Herzog Eberhard der Beleibte

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Ein Schelm, wer jetzt böses Denken vermutet

Herzog Eberhard der Beleibte von Schnorrershausen ist eine Figur aus der Runkel-Serie im Mosaik von Hannes Hegen.

Inhaltsverzeichnis

Person und Rolle

Eberhard ist der Landesfürst des Herzogtums Schnorrershausen. Untertanen seines Herzogtums sind auf jeden Fall Ritter Runkel von Rübenstein, der Ritter von Möhrenfeld und Graf Kuck von Kuckucksberg sowie natürlich alle Einwohner dieser Landschaften. Wahrscheinlich gehören auch die Grafen von Rabenburg und Geierstein zu seinem Herrschaftsgebiet. Der Herzog residiert in einem recht prunkvollen Schloss zu Schnorrershausen und unterhält einen großen Hofstaat, leidet aber unter ständiger Geldnot. Deshalb versucht er, die ihm lehnspflichtigen Grafen und Ritter verschiedentlich um Darlehen zu bitten. Im Gegenzug ist er bereit, mitunter auch nicht ganz ritterliche Taten dieser Herren zu dulden. Dies bezieht sich vor allem auf den Kuckucksberger, dessen Raubrittertum von Herzog Eberhard wegen eines Darlehens großzügig übersehen wird. Dennoch ist Herzog Eberhard im Grunde an Frieden in seinen Landen interessiert und mit der Vergabe von Titeln und Ehren an verdiente Landeskinder nicht kleinlich.

Taten im Mosaik

Gerade als Runkel, die Digedags und die Rübensteiner Untertanen die Kuckucksburg erobert und den Grafen gefangen genommen haben, taucht unverhofft Herzog Eberhard mitsamt seinem Kanzler und einem großen Gefolge bei der Burg auf. Streng fordert der Herzog von Runkel eine Erklärung für die Ereignisse. Als dieser ihm berichtet, dass man dem Kuckucksberger wegen Raubrittertums das Handwerk habe legen müssen, überlegt sich Herzog Eberhard, dass ihm das recht zupass kommt. Denn eigentlich hatte er den Grafen um neues Geld anpumpen wollen. Das kann er jetzt zwar nicht mehr, aber dafür kann er das früher geborgte Geld mitsamt der üppigen Zinsen behalten. So billigt der Herzog offiziell Runkels Taten und will ihn zum Grafen sowie die Digedags zu Rittern befördern. Der Kuckucksberger soll in Haft bleiben und später ins Ausland abgeschoben werden.

Die Grafenkrönung nimmt der Herzog noch am selben Tag in seinem Schloss zu Schnorrershausen vor. In einem festlichen Akt lobt er Runkel über den grünen Klee und hebt sich selbst als leuchtendes Vorbild hervor. Runkel strahlt vor Freunde, und auch die Digedags sind keine Spielverderber und bedanken sich höflich. Runkel muss anschließend den Herzog, welcher den frischgebackenen Grafen umgehend finanziell anpumpen wollte, auf später vertrösten, da er ja selbst in Geldnöten ist.

Sprechender Name

Zum einen spricht der Name des Herzogs (der Beleibte) offensichtlich seine Genussfreudigkeit und die daraus resultierende kräftige Körperform an. Zum anderen spricht auch der Name seines Herzogtums (Schnorrershausen) die Gewohnheit des Herzogs an, sich von anderen Geld zusammen zu schnorren.

Der Name von Herzog Eberhard erinnert an die viel später im Mosaik ab 1976 erwähnten Herzöge Julius der Rundliche und Karl der Schmerbäuchige aus dem Herzogtum Kloßberg. Vielleicht liegt eine dynastische Verbundenheit vor.

Auftritt in folgendem Mosaikheft

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