Jules Verne

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Ab 1905 gab Vernes Sohn ein Reihe von Vernes Werken aus dem Nachlass in seiner Bearbeitung und zum teil unter seinem Namen heraus, unter anderem: „Der Leuchtturm am Ende der Welt“, „Der Goldvulkan“, „Reisebüro Thompson & Co.“, „Die Jagd nach dem Meteor“, „Der Donaulotse“, „Die Schiffbrüchigen der ‚Jonathan‛“, „Wilhelm Storitz' Geheimnis“ und „Die erstaunlichen Abenteuer der Mission Barsac“. Diese Werke erschienen erst ab 1985 in Vernes Originalfassung. Auf deutsch erschien davon nur „Die Jagd auf den Meteor“ im Piper Verlag.  
Ab 1905 gab Vernes Sohn ein Reihe von Vernes Werken aus dem Nachlass in seiner Bearbeitung und zum teil unter seinem Namen heraus, unter anderem: „Der Leuchtturm am Ende der Welt“, „Der Goldvulkan“, „Reisebüro Thompson & Co.“, „Die Jagd nach dem Meteor“, „Der Donaulotse“, „Die Schiffbrüchigen der ‚Jonathan‛“, „Wilhelm Storitz' Geheimnis“ und „Die erstaunlichen Abenteuer der Mission Barsac“. Diese Werke erschienen erst ab 1985 in Vernes Originalfassung. Auf deutsch erschien davon nur „Die Jagd auf den Meteor“ im Piper Verlag.  
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Weitere Werke aus dem Nachlass (Erzählungen, Romane und Theaterstücke aus der Jugendzeit) wurden ab 1991 durch die ''Bibliothèque Municipale'' in Nantes herausgegeben. Das meiste Aufsehen erregt aber Vernes Zukunftvison „Paris im 20. Jahrhundert“. Der Roman wurde bereits 1863 geschrieben, vom Verleger Hetzela aber abgelehnt und und 130 Jahre später wieder entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt galt Jules Verne längst als einer der Väter der ''Science Fiction''.
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Weitere Werke aus dem Nachlass (Erzählungen, Romane und Theaterstücke aus der Jugendzeit) wurden ab 1991 durch die ''Bibliothèque Municipale'' in Nantes herausgegeben. Das meiste Aufsehen erregt aber Vernes Zukunftvison „Paris im 20. Jahrhundert“. Der Roman wurde bereits 1863 geschrieben, vom Verleger Hetzel aber abgelehnt und und 130 Jahre später wieder entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt galt Jules Verne längst als einer der Väter der ''Science Fiction''.
==Werke==
==Werke==

Version vom 07:57, 17. Nov. 2008

Zeichnung Jules Vernes von Andreas Schulze von der Rückseite des Kalenders 2005

Jules Gabriel Verne (* 8. Februar 1828 in Nantes; † 24. März 1905 in Amiens) war ein französischer Schriftsteller. Er gilt als einer der Erfinder des Science-Fiction-Romans. Spuren seiner Werke finden sich auch im Mosaik.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Jules Verne wurde am 8. Februar 1828 in Nantes als Sohn Pierre Verne und Sophie Allott de la Fuÿe geboren. 1829 kam sein Bruder Paul zur Welt, dann folgten die Schwestern Anna (1837), Mathilde (1839) und Marie (1842).

Von 1834-1846 war Verne Schüler am Institut Saint-Stanislas, im Petit Séminaire und am Collège Royal in Nantes. Aus dieser Zeit stammt ein erstes Fragment „Roman“. Anschließend folgte ein Studium der Rechtswissenschaft in Nantes. Für die Ableistung der ersten beiden Examina unternahm er kurze Reisen nach Paris. Es entstanden erste Theaterstücke, die allerdings unaufgeführt bleiben. 1848 siedelte er nach Paris über wo er bis 1850 Jura studierte. Jules Verne besuchte in dieser Zeit die literarischen Zirkel und freundete sich mit Alexandre Dumas und dessen gleichnamigen Sohn an. Jules Verne selbst schrieb diverse Dramen. Die Uraufführung seines ersten Stückes „Les pailles rompues“ (Die geknickten Strohalme) fand am 12. Juni 1850 im Théâtre Historique statt. In der Folgezeit widmete sich Verne ganz der Literatur am »Musée des Familles« mitzuarbeiten. Erste Erzählungen und kleine Artikel entstanden.

