Schleswig-Holsteinischer Krieg

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Der Schleswig-Holsteinische Krieg von 1848-1851 bildet den Hintergrund für zwei Hefte der Erfinder-Serie im Mosaik von Hannes Hegen.

Inhaltsverzeichnis

Die Digedags im Schleswig-Holsteinischen Krieg

Den Krieg erleben die Digedags als österreichische Soldaten. Sie gehören zu einer Raketenbatterie an der schleswig-holsteinischen Küste, die von Oberst Meinrath befehligt wird. Der Dienst ist zunächst recht eintönig, da es nicht viel Militärisches zu tun gibt. Das ändert sich allerdings, als Meinrath mangels Munition eine Ladung Silvesterknaller beschafft. Nun gibt es nicht nur ein schönes Feuerwerk, sondern die Digedags erleben - an einer Kiste mit startenden Raketen hängend - auch einen schönen Rundflug über der Ostsee. Bei dieser Gelegenheit lernen sie Korporal Wilhelm Bauer kennen, in dessen Kanonenbatterie sie gelandet sind. Bauer hat schon vor längerem ein Unterseeboot entworfen. Just wird auf See ein merkwürdiges getauchtes Objekt entdeckt, welches nur ein dänisches U-Boot sein kann. Bauers Erfindung wird wieder aktuell, und die Digedags begleiten den Erfinder zum alliierten Generalstab. Da ihr Chef Meinrath umgehend zum Abwehrchef gemacht wird, sind sie fortan mit der Spionageabwehr zum Schutz des deutschen U-Boot-Baus betraut.

Die Aufgabe entwickelt sich aber schwieriger als gedacht. Zunächst muss Oberst Meinrath aus dänischer Kriegsgefangenschaft befreit werden, in die er bei einer Spionagebootstour geraten ist. Anschließend wird Meinrath abgesetzt und durch Major von Treskow ersetzt. Nachdem der Brandtaucher Ende 1850 endlich vom Stapel läuft, erweist sich allerdings auch von Treskow als völlig unfähig, geeignete Schutzmaßnahmen für das U-Boot zu treffen. Durch eine dänische Sabotagaktion wird der Brandtaucher im Kieler Hafen versenkt. Die Digedags schaffen es aber, weitere Sabotageversuche zu verhindern, die die Dänen nach der Hebung des Bootes erneut anzetteln. Sie schleichen sich an Bord des dänischen Flaggschiffs und belauschen den neuen Plan des Admirals Nils Nilsen. So verhindern sie eine erneute Versenkung des Tauchbootes, so dass die Dänen absegeln müssen.

Nunmehr kann der erste Tauchgang des Brandtauchers starten. Die Digedags sind nicht an Bord und dürfen nur von Land aus zusehen. Das ist vielleicht auch gut so, denn bei der Tauchfahrt kommt es zu einem Unfall, den Bauer und seine Mannschaft gerade so überleben. Die Niederlage in der Entscheidungsschlacht des Krieges und das kurz darauf folgende Kriegsende verhindern weitere Tauchversuche. Bauer wird mit positivem, Treskow mit negativem Zeugnis entlassen, und auch die Digedags quittieren anschließend den österreichischen Militärdienst.

Die Küstenbatterie duelliert sich mit der dänischen Flotte

Der Schleswig-Holsteinische Krieg und seine Darstellung im MOSAIK

Im 19, Jahrhundert gab es zwei Kriege um Schleswig-Holstein - den Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1848 bis 1851, der auch im Mosaik thematisiert wird, und den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864. In beiden Fällen ging es um die Zugehörigkeit Schleswig-Holsteins zu Dänemark oder Deutschland. Im Mosaik wird nur kurz davon gesprochen, dass man sich mit den Dänen wegen einer Fürstenerbschaft herumstreite. Das stimmt an sich, allerdings hatte die schleswig-holsteinische Frage in der Realität eine erhebliche Dimension. In Deutschland hatte gerade die Revolution von 1848 stattgefunden und die Reichseinigungsfrage war hoch brisant. Der gleichzeitig unternommene Versuch der Dänen, das nur als Lehen zu Dänemark gehörende Schleswig-Holstein dem Staat vollständig einzuverleiben, traf in Deutschland auf energischen Widerstand, zumal die Mehrheit der Schleswig-Holsteiner lieber dem Deutschen Bund als deutscher Bundesstaat beitreten wollten.

Im Krieg gegen Dänemark standen einheimische Truppen aus Schleswig-Holstein und deutsche Bundestruppen unter der Führung Preußens. Die Beteiligung bayrischer und österreichischer Truppen ist korrekt; in Wirklichkeit standen sogar noch mehr Kontingente diverser deutscher Staaten in Schleswig-Holstein. Zunächst nahm der Krieg einen für die Alliierten durchaus günstigen Verlauf. Schleswig-Holsteinische Truppen eroberten die wichtige Festung Rendsburg, und preußische Truppen konnten sogar bis Dänemark vorstoßen. Mitte 1848 wurde jedoch von den europäischen Großmächten ein Waffenstillstand erzwungen. 1849 gab es erneute Kampfhandlungen, dabei das für die Verbündeten siegreiche Gefecht von Eckernförde. Allerdings schlossen danach Preußen und die anderen deutschen Staaten zunächst einen Waffenstillstand, ein Jahr später einen Sonderfrieden mit Dänemark. Die nun auf sich allein gestellten Schleswig-Holsteiner Truppen erlitten im Juli 1850 bei Idstedt eine schwere Niederlage. Im Ergebnis gehörten ab 1852 die umstrittenen Gebiete wieder unter dänische Herrschaft, allerdings unter höherer Autonomie als zuvor. Erst im Krieg von 1864 wechselte Schleswig-Holstein seine Staatszugehörigkeit.

Viele Einzelheiten über den Kriegsverlauf erwähnt das Mosaik nicht. Korrekt ist vor allem die Darstellung der nahezu uneingeschränkten Seeherrschaft der Dänen, die den Verbündeten sehr zu schaffen machte und den Seehandel fast völlig zum Erliegen brachte (daher die Zunahme von Schmuggelaktivitäten). Auch der Bau des Brandtauchers zum Durchbrechen der dänischen Seeblockade ist ein zentrales historisches Ereignis während des Krieges. Nicht ganz gerecht wird das Mosaik der Rolle der deutschen Küstenartillerie. Diese war gegen die Dänen teilweise sehr erfolgreich; im Gefecht bei Eckernförde 1849 wurde sogar ein dänisches Linienschiff versenkt. Die im Mosaik erwähnte Entscheidungsschlacht dürfte sich auf die Schlacht von Idstedt beziehen; allerdings fand diese bereits Mitte 1850 statt, während der Brandtaucher erst im Februar 1851 sank. Das Mosaik dreht hier also die Reihenfolge der Ereignisse um. Eine Reihe von im Mosaik auftretenden Personen schließlich stellt reale Personen der Zeitgeschichte dar. Dazu gehören das gesamte Personal rund um den Brandtaucher und der deutsche Oberkommandierende, General Willisen.

Externe Links

Folgende Mosaikhefte spielen im Schleswig-Holsteinischen Krieg

85, 86 (in Heft 87 wird das Ende des Krieges erwähnt)
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