Mosaik von Hannes Hegen 219 - In den Türmen des Schweigens

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Februar 1975
Nachdruck in Fliegende Teppiche
Reprintmappe XIX
Umfang 24 Seiten
Panel 74 + Titelbild
Katalog 1.01.219
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Orient-Serie
Heft davor Im goldenen Käfig
Heft danach Die Spur der schönen Fatima

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person.
Nach der vollständigen Vernichtung der Teppichflotte durch einen Schwarm Störche werden die Digedags dafür verantwortlich gemacht. Der Sultan lässt die drei in die Türme des Schweigens abführen.
Unterdessen befindet sich noch eine Teppichwurst, die den Angriff der Störche unbeschadet überstanden hat, am Himmel. Pilot ist der Oberhofpantoffelverwalter, der aufgrund der kurzen Lebensdauer der Teppichflotte naturgemäß kaum Flugerfahrung sammeln konnte. Folgerichtig geht der Landeversuch gründlich daneben: der Anker bleibt am Halbmond einer Moschee hängen und reißt diesen ab. Der nunmehr an der Teppichwurst baumelnde Halbmond führt zu erheblichem Schaden an der Bedachung des Gemüsemarktes - sehr zum Ärger der dortigen Händler, die nun auch das letzte verbliebene Exemplar der Marke Teppichwurst zum Absturz bringen und den Oberhofpantoffelverwalter davonjagen.
Auf dem Weg ins Gefängnis kann der Töpfer Sadi den Digedags mitteilen, dass diese ein Zeichen ins Fenster ihrer Zelle stellen sollen.
Nachdem er seine Nachricht übermittelt hat, sucht Sadi seinen Freund, den Bäcker auf, der ihm ein Brot mit den speziellen Zutaten von Schmied Selim, Schreiber Chasid und Seilmacher Osman übergibt. Sadi begibt sich nun zum Boot von Fischer Saladin und dessen Sohn Ali. Dort will man die Nacht abwarten.
Mittlerweile sind die Digedags in den Türmen des Schweigens angekommen und werden vom Kerkermeister angemessen in Empfang genommen. Sie müssen feststellen, dass ausgerechnet der Schatzmeister ihr Zellennachbar ist. Doch zunächst gilt es ein anderes Problem zu lösen: man muss ein Signal im Fenster platzieren. Hierzu fordert man unter dem Vorwand, einen Brief an den Sultan schreiben zu wollen, Feder, Tinte, Papier und v.a. Licht vom Kerkermeister, der sich zwar erst weigert, aus Angst vor einer Bastonade jedoch nachgibt. Das Licht wird im Fenster aufgestellt, wo es von Saladin und seinen Freunden schnell entdeckt wird. Saladin steuert das Boot direkt unter das Fenster, und Ali klettert mit dem Brot in der Hand den Mast hinauf. Bedauerlicherweise hat man den Schiffsfahrplan ungenügend studiert, sodass ein vorbeifahrender Schaufelraddampfer mit dem von ihm verursachten Wellengang das Boot Saladins dermaßen in Bewegung versetzt, dass der am Kerkerfenster wartende Dag mit seinen kurzen Armen das Brot des am schwingenden Mast klammernden Ali nicht greifen kann. Nutznießer ist ausgerechnet der Schatzmeister, der sich das Brot einfach aus Alis Arm schnappen kann. Der Schatzmeister fackelt nicht lange und stellt zu seiner Freude fest, dass die Zutaten sehr delikater Natur sind: eine Feile, ein Seil, Geld und ein Brief. Letzterem kann er entnehmen, dass seine ehemalige Sklavin Fatima auf dem Weg in ihre Heimat ist. Da diese noch im Besitz des Schmuckes der Theodora ist, begibt er sich unmittelbar nach seiner Flucht auf die Verfolgung.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Als "Türme des Schweigens" bezeichnet man eigentlich sogenannte Dakhmahs - Grabmale, die den Anhängern Zarathustras als Begräbnisstätte dienen
  • Mit dem unverhofften Wiedersehen mit dem Schatzmeister und der Erwähnung der schönen Fatima nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und macht das nun folgende letzte Drittel der Orient-Serie zu ihrem handlungsreichsten Teil.
  • Es ist nicht ganz klar, wieso der Schatzmeister sich so diebisch über die Verhaftung der Digedags freut. An seinem Sturz in den Heften 213/214 hatten sie keinen Anteil, und auch dass sie es waren, die der schönen Fatima zur Flucht verholfen haben, hat er nie erfahren.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Die Heftnummer ist von nun an in einer anderen Schriftart (derselben, wie sie schon seit der Amerika-Serie für die Hefttitel benutzt wird) gehalten, wenn auch nur fünf Hefte lang bis zum Ende der Orient-Serie.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde textlich und bildlich unverändert auf holzfreiem Papier gedruckt. Diese Hefte wurden an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben, waren aber zum Teil auch für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt.

[Bearbeiten] Externe Links

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