Mädchenitis

Aus MosaPedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Abrafaxe mit sehr mädchenhaften Verhaltensweisen

Mädchenitis ist eine Art Krankheit beziehungsweise eine - wahrscheinlich psychische - Abweichung, von der die Abrafaxe eine Zeit lang in der Johanna-Serie betroffen sind.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Erscheinungsbild

Kurze Zeit nach ihrer Begegnung mit den drei Komplementärwesen aus der Mädchenwelt entwickeln die Abrafaxe plötzlich merkwürdige, für sie untypische Verhaltensweisen. Ihr Reden und Handeln ähnelt den (traditionell-rollentypischen) Attributen, die gemeinhin mit Mädchen in Verbindung gebracht werden. Der Ausprägungsgrad ist allerdings bei den drei Kobolden höchst unterschiedlich:

  • Am stärksten ist Abrax betroffen. Er beginnt als erster damit, Blumen zu pflücken und äußert den Wunsch, sich einen Blumenkranz zu flechten. Dies setzt er auch in die Tat um; den zusätzlichen Drang, sich Zöpfe zu flechten, dagegen nicht. Später tritt er in einem Brünhilde-Kostüm auf, wobei er völlig unbewusst das Kleid angezogen hat und im Nachhinein über sich selbst entsetzt ist. Das Tragen eines Blumenkranzes wiederholt sich im Folgenden. Gegenüber Johanna erklärt Abrax, es sei, als würden fremde Leute in seinem Kopf herumspazieren. Von allen drei Abrafaxen ist Abrax am intensivsten daran interessiert, von dem Phänomen wieder "geheilt" zu werden und drängt auf eine Behandlung, nachdem er von der Kunst des Doktor Joi erfahren hat.
  • Etwas weniger und vor allem sanfter zeigt sich die Wirkung der Störung bei Califax. Er beginnt sich zwar mit Abrax zu streiten und reißt ihn an den Haaren. Nachdem Brabax die Streitenden abgekühlt hat, kommt es jedoch zu einer rührenden, versöhnlichen Umarmung. Danach ist Califax sehr friedlich, beschaut sich in einem Handspiegel und trägt längere Zeit ein niedliches rosafarbenes Schleifchen im Haar sowie Wimperntusche. Im Gegensatz zu Abrax fühlt sich Califax mit den Mädchenitis-Wirkungen recht wohl.
  • Bei Brabax sind mit Abstand die wenigsten Folgen der Mädchenitis zu verzeichnen. Zu nächst scheint er gar nicht betroffen und versucht, die Auswirkung des Phänomens bei seinen Freunden zu lindern. Brabax liefert auch eine plausible Theorie, wie es zu der Störung kommen konnte. Später zeigen sich allerdings doch leichte Auswirkungen bei ihm, da er sich ebenfalls einen Blumenkranz flicht und im Haar trägt. Eine Zeit lang trägt er außerdem eine Halskette aus Glasperlen.

[Bearbeiten] Ursache und Erklärung des Phänomens

Ursache beziehungsweise Auslöser der Mädchenitis ist ein Experiment von Albertus Magnus. Seine Vier-Stufen-Maschine hat ein Zeittor geschaffen, durch welches drei Mädchen aus einer anderen Zeit herbeigeholt werden. Albertus bemerkt, dass er eine seltsame Verbindung zwischen den Abrafaxen und den Mädchen erzeugt hat. Die Verbindung besteht jeweils zwischen Abrax und Anna, Brabax und Bella sowie Califax und Caramella. Wenn sich eines der "Pärchen" zu nahe kommt, bilden sich Energieblitze, die den Beteiligten weh tun. Direkte Folgen sind zunächst jedoch nicht zu beobachten.

Nachdem einige Zeit später, als die Mädchen längst wieder in ihrer Zeit verschwunden sind, die Mädchenitis-Symptome auftreten, stellt Brabax einen Zusammenhang her. Bei der Verbindung zwischen den Mädchen und den Abrafaxen sei ein Teil der Mädchen - etwas von ihrem Geist, Charakter oder ihrer Seele - auf die Abrafaxe übertragen worden. Ebenso hätten wahrscheinlich die Mädchen einen Teil der Abrafaxe abbekommen. Ob das Ganze dauerhaft oder temporär ist, vermag jedoch auch Brabax nicht zu sagen.

Welcher Art Krankheits- oder Störungsbild die Mädchenitis entspricht (die Bezeichnung ist medizinisch noch nicht etabliert, sondern versteht sich als Übergangsvorschlag), ist nicht ganz eindeutig zu klären. Zwar spricht einiges für eine eher psychosomatische Störung, beispielsweise eine Posttraumatische Balastungsstörung infolge des Schocks der Begegnung in Verbindung mit den unangenehmen elektrischen Ladungen. Dem würde entsprechen, dass selbst die nachhaltigen, schwereren Auswirkungen bei Abrax nach der Gesprächstherapie bei Doktor Joi (alias Sigmund Freud) beseitigt sind. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass das Zeittor oder die Wirkung des Zeitexperiments eine tatsächlich körperlich manifestierte Temporärveränderung der Persönlichkeitsstruktur verursacht hat. Nicht zuletzt haben die zahlreichen Zeitexperimente des bekannten Wissenschaftlers Dr. Emmett L. Brown bewiesen, dass eine entsprechend große Störung des Raum-Zeit-Kontinuums sogar in der Lage wäre, die Existenz des gesamten Universums zu gefährden.

[Bearbeiten] Heilung

Ebenso unterschiedlich, wie die Symptome der Mädchenitis bei den drei Abrafaxen ausgeprägt ist, verläuft auch die Heilung derselben.

  • Nahezu unbemerkt verliert sich die Wirkung bei Brabax. Er übergibt seine Kette an Doktor Joi, als Bezahlung für die Behandlung von Abrax. Danach kommt er nicht mehr darauf zurück, wobei er auch zuvor schon kein sichtbares Symptom mehr gezeigt hat.
  • Califax hängt lange an seiner rosafarbenen Schleife. Doch die nachhaltige Hilfe für eine Frau mit Kopfweh und das Auftreten des bösen Arnulf von Wolfenstein lassen auch für ihn das geliebte Accessoire belanglos werden; er opfert es schließlich ohne nachzudenken, damit der Graf gefesselt werden kann.
  • Die aufwändigste Hilfe benötigt Abrax. Er fühlt sich so sehr von seinen Symptomen beeinträchtigt, dass er ohne die Therapie von Doktor Joi nicht auszukommen vermag. In einer langen Sitzung beim Doktor, wobei Abrax anstelle auf einem Sofa auf Strohsäcken liegt, erzählt er dem Arzt von allen Symptomen, seinen Gefühlen, Alpträumen und vielem mehr. Am Ende verlässt er freudestrahlend die Praxis den Stall und bezeichnet sich als geheilt, er fühle sich jetzt blendend. Danach treten auch bei ihm keine Symptome der Mädchenitis mehr auf.

[Bearbeiten] Die Krankheit zeigt sich in folgenden Heften

394, 395, 396
Persönliche Werkzeuge