Ludwig der Bayer

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Ludwig der Bayer, im Vortrag von Brabax

Kaiser Ludwig der Bayer tritt in einer Art Rückblende in der Reformations-Serie des Mosaik ab 1976 auf und wird als König in den Romanen Im Namen der Rübe und Der König der Spaßmacher erwähnt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] In der Reformations-Serie

Brabax hält an der Wittenberger Schlosskirche eine Vorlesung zum Thema Günther XXI. von Schwarzburg und seine Regentschaft als König. Darin berichtet er, dass Günther ein treuer Genosse von Kaiser Ludwig dem Bayern war und nach dessen Tod von Ludwigs Familie zum Nachfolger bestimmt wurde.

[Bearbeiten] In den Romanen

[Bearbeiten] Im Namen der Rübe

In Rom ist das Kardinalskollegium zu einer Sitzung zusammengetreten, um über den drohenden Romzug des deutschen Königs Ludwig des Bayern zu beraten. Dabei stehen sich im Kollegium zwei Parteien gegenüber: Die Guelfen unter Führung der Orsini, welche den Papst (gegenwärtig Johannes XXII.) unterstützen, und die kaiserliche Partei unter Führung der Colonna. Die Konflikte zwischen den Orsini und den Colonna treten dabei offen zutage, als Napoleone Orsini - der Vorsitzende des Kardinalskollegiums und Chef der Familie Orsini - das Scheitern von König Ludwigs Romzug prognostiziert und die beiden Colonna-Kardinäle wegen ihrer mutmaßlichen Unterstützung des Königs mit Vorwürfen belastet. Die beiden Colonna-Kardinäle verlassen daraufhin unter Protest die Sitzung.

Nahezu zeitgleich bietet der ehrgeizige Kardinal Charles Broccoli, der eigentlich als Abgesandter des Papstes in Rom weilt, dem Kardinalsneffen und Senator Orso Orsini an, sich als Gegenpapst zur Verfügung stehen zu wollen. Als solcher werde er Ludwig zum Kaiser krönen. Obwohl Broccoli der Familie Orsini im Gegenzug für ihre Unterstützung dabei die Herrschaft über Rom anbietet, weist Kardinal Orsini das Ansinnen von Broccoli weit von sich.

[Bearbeiten] Der König der Spaßmacher

König Ludwig IV., genannt der Bayer, wird am Beginn des Romans Der König der Spaßmacher erwähnt. Um das Jahr 1320, zur Zeit der Handlung, stritt er mit seinem Vetter, dem Habsburger Friedrich dem Schönen um den Königsthron.

[Bearbeiten] Der reale König

Ludwig (1282 - 1347) war ein Wittelsbacher und wurde 1314 in Frankfurt am Main zum König des Heiligen Römischen Reiches gewählt. Allerdings wurde gleichzeitig auch der Habsburger Friedrich der Schöne zum König gewählt, gegen den sich Ludwig erst 1322 militärisch durchsetzen konnte. Ludwig strebte danach die Anerkennung durch Papst Johannes XXII. an, die dieser aber verweigerte. Nach dem Kirchenbann von 1324 bereitete Ludwig einen Romzug vor, zu dem er 1327/28 aufbrach. In Rom wurde Ludwig am 17. Januar 1328 mit Unterstützung der Colonna als Ludwig IV. zum Kaiser gekrönt - als Einziger nicht vom Papst, sondern durch Sciarra Colonna im Namen des "Volks von Rom". Im Mai 1328 setzte Ludwig den Gegenpapst Nikolaus V. ein. Zwar kam es später noch zu Ausgleichsbemühungen mit Papst Johannes, die aber nach dem Tod des Papstes endeten, so dass Ludwig bis zu seinem Tod 1347 im Kirchenbann verblieb. Offiziell wurde der Bann sogar erst 1625 aufgehoben.

[Bearbeiten] Externe Links

[Bearbeiten] König Ludwig bzw. Kaiser Ludwig der IV. taucht in folgenden Publikationen auf

Mosaik ab 1976: 498 (Auftritt in einer Vorlesung)

Mittelteil: 509 (Das ist ja ein  Ding!)

Neues von Runkel: Im Namen der Rübe (erwähnt)

Fanuniversum: Der König der Spaßmacher (erwähnt)
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