Orissa

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== Das historische Orissa ==
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== Folgende Mosaikhefte spielen in Orissa ==
== Folgende Mosaikhefte spielen in Orissa ==

Version vom 03:26, 13. Feb. 2007

Orissa ist ein ehemaliges Königreich am Golf von Bengalen. Heute gehört es zu Indien und bildet einen eigenen Bundesstaat. Die Abrafaxe waren in den Jahren 1986 bis 1988 in Orissa zu Besuch, und zwar in den Kapiteln "Der kleine Wundermann", "Die goldene Säule" und der Orang-Laut-Serie, die alle zur Alexander-Papatentos-Serie gehören. Die Handlung spielt Ende 1279 und Anfang 1280.

Inhaltsverzeichnis

Die Abrafaxe in Orissa

Tempelbezirk von Bhuvaneshwar

Ankunft

Nachdem es sich die Abrafaxe zur Aufgabe gemacht haben, dem Brahmanen sein Gewand zurückzubringen, führt sie ihr Weg auf getrennten Pfaden aus dem Himalaya über das Königreich Penunsien zum Ganges und weiter durch den Dschungel nach Orissa. Califax agiert dabei unter Soma-Einfluss als Kleiner Wundermann, Abrax und Brabax hingegen haben sich dem Gaukler Vidusaka angeschlossen. Wann genau sie die Grenze überschreiten, ist nicht sicher. Sollte das Dschungeldorf, in dem sie an einer Tigerjagd teilnehmen, bereits zu Orissa gehören, erreichen sie das Landf schon in Heft 7/86. Im folgenden Heft treffen Abrax und Brabax bereits in Bhuvaneshwar ein, der Hauptstadt von Orissa; Califax holt sie hier erst in Heft 12/86 ein. Seine Erlebnisse in einem anderen Dschungeldorf, das er in Heft 9/86 von der Heimsuchung durch einen verwundeten Elefanten befreit, ereignen sich möglicherweise ebenfalls schon in Orissa.

Die Küste von Orissa

Abenteuer in Bhuvaneshwar

In der Hauptstadt wollen Abrax und Brabax sich mit Vidusaka treffen, der den Weg durch den Dschungel gescheut hatte und deshalb am Ganges und der orissanischen Küste entlang hierher gekommen ist. Doch wegen der Machenschaften von Krishna Ghaunar flieht Vidusaka aus dem vereinbarten Treffpunkt, dem Gasthaus Zur Schildkröte, während die beiden Abrafaxe in die Obhut des Königs der Armen gelangen. Dort erfahren sie die Vorgeschichte von Ghaunar und dem Brahmanen.

Da Ghaunar durch diesen mächtigen Beschützer nicht mehr ohne weiteres an sie herankommt, stellt er ihnen eine Falle auf dem Meer, in die sie dank ihrer Hilfsbereitschaft prompt tappen. Doch der Brahmane rettet mit seiner Soma-Kugel die Situation - Krishna Ghaunar verschwindet in den Fluten und die beiden Abrafaxe können endlich das Diwali-Fest genießen, wo sie erfreulicherweise auch ihren dritten Mann wiederfinden.

Straßenszene in Bhuvaneshwar

In der Provinz Bolangir

Kurz darauf werden die Abrafaxe in den Krieg zwischen Orissa und dem Sultanat von Delhi verwickelt. Den Angreifern ist die Eroberung der orissanischen Provinz Bolangir gelungen, die nun einem muslimischen Statthalter untersteht. Der Anführer der geschlagenen orissanischen Truppen stirbt in Bhuvaneshwar; seine letzten Worte betreffen eine rätselhafte goldene Säule. Diese zu finden, machen sich nun die Abrafaxe auf in die besetzte Provinz; doch auch ihr alter Feind Krishna Ghaunar ist wieder mit von der Partie und hetzt ihnen einen Spion auf den Hals. Dieser vergiftet den Wasservorrat, den sie auf ihrem Transportelefanten Vikra mit sich führen.

Bolangir ist wieder orissanisch!

Zu ihrem Glück treffen die Abrafaxe mitten im Dschungel den guten alten Alexander Papatentos, der ihnen wieder einmal aus der Patsche hilft. Er ist nach Orissa gekommen, um Baumeister zu finden, die seine Vorstellungen von Ästhetik in Rattabumpur umsetzen können. Gemeinsam erreicht man Bolangir, wo man sich den Rebellen anschließt. Doch schon bald geraten die Abrafaxe in Gefangenschaft und werden zusammen mit dem Spion in Reisigbündeln verschnürt in einen Fluss geworfen, der direkt in den Dschungel führt. Alex Papatentos und Krishna Ghaunar folgen, da beide den ehemaligen Schatzmeister finden wollen, der ebenfalls im Dschungel vermutet wird. Zu sechst erreicht man tatsächlich die Burg des Herrn der Tiere, wo Ghaunar und sein Faktotum eine Fehlinformation über die Goldene Säule erhalten.

