Kohle

Aus MosaPedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Verfolgungsjagd im Kohlentagebau

Kohle ist ein Bodenschatz aus der Neos-Serie und der Erfinder-Serie im Mosaik von Hannes Hegen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kohle im Mosaik

[Bearbeiten] Auf dem Neos

Die Digedags suchen während ihres Aufenthalts auf dem Neos ein Kohlenfördergebiet in der Republikanischen Union auf. Auf der Spur des lange gesuchten Spions Mac Gips geraten sie zunächst eines Abends in ein kleines Häuschen in der Nähe von Hokitoki. Dort übernachten sie. Allerdings wird das Haus am nächsten Morgen wegen des nahenden Kohlentagebaus versetzt, ohne dass die Digedags dies anfangs mitbekommen. Als sie schließlich aus dem weggefahrenen Haus flüchten können, werden sie als vermeintliche Einbrecher verfolgt.

In den Stollen des Kohlengebietes stoßen sie dann unvermittelt auf Mac Gips' geheimes Laboratorium. Sie verfolgen den Agenten anschließend durch den halben Kohlentagebau. Mac Gips schafft es zwar, auf einen fahrenden Kohlenzug aufzuspringen, jedoch gelingt den Digedags dasselbe Kunststück. Also springt Gips wieder ab und flüchtet in den Kulturpalast des Förderkollektivs. Ihm gelingt es, in den unübersichtlichen Gängen des Kulturhauses zu verschwinden, während die Digedags in einen wissenschaftlichen Vortrag zum Thema Kohlenförderung geraten und dort ein ordentliches Tohuwabohu auslösen.

[Bearbeiten] In England

Kohlengrube in England im 18. Jahrhundert

Historisch früher, aber Mosaik-chronologisch später kommen Dig und Dag mit dem Thema Kohlenförderung im England des 18. Jahrhunderts in Berührung. In ihren Erlebnissen mit den Erfindern Thomas Savery und Thomas Newcomen dreht sich die Handlung eigentlich darum, wie die Kohlengruben der damaligen Zeit besser vom Grundwasser befreit werden können. Da die herkömmlichen Pumpwerke dies nicht mehr leisten können, erfinden Savery die Dampfpumpe und Newcomen die verbesserte Dampfmaschine.

Die Digedags begleiten zunächst Savery auf einer Inspektionsreise durch die Kohlengruben von Cornwall. Savery erklärt ihnen, dass alle größeren Bergwerke ohne seine Maschine längst hätten stillgelegt werden müssen. Allerdings sind die Maschinisten mit der neuen Technik noch nicht allzu gut vertraut, so dass es mitunter zu Unglücksfällen kommt. Später arbeiten Dig und Dag selbst als Maschinisten in der Grube von Morton. Dort fällt plötzlich die Dampfpumpe aus und es droht eine Explosion. Die Digedags holen Thomas Newcomen, den Schmied von Dartmouth, herbei, der die Maschine repariert, damit nicht die vielen Bergleute für Monate ohne Lohn und Brot dastehen.

[Bearbeiten] Redaktionelles

Bereits in die laufende Mosaikhandlung sind, vor allem in der Neos-Serie, allerhand Erläuterungen zur Kohleförderung und der Technik in den Fördergebieten eingebaut. Darüberhinaus enthält das "Kohleheft" (41) aber auch dezidierte redaktionelle Teile, insbesondere zur Braunkohleförderung. So stellt Lexi zunächst auf einer sehr schönen Doppelseite einen Schaufelradbagger und einen Eimerkettenbagger im Einsatz vor. Später im Heft nutzt Lexi den wissenschaftlichen Vortrag des Professors im Kulturpalast dazu, die beiden Maschinen en detail zu erläutern. Die Rückseite des Heftes gibt einen Einblick, welche Produkte alles aus Kohle gewonnen werden können.

Zum "Kohleheft" gab es außerdem eine Beilage mit dem Titel "Braunkohle - eine Quelle unseres Reichtums", die auf die Bedeutung der Kohlewirtschaft für die DDR eingeht.

Die Ereignisse in England konzentrieren sich zwar hauptsächlich auf die Entstehungsgeschichte der Dampfmaschine, jedoch wird sowohl ein wenig im Text der Handlung als auch bei den redaktionellen Texten zu den Maschinen ab und zu etwas zur Kohlenwirtschaft der damaligen Zeit gesagt. Vor allem aber geben die Abbildungen einen schönen Einblick in die Steinkohlengruben des 18. Jahrhunderts. So sind etwa bei der Grube von Morton ein schönes Förderhaus mit historischem Aufzug zu sehen, dazu gut gestaltete Kohlenhunte (Förderwägelchen) und dazugehörige "Gleisanlagen". Das Mosaik verlegt jedoch fälschlicherweise die Kohleförderung nach Cornwall, wo überhaupt keine Kohle gefördert wurde.

[Bearbeiten] Kohle in der Realität

Kohle ist nach dem Erdöl einer der wichtigsten Rohstoffe der Wirtschaft. Von jeher liegt ihre Bedeutung schwerpunktmäßig in der Energieerzeugung; früher für sämtliche Dampfmaschinen inklusive der Eisenbahnen, heute in der Energieerzeugung in Kraftwerken. Kohlenförderung und -transport bildeten dabei jahrhundertelang das Rückgrat der Weltwirtschaft und des Welthandels. Heute nimmt diesen Platz das Erdöl ein. Neben der Energieerzeugung ist jedoch seit dem beginnenden 20. Jahrhundert die chemische Verarbeitung der Kohle getreten.

Die Verfeuerung von Kohle ist ein wesentlicher Faktor für den Treibhauseffekt. Aber auch die Kohlenförderung geht mit gravierenden Umweltbeeinträchtigungen einher. Im Mosaik wird allerdings die großflächige landschaftliche Zerstörung durch den Braunkohlentagebau in Form der witzigen Geschichte mit dem mobilen Reihenhäuschen eher als wenig folgenreich dargestellt.

[Bearbeiten] Externer Link

[Bearbeiten] Interne Links

[Bearbeiten] Kohle spielt in folgenden Mosaikheften eine wichtige Rolle

Mosaik von Hannes Hegen: 41, 63, 64

Beilagen MvHH:
Steinchen an Steinchen 41 - Braunkohle - eine Quelle unseres Reichtums,
Steinchen an Steinchen 63 - Die Freunde des Bergmanns
Persönliche Werkzeuge