Zitadelle Magdeburg

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Die Zitadelle im Modell
Letzte Überreste der Zitadelle im Frühjahr 2018 (seit März 2024 unter der Haltestelle Zollbrücke zu finden). Im Hintergrund der Dom und die Liebfrauenkirche.

Die Zitadelle Magdeburg ist ein Handlungsort der Treskow-Meinrath-Serie.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Magdeburger Zitadelle

Die erste Stadtbefestigung in Magdeburg wurde im 12. Jahrhundert angelegt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer durch Türme in regelmäßigen Abständen verstärkt, von denen einige heute noch erhalten sind. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurden Bastionen errichtet, die das Schlimmste nicht verhindern konnten: 1631 wurden die Stadt und mit ihr die Festungsanlagen zum größten Teil zerstört. Nachdem die Stadt 1666 zur Aufnahme einer brandenburgischen Besatzung verpflichtet wurde, begann ab 1679 der Ausbau zu einer regulären Festung, die ab Anfang des 18. Jahrhunderts zu den stärksten Festungen Preußens gehörte.

Die Zitadelle Magdeburg befand sich auf dem Kleinen Werder, einer Insel in der Elbe, und war ein zentraler Bestandteil der Festung Magdeburg. Nach fast 20 Jahren Bauzeit wurde das strategisch wichtige Bauwerk im Jahr 1706 fertig gestellt. Die Zitadelle entwickelte sich später zu einem Gefängnis in Preußen für viele prominente Persönlichkeiten, neben Werner Siemens 1840 unter anderem Friedrich von der Trenck 1754, Fritz Reuter und der polnische Marschall und Nationalheld Józef Piłsudski.

Festungsgouverneur war im Handlungszeitraum Georg Prinz zu Hessen-Cassel.

Das Ende des Festungszwangs schlug bereits 1912. Ab 1922 begann der Abriss der Zitadelle durch die Stadt Magdeburg. Bis heute erhalten geblieben sind einige Reste der Bastionen südlich der Zollbrücke sowie ein ehemaliges Offizierswohnhaus. Auf dem Gelände befinden sich heute Grünanlagen, Kleingärten sowie eine Freifläche, die für Veranstaltungen genutzt wird. Der offizielle Name "Messeplatz Max Wille" darf nicht falsch verstanden werden: die "Messe" ist in Magdeburg das, was anderenorts "Rummel", "Jahrmarkt" oder "Kirmes" genannt wird (vgl. auch die Kleinmesse in Leipzig).

Die Zitadelle Magdeburg im Mosaik

Oberst Meinrath soll einen Bericht über den Ausbau der Festung Magdeburg erstellen. Da es ihm noch nicht gelungen ist, die bewachte Zitadelle auszuspionieren, lässt er sich etwas einfallen. Er bestellt maßstabsgerechte Pläne und Modelle bei der Bastei-Steinbaukasten-Firma des Herrn Eusebius Bruch. Dig und Dag melden sich freiwillig für die gefährliche Aufgabe.

Es gelingt ihnen, ohne Sondererlaubnis die Festung zu vermessen, da der größte Teil der Besatzung auf einem Manöver ist. Nur der Wachposten Gustav Meier steht am Festungstor und lässt sie für kleine Gefälligkeiten herein. Sie lernen Leutnant Siemens kennen, der in der Zitadelle eine Strafe absitzt und seine Gefängniszelle in ein Laboratorium verwandelt hat.

Bei einem abschließendem Flug mit einem Fledermaus-Flugapparat stürzen sie auf dem Festungshof ab und werden als Spione verhaftet. Major von Treskow nimmt ihnen die Pläne der Zitadelle ab und steckt sie in die Zelle von Siemens. Gefreiter Meier verriegelt aber aus Freundschaft nicht ihre Zellentür und so gelingt ihnen die Flucht aus der Festung.

Inzwischen haben Fritz und Franz das Modell der Zitadelle aus Bastei-Bausteinen komplett umgestaltet und damit ist der Auftrag gescheitert.

Externer Link

Die Zitadelle Magdeburg wird ausspioniert im Mosaik

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