Jules Verne fotografiert von seinem Freund Nadar

Von 1852 bis 1855 war Verne Sekretär von Jules Seveste und Émile Perrin am Théâtre Lyrique. In reger Zusammenarbeit mit anderen Librettisten und dem Komponisten Aristide Hignard entstand eine Reihe von Theaterstücken, von denen bis 1861 nur ein kleiner Teil aufgeführt wurde. Ab 1856 arbeitete Verne als Börsenmakler, setzte seine literarische Tätigkeit aber fort. Am 10. Januar 1857 heiratete er Honorine Morel (geb. Deviane), eine Witwe mit zwei kleinen Töchtern, die er im Jahr zuvor in Amiens kennengelernt hat. In den Folgejahren unternahm er mehrere Reisen mit seinem Freund Aristide Hignard, unter anderem nach Schottland und Skandinavien.

Am 3. August 1861 wurde sein Sohn Michel geboren. Etwa zu dieser Zeit lernt er Nadar (das ist: eigentlich Gaspard-Félix Tournachon) kennen einen französischen Fotografen, Schriftsteller, Zeichner und Luftschiffer. Anderthalb Jahre später am 31. Januar 1863 erscheint Vernes erster Roman „Fünf Wochen im Ballon“ im Verlag von Pierre-Jules Hetzel. Zunächst arbeitete Verne weiter an der Börse, bevor er etwa ab 1865 nur noch Schriftsteller tätig war.

In der Folgezeit erschienen mehrere Romane: „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, „Von der Erde zum Mond“ und „Reisen und Abenteuer des Kapitäns Hatteras“. 1867 unterbricht Verne die Arbeit an seinen Romanen, um für seinen Verleger ein Geographiewerk über Frankreich zu schreiben. Im März und April desselben Jahres unternahm er mit seinem Bruder Paul eine Amerika-Reise auf der »Great-Eastern«.

Eine alte deutsche Buchausgabe

1868 wird Vernes erstes Segelboot, die »Saint-Michel«, fertiggestellt, auf dem Verne in der Folgezeit bis nach England und Spanien reist und auf dem er unter anderem seinen Roman „20000 Meilen unter den Meeren“ schrieb. Im März 1869 zieht die Familie Verne endgültig in das Fischerdorf Le Crotoy, dass Verne schon seit Jahren regelmäßig besuchte.

1870 erschienen die Romane „20000 Meilen unter den Meeren“ und „Reise um den Mond“. Verne wurde zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und war während des Deutsch-Französischen Krieges Strandwächter in Le Crotoy während seine Familie den Winter in Nantes verbrachte.

1871 im Jahr der Pariser Commune arbeitete Verne wieder für kurze Zeit Arbeit an der Börse. Im Juli zog die Familie nach Amiens. Am 3. November 1871 starb Vernes Vaters. Kurz darauf wurde er Mitglied der Académie d'Amiens, die ihn 1875 und 1881 zum Vorsitzenden wählte. Sein Roman „Reise um die Erde in 80 Tagen“ war der Sensationserfolg des ausgehenden Jahres 1872. Am 28. September 1873 unternahm der Schriftsteller eine kurze Ballonreise mit Eugène Godard. Ab 1874 arbeitete Verne zusammen mit A. d'Ennery an der Dramatisierung des Romans „Reise um die Erde in 80 Tagen“ und anderer Werke. Die gemeinsame Arbeit dauert bis 1882 an und wurde zum Ende der achtziger Jahre noch einmal aufgenommen.

