Der Pfandleiher von Soho

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In der Jahresvorschau für das Jahr 1963 sollte das Heft im März mit der Nummer [[Mosaik von Hannes Hegen 76 - Pepperkorns Pagodenfest|76]] erscheinen. Danach sollte ''der in »den berüchtigten Londoner Slums«'' hausende Pfandleiher ''»sich an dem Hab und Gut der durch das kapitalistische Unternehmertum verelendeten Bevölkerung« bereichern und diese um ihr Eigentum bringen. <ref>[[Mark Lehmstedt]], [[Die geheime Geschichte der Digedags]], Leipzig 2010, S. 179</ref><ref name="kramer">[[Thomas Kramer]], ''[[Das  Mosaik FanBuch – Zweiter Teil]]'', Berlin 1994, S. 13</ref> Am Ende droht ein Brand »alles zu vernichten. Die [[Digedags]] greifen mit Ericsons Dampffeuerspritze ein und geben alles den rechtmäßigen Besitzern zurück«.<ref name="kramer"/>
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In der Jahresvorschau für das Jahr 1963 sollte das Heft im März mit der Nummer [[Mosaik von Hannes Hegen 76 - Pepperkorns Pagodenfest|76]] erscheinen. Danach sollte "der in »den berüchtigten Londoner Slums«" hausende Pfandleiher "sich an dem Hab und Gut der durch das kapitalistische Unternehmertum verelendeten Bevölkerung" bereichern und diese um ihr Eigentum bringen. <ref>[[Mark Lehmstedt]]: ''[[Die geheime Geschichte der Digedags]]'', Leipzig 2010, S. 179</ref><ref name="kramer">[[Thomas Kramer]]: ''[[Das  Mosaik FanBuch – Zweiter Teil]]'', Berlin 1994, S. 13</ref> Am Ende droht ein Brand "alles zu vernichten. Die [[Digedags]] greifen mit Ericsons Dampffeuerspritze ein und geben alles den rechtmäßigen Besitzern zurück".<ref name="kramer"/>
Innerhalb der [[Erfinder-Serie]] hätte das vermutlich im Jahr 1828 spielende Heft die Konstruktion und den ersten Einsatz der von dem englischen Ingenieur John Ericson (1803–1889) konstruierten fahrbaren Dampfspritze behandelt, die sich im späteren Verlauf aber als unzureichend erweisen sollte.
Innerhalb der [[Erfinder-Serie]] hätte das vermutlich im Jahr 1828 spielende Heft die Konstruktion und den ersten Einsatz der von dem englischen Ingenieur John Ericson (1803–1889) konstruierten fahrbaren Dampfspritze behandelt, die sich im späteren Verlauf aber als unzureichend erweisen sollte.
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Ohne Angabe von Gründen verlangte die [[Zentralleitung der Pionieroirganisation]] einen Austausch der Geschichte, die daraufhin ersatzlos gestrichen wurde. <ref>[[Mark Lehmstedt]], [[Die geheime Geschichte der Digedags]], Leipzig 2010, S. 180</ref><ref name="kramer"/> Stattdessen rutschte die eigentlich erst für das Heft [[Mosaik von Hannes Hegen 77 - Schmugglerjagd in Knistermeckelfingen|77]] vorgesehene erste Geschichte um den schwerreichen [[Mijnheer Adrian van Pepperkorn|Mijnheer Pepperkorn]] um eine Ausgabe nach vorne.
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Ohne Angabe von Gründen verlangte die [[Zentralleitung der Pionierorganisation]] einen Austausch der Geschichte, die daraufhin ersatzlos gestrichen wurde. <ref>[[Mark Lehmstedt]]: ''[[Die geheime Geschichte der Digedags]]'', Leipzig 2010, S. 180</ref><ref name="kramer"/> Stattdessen rutschte die eigentlich erst für das Heft [[Mosaik von Hannes Hegen 77 - Schmugglerjagd in Knistermeckelfingen|77]] vorgesehene erste Geschichte um den schwerreichen [[Mijnheer Adrian van Pepperkorn|Mijnheer Pepperkorn]] um eine Ausgabe nach vorne.
Möglicherweise fanden aber einige Elemente der geplanten Handlung später im Heft [[Mosaik von Hannes Hegen 195 - Der Pfandleiher von China-Town|195]] doch noch Verwendung.
Möglicherweise fanden aber einige Elemente der geplanten Handlung später im Heft [[Mosaik von Hannes Hegen 195 - Der Pfandleiher von China-Town|195]] doch noch Verwendung.
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== Mögliche literarische Vorlage ==
== Mögliche literarische Vorlage ==
Betrügerische Pfandleiher sind ein beliebtes Sujet in den Kolportageromanen von [[Karl May]], ganz besonders in ''„Der verlorne Sohn“'' (1884 – 1886). Die geplante Handlung weist zahlreiche Verwandtschaften zu seinen Schilderungen auf.
Betrügerische Pfandleiher sind ein beliebtes Sujet in den Kolportageromanen von [[Karl May]], ganz besonders in ''„Der verlorne Sohn“'' (1884 – 1886). Die geplante Handlung weist zahlreiche Verwandtschaften zu seinen Schilderungen auf.
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==Quelle==
 
