosaikheft. Dieses amüsiert den Zaren und seinen Hofstaat sehr.

[Bearbeiten] Der historische Peter der Große

Der reale große Peter
Zar-Peter-Haus in Zaandam

Zar Peter I. (1672­–1725), genannt "Peter der Große", gehört zu den bedeutendsten Herrschern des russischen Reiches. Er veranlasste zahlreiche Reformen in Staat, Wirtschaft, Militär und Gesellschaft. Unter ihm wurde Russland zu einer gleichberechtigten europäischen Großmacht, was sich etwa im Sieg über Schweden im großen Nordischen Krieg Anfang des 18. Jahrhunderts manifestierte. 1703 gründete Zar Peter die Stadt St. Petersburg, die er zur neuen Hauptstadt des Reiches machte.

Um die Erfolgsrezepte der anderen Großmächte kennen zu lernen, unternahm er eine Reihe von Reisen. Im Verlaufe der Großen Gesandtschaft (russ. Великое посольство) arbeitete er im Jahre 1697 in der Tat unter falschem Namen zunächst acht Tage auf einer Werft in Zaandam und setzte seine Ausbildung als Zimmermann schließlich in Amsterdam fort. Der Zar und Zimmermann Peter der Große wird auch im redaktionellen Teil Kennt ihr schon ... von Heft 408 porträtiert.

[Bearbeiten] Die Große Gesandtschaft

Mit dem Ziel, das rückständige russische Reich zu modernisieren, unternahm Zar Peter I. 1697/98 eine Reise durch zahlreiche Länder Europas. Neben der offiziellen diplomatischen Mission (deren Ziele, u.a. diplomatische und militärische Unterstützung im Kampf gegen das osmanische Reich zu erlangen, weitgehend verfehlt wurden), ging es dabei vor allem um die Aneignung von Wissen, den Erwerb von dringend benötigten Waffen und die Anwerbung von Fachleuten aus den westeuropäischen Staaten.

Der Tross von mehr als 300 Personen brach am 10. (20.) März 1697 von Moskau in Richtung Westen auf. Der 25 Jahre junge Zar Peter reiste inkognito unter dem Namen Peter Michailow, wurde aber (außer von Brabax) aufgrund seiner beeindruckenden Statur meist schnell erkannt. Über das damals schwedische Riga führte der Weg zunächst in die preußische Hauptstadt Königsberg. Während des zweimonatigen Aufenthaltes wurde Peter vom Kurfürsten Friedrich III. (dem späteren König Friedrich I.) empfangen, und er schloß erfolgreich einen Artilleriekurs ab. Nach einem Aufenthalt in Berlin reiste die Gesandtschaft weiter in Richtung Amsterdam. Auf dem Weg durch Norddeutschland hatte Peter unter anderem das Vergnügen, die aus dem Mosaik bekannte Sophie von der Pfalz und ihre Tochter, die preußische Kurfürstin Sophie-Charlotte, kennenzulernen.

In den Niederlanden begab sich Peter, der sehr am Schiffbau interessiert war, direkt nach Zaandam. Dort traf er am 7. (17.) August ein und begann tags drauf auf der Werft zu arbeiten. Da die ihm in Zaandam zuteil werdende Aufmerksamkeit bald lästig wurde, zog er es nach einer Woche vor, nach Amsterdam zu gehen. Dort, auf einer Werft der Vereinigten Ostindischen Compagnie auf der Insel Oostenburg, arbeitete er vier Monate lang an der Fregatte Petrus en Paulus. Peters Lehrzeit auf der Werft inspirierte den Komponisten Albert Lortzing zu seiner berühmten Oper Zar und Zimmermann.

Mit kleinem Gefolge reiste Peter im Januar 1698 weiter nach London. Nach einem diplomatischen Fiasko im Juli 1698 beim Kaiser Leopold I. in Wien wurde angesichts der Nachrichten von einem Aufstand in Moskau auf die ursprünglich geplante Weiterreise nach Venedig und Rom verzichtet. Auf dem Rückweg in die russische Hauptstadt traf Peter mit dem sächsisch-polnischen König August II. (dem Starken) zusammen. In dreitägigen Verhandlungen wurden erste Absprachen für einen gemeinsamen Angriff auf Schweden getroffen, die später die Basis für den Großen Nordischen Krieg bilden sollten. Nach seiner unerwarteten Rückkehr schlug der Zar in Moskau den zweiten Strelitzenaufstand blutig nieder.

[Bearbeiten] Externe Links


[Bearbeiten] Auftritt in folgendem Publikationen

407 (Vorschau auf der Rückseite), 408 (Handlung und Mittelteil)
SUPERillu: Supi, unsere Kinderseite 2013 - Nr. 14 (Nachdruck aus Mosaik 408)
MOSAIKA-Werbefilm
Persönliche Werkzeuge