Mosaik von Hannes Hegen 222 - Der große Fang

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Stammdaten
Titelbild Erschienen Mai 1975
Nachdruck in Die schöne Fatima
Reprintmappe XIX
Umfang 24 Seiten
Panel 61 + Titelbild
Katalog 1.01.222
Serie Liste aller Digedags-Hefte
Hauptserie: Orient-Serie
Heft davor Alarm im Hafen
Heft danach Fatimas Heimkehr

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Comic

[Bearbeiten] Inhalt

Erzähler: Digedags in der dritten Person.
Der Schwarze Zurga freut sich sehr über seinen Fang: nicht nur die schöne Fatima, sondern obendrein noch eine ganze Balletttruppe und zwei berühmte Ausländer, Tino Tango und Ambroise Freluquet, sowie dessen schöne Tochter Jeanette konnte er mit einem Schlag als Geisel nehmen. Der Sklavenhändler erhofft sich einen ordentlichen Gewinn, wenn er für seine Geiseln Lösegeld erpresst, oder sie einfach als Sklaven verkauft. Einzig und allein für die Digedags sieht er keine Verwendung, da Wichte derzeit auf dem Sklavenmarkt nicht gefragt sind. So wird beschlossen, die drei bis zur Steigerung der Nachfrage im Verlies einzulagern.
Da dem schurkigen Schatzmeister der Schmuck der Theodora abhanden kam, meldet er nun als Entschädigung für seinen Verlust Ansprüche auf Fatima an, die er eigentlich dem Schwarzen Zurga versprochen hatte, doch dieser lässt sich auf keinerlei Handel ein. So wird nun Kurs auf die Insel Sporadia, den Stützpunkt der Bande des Schwarzen Zurga genommen. Sporadia ist eine Insel im Machtbereich des Sultans und wird von dessen Statthalter, Abu Buruk, verwaltet und regiert. Dieser gewährt dem Schwarzen Zurga und dessen Bande gegen eine angemessene Umsatzbeteiligung Zuflucht und Schutz.
Die Einwohner Sporadias, vornehmlich griechische Fischer, sind schon seit langem mit dem Treiben der Piratenbande und des Statthalters unzufrieden. Der neuerliche Coup jedoch bringt das Fass zum Überlaufen. Eine Versammlung wird einberufen, auf der man sich überlegt, wie man dem ein Ende setzen kann. Unterdessen versucht der Schatzmeister seine Ansprüche auf Fatima bei Abu Buruk durchzusetzen, scheitert aber bei diesem genau wie schon zuvor beim Schwarzen Zurga. Er wird sogar noch verlacht, was ihn so erzürnt, dass er die Waffe gegen Abu Buruk erhebt. Dieser war jedoch früher Fechtlehrer für krumme und gerade Säbel, und somit bleibt dem Schatzmeister nicht der Hauch einer Chance. Die Digedags nutzen den Tumult und türmen direkt über die angrenzenden Dächer. Zwei nacheilende Verfolger stürzen ab und landen unsanft in zwei Kakteen. Die Digedags werden von den Fischern aufgenommen, und als diese merken, dass sie ehemalige Gefangene Abu Buruks und des Schwarzen Zurgas vor sich haben, laden sie die Digedags zu ihrer Versammlung ein, damit sie den Fischern von dem Machenschaften in der Festung erzählen können. Der Bürgermeister von Sporadia, der den Vorsitz der Versammlung führt, beschließt aufgrund des Berichtes der Digedags, dass die Gefangenen befreit werden müssen, doch weiß keiner, wie man in die gut gesicherte Festung gelangen könnte. Da meldet sich ein Fischer und berichtet, er habe beim Schwammtauchen eine Grotte unterhalb der Zitadelle entdeckt. Man beschließt, dass diese umgehend erforscht werden müsse. Da es bereits finster wird, kommen die Digedags auf die Idee, die massenhaft auf der Insel umherfliegenden Glühwürmchen zu fangen und in Glasflaschen zu sperren. Ausgerüstet mit etlichen Glühwürmchenlaternen begeben sich die Digedags und einige Fischer nun zur Unterwassergrotte, während sich der Rest bewaffnet und vorm Festungstor in Stellung geht. Die Grotte führt tatsächlich direkt in die Zitadelle, und zwar genau in die Schatzkammer, in der die ganze Beute der Bande des Schwarzen Zurga aufbewahrt wird. Allerdings ist die Eingangstür, die den Digedags und ihren Freunden als Ausgang dienen soll, natürlich versperrt. Einfach aufbrechen verbietet sich, da dadurch der Wächter alarmiert werden würde. Also greift Dig zu einer List: er leuchtet mit seiner Flasche durch das Schlüsselloch. Da der ausfallende Lichtstrahl das Misstrauen der Wache erregt, nimmt dieser den Schlüssel, sperrt die Tür auf, und wird prompt von den Fischern überwältigt. Nun ist der Weg frei. Schnell macht man sich auf zum Eingangstor, öffnet dieses und gewährt den draußen Wartenden Einlass. Diese überwältigen nach kurzem Kampf Abu Buruk, den Zurga und die gesamte Piratenbande. Sämtliche Geiseln werden befreit. Nur einem gelingt die Flucht: ausgerechnet dem Schatzmeister, und zwar auf dem selben Weg wie vorher den Digedags. Umgehend begibt er sich zum Hafen, stiehlt ein Boot und macht sich auf nach Istanbul, um dem Sultan vom Schatz des Schwarzen Zurgas und seiner Bande zu erzählen.

[Bearbeiten] Figuren

[Bearbeiten] Bemerkungen

  • Das einzige Heft der Orient-Serie, in dem Sultan Mahmud der Zweite nicht auftritt.
  • Abu Buruk war früher Fechtlehrer für krumme und gerade Säbel. Er ist damit eine direkte Anspielung auf die Figur des Abu Seif, dem Vater des Säbels, in Karl Mays Reiseerzählung „Durch Wüste und Harem“ (später umbenannt in „Durch die Wüste“).
  • Schon zum zweiten Mal nach Heft 95 katapultieren sich die flüchtenden Digedags in ein Fischernetz, das an Land aufgespannt wurde. Auf Sporadia werden sie allerdings freundlicher empfangen als seinerzeit in Villamare.

[Bearbeiten] Mitarbeiter

[Bearbeiten] Weitere Besonderheiten

  • Eine kleine Auflage des Heftes wurde textlich und bildlich unverändert auf holzfreiem Papier gedruckt. Diese Hefte wurden an Redaktions- und Druckereimitarbeiter abgegeben, waren aber zum Teil auch für den Export nach Österreich und in die Bundesrepublik Deutschland bestimmt.
  • Auch später zu Zeiten der Abrafaxe trug ein Mosaikheft den Titel "Der große Fang", nämlich das Heft 7/78.

[Bearbeiten] Externe Links

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