Erlkönig

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Der Erlkönig ist eine berühmte Ballade von Johann Wolfgang von Goethe. Sie hatte verschiedene Wirkungen aufs MOSAIK.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Der Erlkönig als Quelle für die Runkel-Serie

Der überlieferte Text der Freistadter Inszenierung des Drachenkampfs im Orient weist einige Parallelen zum Erlkönig auf. Das dreimalige, unheimliche Traumgesicht der Prinzessin erinnert an die aufeinanderfolgenden Schmeicheleien/Drohungen des Erlkönigs, und auch das Abwiegeln des Sultans gemahnt an das Unverständnis des Vaters in der Ballade. Näheres dazu im Artikel zum Drachenkampf.

[Bearbeiten] Der Erlkönig als Inspiration für die Mittelalter-Serie

Offensichtlicher noch ist die Anspielung auf den Erlkönig durch den bösen Vogt Grimbold, der sich von der jungvermählten Friderun das Recht des ersten Kusses einholen möchte. Den Hinweis ihres Vaters, dieses Recht stehe nur dem Grafen zu, wischt Grimbold beiseite, denn er sei der Stellvertreter (des abwesenden Grafen Wackerbart). Außerdem: "... und ist sie nicht willig, so brauch ich Gewalt!"

Das ist ein (fast) wörtliches Zitat aus der Ballade.

[Bearbeiten] Text der Ballade

Die im MOSAIK zitierten/verarbeiteten Stellen sind fett hervorgehoben.

Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?

Erlkönig.

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel' ich mit dir;
Manch' bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ –

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ –

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh' es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.“ –
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset's; er reitet geschwind,
Er hält in Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

[Bearbeiten] Exter Verweis

[Bearbeiten] Der Erlkönig beeinflusste fogende Mosaikhefte

Mosaik von Hannes Hegen: 149

Mosaik ab 1976: 193
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