Diskussion:Mosaik 240 - Auf und davon!

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Ich spekuliere mal: Kupfer und Säure ergibt gar keinen Wasserstoff. Darüber hat ein in Chemie fitter Leser die Redaktion in einem Leserbrief aufgeklärt. Deswegen hat man hinterher noch Toksin erklären lassen, dass das Kupfer eigentlich in Kupferfolie verpacktes Magnesium gewesen sei. (da Magnesium erst im 19. Jhd. durch Elektrolyse gewonnen wurde, macht es die Geschichte nicht viel glaubhafter)<br>
Ich spekuliere mal: Kupfer und Säure ergibt gar keinen Wasserstoff. Darüber hat ein in Chemie fitter Leser die Redaktion in einem Leserbrief aufgeklärt. Deswegen hat man hinterher noch Toksin erklären lassen, dass das Kupfer eigentlich in Kupferfolie verpacktes Magnesium gewesen sei. (da Magnesium erst im 19. Jhd. durch Elektrolyse gewonnen wurde, macht es die Geschichte nicht viel glaubhafter)<br>
Ist hier jemand der mehr Ahnung als ich von Chemie hat, und meine Gedankengänge fachmännisch bestätigen bzw. verwerfen kann?--[[Benutzer:Bhur|Bhur]] 00:55, 15. Mai 2008 (CEST)
Ist hier jemand der mehr Ahnung als ich von Chemie hat, und meine Gedankengänge fachmännisch bestätigen bzw. verwerfen kann?--[[Benutzer:Bhur|Bhur]] 00:55, 15. Mai 2008 (CEST)
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:Ich bin zwar auch kein Chemiker aber als Elektroniker kann ich Dir die dahinter stehende Gesetzmäßigkeit (wird z.B. bei einfachen Batterien angewendet) auch erklären, denn um zu verstehen wie Elektronik funktioniert muss man den Aufbau von Atomen kennen.
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:Um zum Beispiel Kupfer in Salzsäure aufzulösen müsste folgende Reaktion stattfinden:
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::2Cu + 2HCl  2Cu + H2
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:Vereinfacht ausgedrückt müsste das Wasserstoffatom durch das Kupferatom ausgetauscht werden. Die Kupferatome müssten jeweils ein Elektron an die Wasserstoffatome abgeben.
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:Warum diese Reaktion nicht stattfindet lässt sich mit der Stellung von Kupfer in der elektrochemischen Spannungsreihe erklären. Kupfer steht rechts von Wasserstoff und kann daher nicht von nichtoxidierenden Säuren angegriffen werden. Dabei spielen die Standardpotentiale der Elemente eine Rolle. Wasserstoff hat ein Standardpotential von 0V und das von Kupfer beträgt 0,34 V, d.h. die Kupferatomkerne ziehen die negativ geladenen Elektronen mehr an als die Wasserstoffatomkerne. Das Standardpotentiale von Magnesium betrögt -2,38V --> Magnesium wird in Salzsäure aufgelöst. Ich hoffe, dass ich den Sachverhalt halbwegs verständlich erklärt habe.

Version vom 19:11, 15. Mai 2008

Die Sache mit der Säure und dem Kupfer, das sich etliche Hefte später dann als Magnesium herausstellt kommt mir komisch vor.
Ich spekuliere mal: Kupfer und Säure ergibt gar keinen Wasserstoff. Darüber hat ein in Chemie fitter Leser die Redaktion in einem Leserbrief aufgeklärt. Deswegen hat man hinterher noch Toksin erklären lassen, dass das Kupfer eigentlich in Kupferfolie verpacktes Magnesium gewesen sei. (da Magnesium erst im 19. Jhd. durch Elektrolyse gewonnen wurde, macht es die Geschichte nicht viel glaubhafter)
Ist hier jemand der mehr Ahnung als ich von Chemie hat, und meine Gedankengänge fachmännisch bestätigen bzw. verwerfen kann?--Bhur 00:55, 15. Mai 2008 (CEST)

Ich bin zwar auch kein Chemiker aber als Elektroniker kann ich Dir die dahinter stehende Gesetzmäßigkeit (wird z.B. bei einfachen Batterien angewendet) auch erklären, denn um zu verstehen wie Elektronik funktioniert muss man den Aufbau von Atomen kennen.
Um zum Beispiel Kupfer in Salzsäure aufzulösen müsste folgende Reaktion stattfinden:
2Cu + 2HCl  2Cu + H2
Vereinfacht ausgedrückt müsste das Wasserstoffatom durch das Kupferatom ausgetauscht werden. Die Kupferatome müssten jeweils ein Elektron an die Wasserstoffatome abgeben.
Warum diese Reaktion nicht stattfindet lässt sich mit der Stellung von Kupfer in der elektrochemischen Spannungsreihe erklären. Kupfer steht rechts von Wasserstoff und kann daher nicht von nichtoxidierenden Säuren angegriffen werden. Dabei spielen die Standardpotentiale der Elemente eine Rolle. Wasserstoff hat ein Standardpotential von 0V und das von Kupfer beträgt 0,34 V, d.h. die Kupferatomkerne ziehen die negativ geladenen Elektronen mehr an als die Wasserstoffatomkerne. Das Standardpotentiale von Magnesium betrögt -2,38V --> Magnesium wird in Salzsäure aufgelöst. Ich hoffe, dass ich den Sachverhalt halbwegs verständlich erklärt habe.
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