Mosaik von Hannes Hegen 122 - Unternehmen „Göttertrank“

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Mosaikheft 122 - Unternehmen „Göttertrank“. Zum gleichnamigen Onepager siehe Onepager SI 442 - Unternehmen "Göttertrank".
Stammdaten
Titelbild Erschienen Januar 1967
Nachdruck in Auf der Insel Pordoselene
Reprintmappe XI, TaschenMosaik 32
Umfang 24 Seiten
Panel 74 + Titelbild
Katalog 1.01.122
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Im Byzantinischen Reich
Heft davor Der Alte vom Berge
Heft danach Der Sturm auf die Insel

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person.
Dig, Dag und Ritter Runkel sind durch Kaiser Andronikos II. in letzter Minute begnadigt worden und müssen nun "freiwillig" an einen Feldzug gegen die Bewohner der Insel Pordoselene teilnehmen, also die Insel, die dem Kaiser seinen Lieblingswein der Marke Göttertrank als Tribut verweigert. An der Säule des Kommissos in der Kaserne von Konstantinopel hatten eine Spur von ihren Gefährten Digedag gefunden. Nachdem sie gegenüber ihrem neuen Ausbilder, dem Centurio mit Löwenstimme, die Taten von General Kommissos beim Feldzug gegen die Assassinen anzweifelten, müssen sie immer noch auf den Kasernenhof zur Strafe Runden rennen. Auch der Ritter wird mit Kniebeugen von seinem persönlichen Schleifer gestraft. Die in Ungnade gefallenen Teufelsbrüder müssen auch an dem Feldzug des Unternehmens "Göttertrank" teilnehmen, ebenso der Schmeichlerchor, der durch eine falsche Liedauswahl die Gunst des Kaisers verloren hatte. Als der Kaiser gerade so richtig sauer auf die Digedags und Runkel war, sangen sie nämlich "Immer nur lächeln und immer vergnügt". Enterhaken-Ali gibt den Hinweis, sie hätten lieber "Warum weinst du, holde Gärtnersfrau?" oder "Alle Tage ist kein Sonntag" anstimmen sollen.
Der Centurio schickt nun alle Rekruten zum Einrüsten in die Rüstkammer. Als die Teufelbrüder vorher mit den "Digedags ein Hühnchen rupfen" wollen, fährt der Centurio Bogumil an und weist ihn darauf hin, dass er kein Centurio mehr sei. Verschlagen schmeichelt Bogumil sich ein, dass es schon immer sein Wunsch gewesen sei, "vom dem berühmtesten Centurio der glorreichen byzantinischen Armee den letzten Schliff zu erhalten". Als die Schmeichler sehen, wie leicht sich der Centurio beeinflussen lässt, stimmen sie einen Lobgesang an: "Niemand ist so froh / über dich, Centurio. / Seit Komissos, dem General, / gab es so was nicht noch mal." Die Schmeichler erreichen damit ihr Ziel, da der Centurio erklärt, dass er mit ihnen nicht solchen Ärger haben wird wie mit den Digedags und Ritter Runkel. Beim Einkleiden bekommen die Rekruten vom Rüstmeister nur wenige Teile, auch Runkels Ritterrüstung wird aufgeteilt, worüber dieser sehr erbost ist. Er bekommt andere, wenige und schlechte Ausrüstungsgegenstände, worauf er sich beim Rüstmeister beschwert. Dieser weist darauf hin, dass das Eigentum von Staatsgefangenen immer dem Kaiser verfalle. Runkel behauptet, er sehe nun aus wie eine Vogelscheuche, der Rüstmeister gibt ihm in diesen Fall sogar Recht. In dem Moment kommt ein Wachsoldat mit der Meldung herein, dass eine neue Waffenlieferung eingetroffen sei.
Es ist der Strategos, der das Kastell Peripheria wegen eines Streits des Kaisers mit den Nachbarvölkern aufgeben musste. Er konnte allerdings noch einen Teil der Waffen und Rüstungen bei der Flucht mitnehmen. Als er die Teufelbrüder sieht, will er den Kaiser vor ihnen warnen. Andronikos möchte gerade aus seinen unfähigen Generälen einen Oberbefehlshaber auswählen, der das Unternehmen "Göttertrank" anführen soll. General Katastropholos leidet auf einmal an Rheuma, General Etappos fällt ein, dass er starke Zahnschmerzen hat, General Kapitulantes spürt starke Fußschmerzen, General Barras klagt über Bauchschmerzen und Übelkeit. Der Stragegos kommt gerade in diesem Moment dazu und wird gegen seinen Willen zum Oberkommandierenden der Expedition ernannt.
Wütend kommt er zu der Truppe zurück, die gerade beim Centurio exerzieren üben muss. Im Gegensatz zum Centurio lässt er sich nicht von den Schmeichlern einlullen, sondern lässt die ganze Truppe erst einmal um die Kaserne laufen, auf einen Baum klettern und durch Pfützen robben. Als sich die Digedags bei der Ausbildung wieder einmal beschweren, werden sie auf einen Druckposten ins Geheimwaffenarsenal abkommandiert. Der Arsenalleiter lässt sie dort Mäuse, Flöhe, Skorpione, Wespen, Zwiebelsaft, Niespulver und andere biologische Waffen in Behälter für den bevorstehenden Feldzug umfüllen. Da dieser Sondereinsatz nicht reibungslos von sich geht, sind die gebeutelten Digedags anschließend wieder gern bereit, sich in die gestriezte Truppe einzureihen.
Zur Abschiedsparade hat sich Andronikos mit seinen Höflingen auf eine Tribune gestellt. Er hält eine euphorische Rede mit reichen Segenswünschen für das Gelingen des Feldzuges gegen die abtrünnige Insel. Weiterhin verspricht er, ein Fass des erbeuteten Lieblingsweines mit den Legionären gemeinsam aufzumachen. Zum Schluss der Abschiedsparade setzen Dig und Dag die biologischen Geheimwaffen gegen den Kaiser und seinen Hofstaat ein, um sich für die Ungerechtigkeiten zu revanchieren. Der Hofstaat wird durch diese Waffen stark in Mitleidenschaft gezogen. Daraufhin muss die "Legion" schleunigst in See stechen, begleitet von Flüchen des Kaisers und seiner Höflinge. Drohungen gibt es auch an Bord des Schiffes vom Centurio gegenüber den Digedags. Als Strafe sollen sie bis zur Ankunft in Pordoselene Tag und Nacht im Mastkorb Auschau halten, "bis sie glauben, Störche zu sein".

