Mosaik von Hannes Hegen 115 - Die Flucht der Suleika

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Juni 1966
Nachdruck in Abenteuer am Bosporus
Reprintmappe X
Umfang 24 Seiten
Panel 71 + Titelbild
Katalog 1.01.115
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Im Byzantinischen Reich
Heft davor Das vergoldete Krokodil
Heft danach Die Hofastrologen

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person, sowie Dig alleine.
Nach der Flucht des kaiserlichen Lieblingskrokodils Mutawakkel drohen diplomatische Verwicklungen. Nicht auszudenken, was passiert, wenn der Mamelukensultan feststellt, dass sein Geschenk nicht mehr am Hofe ist! Also schickt der Kanzler die Palastwachen auf die Suche in die Stadt und gibt ihnen als Lockmittel Stücke von Mutawakkels köstlichem Lieblingspudding mit. Die Söldner ziehen los, doch ihre erste Amtshandlung besteht darin, den Pudding selbst zu verzehren.
Dem Kanzler hätte es selbstverständlich mehr gefallen, wenn statt des Krokodils Suleika verschwunden wäre und das sagt er auch zu den immer noch als Prinzen von Makkaronien verleideten Digedags. Die Teufelsbrüder hören die Bemerkung und kommen auf die Idee, Suleika mit Unterstützung des Kanzlers zu entführen. Bogumil schlägt dem Kanzler diesen Plan vor, denn die Gelegenheit scheint günstig - die Wachen sind unterwegs und die wenigen Eunuchen und Hofdamen keine wirklichen Gegner. Der Kanzler fürchtet jedoch, das zu erwartende Geschrei der Überfallenen könne für Aufsehen sorgen –die Entführung muss selbstverständlich möglichst unauffällig und unerklärlich vonstatten gehen. Die Digedags entscheiden sich nach kurzem Zwist, sich das Vorhaben zunutze zu machen. Dig erzählt dem Kanzler und dem Piratenhäuptling, in Makkaronien habe sich Ähnliches zugetragen, wobei die Lösung gewesen sei, die Entführung als geheime Fahrt zu einem Modehaus zu tarnen – die Entführer wären dem entsprechend als Vertreterinnen des Modehauses verkleidet gewesen. Der Kanzler und Bogumil sind begeistert und beauftragen die vermeintlichen Prinzen mit der Organisation.
Als die Digedags zu dem bewährten Trödler kommen, der sie schon als Prinzen verkleidet hatte, wird dessen Laden gerade von den nach Mutawakkel suchenden Wachen auf den Kopf gestellt. Erst nachdem die Waräger abgezogen sind, bekommen die Digedags das Gewünschte. Unterdessen haben die Wachen über einem Lederladen ein ausgestopftes Krokodil entdeckt. Sofort übermannt sie die Wut über den vermeintlichen Mord an Mutawakkel und sie beginnen, den Laden zu stürmen. Doch diesmal haben sie sich verrechnet. Den übrigen Händlern ist der Tumult mit der Zeit zuviel geworden und sie verpassen den Soldaten eine ordentliche Abreibung.
Im Palast werden nun die Teufelsbrüder zu würdigen Damen der besseren Gesellschaft gemacht, doch dafür müssen sie rasiert werden. Das geht nicht ohne Widerstand ab, doch schließlich sind sie einigermaßen hergerichtet. Mit Hilfe ihrer im gesamten Mittelmeerraum bekannten Verstellungskünste gelangen sie problemlos in das Gemach der Kaiserbraut. Noch während Bogumil der lustlosen Suleika sein angebliches Vorhaben darlegt, entdeckt Krakenzahn einen Hebel an den kostbaren Zierbäumchen. Im Glauben, er könne so die goldenen Früchte abfallen lassen und heimlich aufsammeln, drückt er den Hebel. Das bewirkt jedoch nur, dass einer der künstlichen Vögel Tigerhai in das Ohr zwickt. Der Pirat erschrickt, glaubt den Plan verraten, zieht das verborgene Schwert und schlägt den armen Vogel vom Zweig. Im folgenden Tumult können die kampferprobten Schurken die Eunuchen leicht überwinden und entführen Suleika.
Dig und Dag haben derweil die Flucht vorbereitet. Die Teufelsbrüder springen in die bereitstehende Kutsche - glücklicherweise kann Dag die Prinzessin beruhigen – und gleich darauf geht es in rasender Fahrt hinunter zum Hafen. Allerdings kommt den Flüchtenden eine Streife in die Quere. Die Wachen vermuten in der Kutsche das immer noch vermisste Krokodil und staunen nicht schlecht, als die vermeintlichen Damen Schwerter zücken! Der listige Bogumil bleibt in der Kutsche und will allein mit der Prinzessin zu flüchten. Er weist den vermummten Kutscher an, weiterzufahren. Der gehorcht auch, doch nach kurzer Weiterfahrt gibt er sich dem erschrockenen Bogumil zu erkennen - es ist Janos! Der Ritter schickt den Räuber mit einer wohlgezielten rechten Geraden in den Straßenstaub, während Suleika hoch erfreut ist, wieder mit dem Geliebten zusammenzusein.
Die Teufelsbrüder gabeln ihren treulosen Hauptmann auf und machen ihm schwere Vorwürfe. Bogumil ist jedoch nicht um Ausflüchte verlegen und so verträgt man sich schnell und eilt gemeinsam zum Kaiser. Der hat schon von der Entführung gehört und glaubt auch gleich zu wissen, wer dafür verantwortlich ist – natürlich die Grünen! Der Tumult muss den unter dem Thronsessel schlafenden Mutawakkel geweckt haben und voller Staunen entdeckt der Hofstaat das Reptil dort, wo es niemand vermutet hätte – direkt im Palast.
Schließlich schickt der Kaiser die Teufelsbrüder zum Hafen, um die Entführung noch zu vereiteln. Nicht einmal ein Fischerboot soll den Hafen verlassen dürfen – schlecht für Suleika und ihre Freunde.

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[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Damit die Druckvorlagen für den späteren Druck des Sammelbandes Abenteuer am Bosporus nicht verändert werden mussten, laufen die Seitenzahlen in diesem Heft nicht von 1-24, sondern von 121-144.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde textlich und bildlich unverändert auf holzfreiem Papier gedruckt. Diese Hefte wurden an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Eine weitere Auflage des Heftes wurde ebenfalls auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein Österreich-Impressum. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich bestimmt, wurden aber wahrscheinlich zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Noch eine weitere Auflage des Heftes wurde auch auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein Westdeutschland-Impressum. Außerdem zeigt bei diesen Heften das Nummernoval auf der Titelseite bereits eine große Heftnummer, wodurch die Angaben zum Ausgabemonat und zum Verkaufspreis in der DDR fehlen. Diese Hefte waren nachweislich für den Export in die Bundesrepublik Deutschland und nach Westberlin bestimmt, wurden aber wahrscheinlich zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Von diesem Heft erschien im Juli 1966 eine finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier.

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