Gerhard Eckert

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Gerhard Eckert (*ca. 1904 - ?) arbeitete als Modellbauer und gelegentlicher Kolorist für das Mosaik von Hannes Hegen.

Der gelernte Bühnenbildner Gerhard Eckert wurde von Hannes Hegen 1957 nach Berlin geholt. Kennengelernt hatten sich die beiden in Ilmenau, wohin es die Familie Hegen nach dem Krieg verschlagen hatte. Sein erster Auftrag war der Nachbau der rasenden Seemühle. Davon baute er ein 80 cm langes Modell aus Lindenholz und Knete. Hegen war mit der Arbeit zufrieden und befand, dass es von Nutzen wäre, von allen maßgeblichen Schauplätzen und Gerätschaften Modelle zu bauen. Also richtete er Eckert im Keller der Waldow Allee 15 eine Werkstatt zu diesem Zweck ein. Es entstanden nun unter anderem das Zirkusschiff und ein Gipsmodell von Rom als anschauliche Vorlagen für die Zeichner. Er formte auch von vielen wichtigen Nebenfiguren deren Köpfe aus Knetmasse, die auf Holzstäbe gesteckt waren und so den Mosaikzeichnern aus jedem Betrachtungswinkel als Vorlage für ihre Zeichnungen dienten. Derartige Kopfmodelle fanden im Gepäck des Detektivs Argus sogar Eingang in das MOSAIK 23. Gerhard Eckert gilt als Schöpfer von Sinus Tangentus. Da die Koloristen von seinen Modellen sogar die Farbe (der Knetmasse) übernahmen wimmelt es in der Römer-Serie und der Weltraum-Serie nur so von braun- und grüngesichtigen Figuren. Dies brachte dem MOSAIK schließlich sogar ungerechtfertigterweise einen Rassismusvorwurf ein. Doch nicht das war der Grund für sein Ausscheiden aus dem Mosaikkollektiv im Jahr 1958. Die Erarbeitung dreidimensionaler Modelle erwies sich einfach als zu aufwendig im Vergleich zu zeichnerischen Figurinen, wie sie Hegens Frau Edith von nun an schuf.

Nach seiner Zeit beim MOSAIK ging er zum Fernsehen und schuf dort Figuren und Modelle für die beliebte Kindersendung Unser Sandmännchen. Von ihm stammen z. B. die ersten beiden Hubschrauber und die erste Rakete des Sandmännchens. Die Puppengestalterin Diethild Dräger, die Schwester von Lothar Dräger, kam 1960 auf Empfehlung Gerhard Eckerts zum Sandmännchen.

[Bearbeiten] Literatur

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