Weitere alte deutsche Buchausgabe

1875 erschien „Die geheimnisvolle Insel“ und 1876 „Michel Strogoff“. Verne kaufte innerhalk kurzer Zeit zwei weitere Schiffe: »Saint-Michel II«und die Dampfyacht »Saint-Michel III«. In den folgenden Jahren verschärften sich die Erziehungsproblem im Hause Verne. Am 4. Februar 1878 wurde Sohn Michel schließlich als Offiziersanwärter für achtzehn Monate nach Indien verschifft. Verne selbst reiste nun öfters und schrieb weiter einen Roman nach dem anderen. 1884 wurde er von Papst Leo XIII empfangen. Im Jahr danach kam es zum Bruch mit seinem Sohn: Michel wurde aus dem Elternhaus rausgeschmissen. 1885 erschien „Mathias Sandorf“ und 1886 „Robur der Eroberer“.

Am 9. März 1886 schoss sein nervenkranker Neffen Gaston auf Verne, traf ihn aber nur am Fuß. 8 Tage später starb Vernes Verleger Hetzel in Monaco. 15. Februar 1887 starb Vernes Mutter in Nantes.

Am 13. Mai 1888 wurde Verne zum Stadtrat in Amiens auf der republikanischen Liste gewählt, sein Amt wurde durch Wiederwahl 1892, 1896 und 1900 bestätigt. In jene Zeit fällt auch der Beginn der Aussöhnung mit seinem Sohn Michel. 1892 wurde Verne zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Ab 1895 verschlechterte sich der Gesundheitszustand Vernes . Es erschienen unter anderem „Die Propellerinsel“ und die „Die Eissphinx“, eine Fortsetzung des Romans „Gordon Pym“ von Edgar Allan Poe. Am 27. August 1897 starb sein Bruder Paul Verne.

1900 zog Verne in ein kleineres Haus in Amiens. Er erkrankte am Grauen Star und auch sonst verschlechtete sich die Gesundheit weiter, die Magenbeschwerden nahmen zu. Es erschienen unter anderem „Das Dorf in den Lüften“, „Jean-Marie Cabidoulin“ und „Herr der Welt“. Im November 1904 erlittt Verne einen ersten schweren Diabetesanfall . Der zweite folgte im März 1905. Am 24. März 1905 starb Jules Verne in Amiens.

Ab 1905 gab Vernes Sohn ein Reihe von Vernes Werken aus dem Nachlass in seiner Bearbeitung und zum teil unter seinem Namen heraus, unter anderem: „Der Leuchtturm am Ende der Welt“, „Der Goldvulkan“, „Reisebüro Thompson & Co.“, „Die Jagd nach dem Meteor“, „Der Donaulotse“, „Die Schiffbrüchigen der ‚Jonathan‛“, „Wilhelm Storitz' Geheimnis“ und „Die erstaunlichen Abenteuer der Mission Barsac“. Diese Werke erschienen erst ab 1985 in Vernes Originalfassung. Auf deutsch erschien davon nur „Die Jagd auf den Meteor“ im Piper Verlag.

Weitere Werke aus dem Nachlass (Erzählungen, Romane und Theaterstücke aus der Jugendzeit) wurden ab 1991 durch die Bibliothèque Municipale in Nantes herausgegeben. Das meiste Aufsehen erregt aber Vernes Zukunftvison „Paris im 20. Jahrhundert“. Der Roman wurde bereits 1863 geschrieben, vom Verleger Hetzel aber abgelehnt und und 130 Jahre später wieder entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt galt Jules Verne längst als einer der Väter der Science Fiction.

Werke

Eine umfangreiche Werkliste findet sich auf www.j-verne.de oder als vollständige Bibliographie im pdf-Format hier: www.jules-verne-club.de.

Jules Verne war in Deutschland bis 1933 sehr populär und viele seiner Werke erschienen hier. Eine der bekanntesten Reihen die Collection Verne erschien mit insgesamt 98 Bänden in verschiedenen Ausstattungen.

Nach dem Krieg wurde Verne in beiden Teilen Deutschland wiederentdeckt.

