Mosaik von Hannes Hegen 136 - Die falschen Perlen

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Februar 1968
Nachdruck in Auf dem Weg zur Schatzinsel
Reprintmappe XII
Umfang 24 Seiten
Panel 83 + Titelbild
Katalog 1.01.136
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Runkel-Serie
Kapitel: Im vorderen Orient
Heft davor Der Muezzin und die Perlenfischer
Heft danach Das Wrack des Nearchos

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person
Hamid und seine Gefährten sind in Ormuz auf der Suche nach ihren Perlen, die ihnen ein Muezzin gestohlen hat. Zuerst treffen sie Runkel, der in Erfahrung bringen will, was ein Perlenschatz wert ist. Hamid warnt ihn, da er hier wegen unerlaubten Perlenhandels verhaftet werden kann. Doch Runkel schlägt seine Warnungen in den Wind und meint, dass es solche Gesetze gar nicht gibt. Er glaubt, die Perlenfischer wollen verhindern, dass er sich selbst einen Schatz am Meeresboden sucht. Hamid macht sich Sorgen und will wenigstens die Digedags warnen. Vielleicht können sie ihren Ritter zur Vernunft bringen. An der nächsten Straßenecke treffen die Perlenfischer die Zwei. Ganz aufgeregt rufen sie ihnen zu, sich vor den Schergen des Scheichs in Sicherheit zu bringen. Sie berichten, dass der Muezzin die Perlen verkaufen wollte. Dabei wurde er festgenommen und beschuldigte die Perlenfischer, ihm angeblich ihre Perlen verkauft zu haben. Aber da tauchen schon die Wächter auf und die Perlenfischer müssen flüchten. Ein Turbanhändler und sein Kunde bringen versehentlich den Aufseher und seine Schergen zu Fall und so können die Digedags mit den Perlenfischern im Gedränge verschwinden. Eine Wasserträgerin kann dem wütenden Aufseher nicht mehr ausweichen und es kommt zum Zusammenstoß. Dabei kippt ihr voller Krug über den Kopf des Gesetzeshüters und lässt ihn kurzzeitig verstummen. Nachdem ihn seine Helfer befreit haben, wettert er los und vermutet wieder eine absichtliche Behinderung seiner Aufgaben. Doch dann kommt er zu dem Juwelier, bei dem er bereits den Muezzin mit den gestohlenen Perlen erwischte. Diesmal steht Runkel vor dem Laden und versucht den Preis für eine Bootsladung Perlen in Erfahrung zu bringen. Der Aufseher belauscht ihn und vermutet, dass er zusammen mit den Digedags und dem Muezzin zu einer Bande gehört, die verbotenerweise mit Perlen handeln. Runkel wird verhaftet und protestiert lautstark. Die Digedags eilen ihm zu Hilfe und werden ebenfalls festgenommen. Als dann noch die drei Perlenfischer herbei eilen, versuchen sie vergeblich, die Wahrheit über die gestohlenen Perlen zu berichten. Nafi Ibn Asra glaubt ihnen kein Wort und bringt alle in den Palast von Scheich Behaeddin Ajas Seifin.
Dort werden sie in einen Saal geführt, in dem der Scheich gerade in einem Marmorbecken ein Perlenbad nimmt. Die Digedags zweifeln gleich an seinem Verstand. Nafi Ibn Asra wartet ehrfürchtig, bis er vom Herrscher angesprochen wird. Dann meldet er, eine Bande erwischt zu haben, die eine Bootsladung Perlen gestohlen hat. Der Scheich belohnt ihn dafür mit einer Perle und ernennt ihn zum Oberaufseher. Runkel soll nun die Perlen rausrücken. Wahrheitsgemäß antwortet er, dass er keine einzige Perle besitzt. Der Scheich droht ihm und die Digedags befürchten Schlimmes. Doch Dig hat eine Idee: Die drei Goldmacher sollen ihnen die Bootsladung Perlen herstellen. Als sie dem Scheich versprechen, die Perlen in einigen Tagen herbeizuschaffen, dürfen sie den Palast verlassen.
Kurze Zeit später haben sie die das neue Laboratorium in Ormuz gefunden, in dem es bereits schrecklich qualmt. Allerdings findet dort kein Experiment statt, die Alchimisten versuchen nur Eierkuchen zu backen. Die Digedags reden ihnen ein, dass der Scheich dringend eine Bootsladung mit künstlichen Perlen als Geschenk für die ausländischen Gesandten braucht. Die Goldmacher hoffen auf eine Stellung am Hofe und begeben sich gleich an die Arbeit. Bald entstehen aus Quarzsand und gemahlenem Perlmutt Unmengen falscher Perlen. Die Digedags bestellen sich einen Fuhrmann, der ihnen mit seinem Wagen die Perlensäcke zum Palast fährt. Der Scheich ist sehr erfreut über die vielen Perlen und prüft gleich mit einer Diamantenlupe die Qualität. Dabei stellt er fest, dass die Perlen nicht echt sind. Auch sein Papagei bestätigt ihm das vernichtende Urteil. Nafi Ibn Asra hat eine Erklärung parat und meint, dass die echten Perlen irgendwo versteckt sind. Doch der Scheich ist von seinen Geheimagenten bitter enttäuscht und degradiert zum Unteraufseher. Selbstverständlich muss er auch die echte Perle wieder rausrücken. Der Scheich lässt alle Glasperlen auf die Straße schütten, wo das gemeine Volk sich daran erfreut. Runkel und die Digedags werden zusammen mit den Perlenfischern auf eine einsame Insel im Persischen Golf verbannt. Dort sollen sie solange nach Perlen tauchen, bis sie eine Bootsladung zusammen haben. Auch die drei Goldmacher erhalten ihre Strafe - sie werden des Landes verwiesen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Ritterregel: Wer Rittern keine Schätze gönnt, dereinst im Höllenfeuer brönnt! (Ritter Runkel)
  • Obwohl sie erst vor einigen Stunden in Ormuz angekommen sind, haben es Bakbak, Bekbek und Bukbuk bereits geschafft, dort ein eigenes Laboratorium zu eröffnen.
  • Auf S. 17 Panel 1 wurde vergessen, Ritter Runkels Schnurrbart zu zeichnen.
  • S. 4 Panel 4: Bei dem Tuchhändler gibt es einen Turbanhalter mit aufgemaltem Gesicht.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Von diesem Heft sind einige Exemplare bekannt geworden, die bedingt durch einen Fehler beim Bogenoffsetdruck die Seitenanordnung 1, 3 (kopfstehend), 2 (kopfstehend), 4 ... 21, 23 (kopfstehend), 22 kopfstehend), 24 aufweisen. Die Ursache dieses Fehldrucks war entweder ein fehlerhaftes Ausschießschema oder das versehentliche Abweichen von einem richtigen Ausschießschema.
  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde auf holzfreiem Papier gedruckt, zeigt jedoch auf der Rückseite ein gemeinsames Export-Impressum, bei dem im Vergleich zum Inland-Impressum die ersten beiden Zeilen retuschiert wurden. Diese Hefte waren nachweislich für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt, wurden aber zum Teil auch an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben.

[Bearbeiten] Externe Links

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