Beratung im Palast

Nach der Rückkehr in die Hauptstadt von Bolangir versuchen sie daher ihr Glück an einer falschen Säule, während die Abrafaxe, Alex und der Herr der Tiere mit seiner Dschungelarmee den Rebellen zu Hilfe eilen. Gemeinsam werden die Muslime überwältigt, und die Provinz gerät wieder unter die Herrschaft des Königs von Orissa. In dessen Palast zu Bhuvaneshwar findet die Geschichte ein glückliches Ende.

Abschied von Orissa

Bald darauf erreicht ein Prinz von Srivijaya Bhuvaneshwar. Der König von Orissa hatte ihm eine seiner Töchter zur Braut versprochen und sogar abgesandt, doch sie hat Srivijaya nie erreicht. Die Abrafaxe und Alexander Papatentos machen sich nun mit Alex' Tauchboot auf zu den Orang Laut, in deren Gewalt die Prinzessin zu Recht vermutet wird. Der Prinz bleibt in Orissa zurück, und als man nach geraumer Zeit nichts von dem Rettungsteam gehört hat, regt er eine militärische Operation an. Diese trifft tatsächlich gerade rechtzeitig bei der Insel der Orang Laut ein, um die Piraten zu besiegen.


Orissa im MOSAIK

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Geographie

Zwei Karten im Mosaik sind Einzelheiten über Orissa zu entnehmen: In Heft 7/86 wird ein (teilweise irriger) Überblick über die Fauna Indiens geboten; dabei ist neben Sanchi, Benares und Tanjore auch Bhuvaneshwar verzeichnet, die Hauptstadt von Orissa. In Heft 1/87 hingegen sind Orissa selbst und seine Nachbarstaaten dargestellt (allerdings in den heutigen Grenzen). Die Hauptstadt ist diesmal nicht eingezeichnet, wohl aber der Mahanadi, der wichtigste Fluss des Landes. Außerdem wird eine beachtlicher historischer Essay zur Geschichte dieser Gegend geliefert (siehe unten).

Im Osten Orissas, zwischen den Zuflüssen des Mahanadi, liegt die Provinz Bolangir, die zur Zeit der Mosaikhandlung nach mehrjährigen Kämpfen an die muslimischen Eroberer gefallen ist und mit Hilfe der Abrafaxe zurückerobert werden kann. In der Hauptstadt von Bolangir spielt ein Großteil des Jahrgangs 1987. Außerdem dürfte das Dschungelreich des Herrn der Tiere mit seiner Burg ebenfalls in dieser Gegend zu suchen sein.

Die Architektur Orissas wird im Mosaik "typisch indisch" dargestellt. Inwieweit tatsächliche Gebäude aus Bhuvaneshwar, Puri oder anderen Städten des Landes Pate standen, muss vorerst offen bleiben. Warum Alexander Papatentos gerade hier Baumeister finden soll, die seine Vorstellungen von griechischer Ästehtik teilen, ist ein weiteres Rätsel.

Weitere für die Mosaikhandlung wichtige Orte in Orissa:

Bewohner

Folgende Bewohner von Orissa spielen eine wichtigere Rolle im Mosaik:

Geschichte

Dem redaktionellen Teil des Hefts 1/87 ist nicht nur einiges über die Geographie von Orissa zu entnehmen (siehe oben), sondern auch eine Menge über Geschichte und Kultur des Landes. So erfahren wir, dass in Puri zu Ehren des Gottes Jagganath bis heute alljährlich ein großes Pilgerfest gefeiert wird und dass die Könige von Orissa sich Ganapatis nannten, d.h. "Herren der Elefanten". Die Nachbarn im Süden, jenseits des Flusses Godavari, waren die Cholas, mit denen es sowohl früher als auch aktuell (etwa 1279) kriegerische Auseinandersetzungen gab. Nördlich grenzten Bihar und Bengalen an Orissa, die beide um 1200 den Muslims zum Opfer fielen. Insbesondere taten sich dabei Kutub-Din-Aibak, der 1206 das Sultanat von Delhi gründete, und Mohammed Bakhtyar hervor, der Eroberer Bengalens. Durch diese militärischen Erfolge fanden allmählich islamische Gebräuche Eingang in die indische Kultur.

Orissa konnte sich lange gegen die Muslims wehren, aber schließlich musste man doch Teile des Landes räumen. Dies betrifft vor allem die Provinz Bolangir, an deren Rückeroberung die Abrafaxe federführend beteiligt sind.

Das historische Orissa

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Folgende Mosaikhefte spielen in Orissa

                            7/86 (?), 8/86, 9/86 (?), 10/86, 11/86, 12/86,
1/87, 2/87, 3/87, 4/87, 5/87, 6/87, 7/87, 8/87, 9/87, 10/87, 11/87, 12/87,
1/88                                                                12/88
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