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* [[Thomas Kramer]], ''[[Das  Mosaik FanBuch – Zweiter Teil]]'', Berlin 1994, S. 13, ISBN 3-320-01848-5
 
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* [[Mark Lehmstedt]], [[Die geheime Geschichte der Digedags]], Leipzig 2010, S. 179 f., ISBN 978-3937146997
 
==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 21:53, 15. Feb. 2014

Der Pfandleiher von Soho ist der Titel einer geplanten aber nicht erschienenen Ausgabe des Mosaik von Hannes Hegen.

[Bearbeiten] Inhaltliches

In der Jahresvorschau für das Jahr 1963 sollte das Heft im März mit der Nummer 76 erscheinen. Danach sollte "der in »den berüchtigten Londoner Slums«" hausende Pfandleiher "sich an dem Hab und Gut der durch das kapitalistische Unternehmertum verelendeten Bevölkerung" bereichern und diese um ihr Eigentum bringen. [1][2] Am Ende droht ein Brand "alles zu vernichten. Die Digedags greifen mit Ericsons Dampffeuerspritze ein und geben alles den rechtmäßigen Besitzern zurück".[2]

Innerhalb der Erfinder-Serie hätte das vermutlich im Jahr 1828 spielende Heft die Konstruktion und den ersten Einsatz der von dem englischen Ingenieur John Ericson (1803–1889) konstruierten fahrbaren Dampfspritze behandelt, die sich im späteren Verlauf aber als unzureichend erweisen sollte.

Ohne Angabe von Gründen verlangte die Zentralleitung der Pionierorganisation einen Austausch der Geschichte, die daraufhin ersatzlos gestrichen wurde. [3][2] Stattdessen rutschte die eigentlich erst für das Heft 77 vorgesehene erste Geschichte um den schwerreichen Mijnheer Pepperkorn um eine Ausgabe nach vorne.

Möglicherweise fanden aber einige Elemente der geplanten Handlung später im Heft 195 doch noch Verwendung.

[Bearbeiten] Mögliche literarische Vorlage

Betrügerische Pfandleiher sind ein beliebtes Sujet in den Kolportageromanen von Karl May, ganz besonders in „Der verlorne Sohn“ (1884 – 1886). Die geplante Handlung weist zahlreiche Verwandtschaften zu seinen Schilderungen auf.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Mark Lehmstedt: Die geheime Geschichte der Digedags, Leipzig 2010, S. 179
  2. 2,0 2,1 2,2 Thomas Kramer: Das Mosaik FanBuch – Zweiter Teil, Berlin 1994, S. 13
  3. Mark Lehmstedt: Die geheime Geschichte der Digedags, Leipzig 2010, S. 180
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