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Erwähnte Orte: Byzanz, Pordoselene, Grenzfestung Peripheria, Bucht von Lesbos, Ätna, Goldenes Horn
  • Auf S. 9 sieht man, dass Pordoselene bei der sichelförmigen Insel Alibey Adası liegt. Der heutige Name Pordoselenes ist Maden Adası; es ist die kleine Insel beim Barte des Generals.
  • In seiner Rede zur Verabschiedung der Truppe für das Unternehmen Göttertrank spricht der Kaiser von dem ihm vorenthaltenen göttlichen Tropfen, so dass die Rede auf S. 19 zum Wortspiel mit der Redewendung Ein Fass aufmachen! wird: "Noch bevor das letzte Faß in meinem Keller leer ist, hoffe ich euer Segel wieder vor dem Goldenen Horn zu erblicken. Und euer Laderaum wird voller Fässer sein, von denen wir dann eins aufmachen werden,...". Das Wortspiel wird in der weiteren Handlung durch Dig und Dag allegorisch aufgegriffen, als sie die Fässer (Töpfe aus dem Geheimwaffenarsenal) aufmachen. Durch ihre Äußerung: "Weil wir es nicht erwarten konnten, bis Sie ein Faß aufmachen, haben wir schon mal eins aufgemacht!" wird das Wortspiel auf S. 21 beendet.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Dieses Heft war das erste, bei dem auch die Normalausgabe auf holzhaltigem Papier im Nummernoval eine große Heftnummer enthielt, wodurch die bis dahin gemachten Angaben zum Ausgabemonat und zum Verkaufspreis ab jetzt entfielen.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.
  • Von diesem Heft erschien im Februar 1967 eine finnische Export-Ausgabe auf weißem, holzfreiem Exportpapier.

[Bearbeiten] Externe Links

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