Philipp der Schöne

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Der schöne Philipp im MOSAIK

Philipp der Schöne ist eine Figur der Templer-Serie.

Nachdem die Abrafaxe den Orden des salomonischen Tempels gegründet und durch einen Zeitsprung ihre Gefährten dem Schicksal überlassen haben, erfährt der Leser, wie es dem Templerorden weiter erging.

Nach seinem unaufhaltsamen Aufstieg wurde die Macht des Ordens zu groß, so dass Philipp der Schöne, König von Frankreich, selbst hoch verschuldet beim Orden, diesen verbot, seine Mitglieder einsperren ließ und das Vermögen beschlagnahmte.


Inhaltsverzeichnis

Philipp der Schöne in der Realität

Philipp in Öl

Philipp IV. war der zweite Sohn von Philipp III. von Frankreich und dessen erster Gemahlin Isabella von Aragon.

Er versuchte Grafschaft Flandern in die Krondomäne einzugliedern, doch nach einem allgemeinen Aufstand 1302, der in der Sporenschlacht von Kortrijk (Courtrai) am 11. Juli mit einer Niederlage für Philipp endete, musste er Flandern nördlich der Leie (Lys) aufgeben. Die Freie Grafschaft Burgund (Franche Comté), Toul und Verdun gliederte er jedoch aus dem Heiligen Römischen Reich in das Krongut ein.

Im Inneren konnte sich Philipp auf ihm treu ergebene Generalstände stützen. Außenpolitisch schloss Philipp ein Bündnis mit dem römisch-deutschen König Albrecht I. und Frieden mit dem englischen König Eduard I.

Dadurch bekam er freie Hand für die Auseinandersetzung mit dem Papsttum: Er plante die Besteuerung des Klerus, wogegen Papst Bonifatius VIII. heftig protestierte und in der Bulle Unam Sanctam unverhüllt den päpstlichen Weltherrschaftsanspruch formulierte. Im diesem Zusammenhang entstanden mehrere Traktate, die entweder die päpstliche Haltung untermauern oder sie entkräften wollten sowie Aegidius Romanus, Jakob von Viterbo, Johannes von Paris. Bonifatius wurde 1303 auf Philips Befehl in Anagni entführt und starb kurz darauf (Attentat von Anagni). Der 1305 installierte Papst Clemens V., vorher Erzbischof von Bordeaux, stand unter starken Einfluss des Königs. Er siedelte 1309 nach Avignon über, von wo aus das Papsttum leichter kontrolliert werden konnte. Damit ging die Periode päpstlicher Hegemonie im Mittelalter zu Ende und es begann die Periode des sogenannten Papsttums in Avignon.

Am 13. Oktober 1307 ließ Philipp alle Angehörigen des Templerordens gleichzeitig verhaften. Sie wurden im Templerprozess der Ketzerei angeklagt und gestanden unter Folter. Der Großmeister des Ordens, Jacques de Molay wurde mit mehreren Gefolgsmännern auf dem Scheiterhaufen verbrannt, das gewaltige Vermögen des Ordens (mit seinem weitverzweigten Bankensystem) wurde vom König eingezogen.

Zu Auseinandersetzungen mit dem Heiligen Römischen Reich kam es, als Heinrich VII., einstmals als Graf von Luxemburg ein Vasall Philipps, 1308 zum römisch-deutschen König gewählt wurde und eine Restaurationspolitik betrieb, wobei Heinrich die Auffassung äußerte, dass er als Kaiser höher stehe als der französische König. Mit dem Tod Heinrichs 1313 in Italien endete jedoch diese Auseinandersetzung.

Philipp stärkte das Königtum durch eine erfolgreiche Finanzpolitik, etwa mit der Errichtung eines Rechnungshofes. Allerdings schreckte er auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück, um an Geld zu kommen - etwa durch Judenverfolgungen.

Der König starb bei einem Jagdunfall und ist in der Basilika Saint-Denis begraben. Nach ihm brachten die Kapetinger nur noch schwache Könige hervor, was zu einer Krisenphase ganz Frankreichs führte.

Literatur

  • Jean Favier: Philippe le Bel. Paris 1978.

Externe Links


Philipp tritt in folgenden Mosaikheften auf

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