In der DDR erschienen unter anderem folgende Titel von Jules Verne:

  • Fünf Wochen im Ballon
  • Die Reise um die Erde in 80 Tagen / Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
  • Von der Erde zum Mond / Reise um den Mond
  • Die Abenteuer des Kapitän Hatteras
  • Die Kinder des Kapitän Grant
  • Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer
  • Abenteuer von drei Russen und drei Engländern in Afrika
  • Die geheimnisvolle Insel
  • Die letzte Fahrt der Chancellor
  • Der Kurier des Zaren
  • Hector Servadacs Weltraumreise
  • Ein Kapitän von 15 Jahren
  • Die seltsamen Leiden des Herrn Kin-Fo
  • Die Jangada
  • Die Schule der Robinsons
  • Keraban der Starrkopf
  • Mathias Sandorf
  • Robur der Sieger / Der Herr der Welt
  • Nord gegen Süd
  • Zwei Jahre Ferien
  • Die Familie ohne Namen
  • Kein Durcheinander / Die Jagt auf den Meteor
  • Claudius Bombarnac
  • Meisters Antifers Glücks- und Unglücksfahrten
  • Die Erfindung des Verderbens
  • Die Eissphinx
  • Monsieur Cabidoulin und die große Seeschlange
  • Ein Drama in Livland / Der Donaulotse

Heute sind nur wenige Titel Vernes als Neuasgabe lieferbar, den Großteil seines Werkes kriegt man aber mühelos auf antiquarischem Weg.

Jules Verne und das Mosaik

Sowohl Hannes Hegen als auch Lothar Dräger lasen Jules Verne.

Die Beilage "Der Kolumbus des Weltraums"

In der Beilage Der Kolumbus des Weltraums zu Heft 45 wird auch Jules Verne erwähnt. Dort steht zu lesen:

Auch Romanschriftsteller, der berühmteste unter ihnen Jules Verne, beschrieben solche Flüge [durch den Weltraum] und verwendeten dabei die Vorstellungen ihrer Zeit, um das Verhalten der Raumfahrer zu schildern. [...] Schon 1865 beschrieb Jules Verne in einer utopischen Reise zum Mond die Schwerelosigkeit, von der er allerding irrtümlich annahm, daß sie nur dort auftrete, wo sich die Anziehungskraft der Erde und die Anziehungskraft des Mondes die Waage halten.

Damit ist der 1865 erschienene Roman "Von der Erde zum Mond" gemeint, wo eine solche Szene tatsächlich geschildert wird.

Im Onepager

Im SUPERillu-Onepager Besuch von gegenüber hat Jules Verne einen Gastauftritt.

Im Fancomic

Im Fancomic Schweinevogel trifft Anna, Bella, Caramella von Schwarwel wird Jules Verne als Inspirator von Zeitreisemaschinen erwähnt und in einer Fußnote folgendermaßen porträtiert:

Jules Verne, *8.02.1828-†24.03.1905, frz. Schriftsteller und Pionier der Science Fiction-Literatur ("Reise zum Mittelpunkt der Erde" u.a.)

Literatur

  • Jules Verne: Bekannte und unbekannte Welten. Gesamtausgabe aller deutschsprachig veröffentlichen Werke auf CD-ROM in der Reihe Digitale Bibliothek - ISBN 3-89853-505-3 - weitere Informationen: www.digitale-bibliothek.de
  • mosa-icke 7 - Themenausgabe zu Jules Verne und dem Mosaik
  • Volker Dehs: Jules Verne. Eine kritische Biographie. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2005. ISBN 3-538-07208-6
  • Heinrich Pleticha (Hrsg): Jules Verne Handbuch. Deutscher Bücherbund/Bertelsmann, Stuttgart und München 1992.
  • Volker Dehs: Jules Verne mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt / rororo Bildmonographien Band 358, Reinbek 1986. ISBN 3499503581
  • Thomas Ostwald: Jules Verne, Leben und Werk. Pawlak Taschenbuch Verlag, Berlin/Hersching 1984. ISBN 3-8224-1101-9

Anmerkungen

Dieser Artikel basiert auf Daten aus:
Volker Dehs: Jules Verne mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Reinbek 1986, 3. Auflage, 2000.
Diese Daten wurden als Kopie dieser Internetseite vom Jules-Verne-Club
für die MosaPedia zur Verfügung gestellt.

Externe Links

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