Schmeichlerchor

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Der Schmeichlerchor ist eine Figurengruppe aus der Runkel-Serie des Mosaik von Hannes Hegen.

[Bearbeiten] Zusammensetzung

Bei der Hochzeit mit Irene sind auf dem Eröffnungsbild mit 18 Schmeichlern auf einmal die meisten zu sehen. Nicht alle von diesen lassen sich vorher und hinterher identifizieren. Erst nach der Einkleidung als byzantinische Söldner kann man die Schmeichler deutlich unterscheiden. Einige von ihnen treten regelmäßig auf, einige selten und zwölf wiederum nur jeweils einmal. Insgesamt sind es 23 Schmeichler.

Schon am Kaiserhof identifizierbare Schmeichler:

Erst beim Unternehmen Göttertrank identifizierbarer Schmeichler:

Nur bei der Parade erkennbare Schmeichler:

Nur beim Entladen des Schiffs sichtbare Schmeichler:

[Bearbeiten] Gesänge

Die Aufgabe des Schmeichlerchores am Hof von Kaiser Andronikos II. ist es, Lobeshymnen auf den Herrscher vorzutragen. Dazu stehen die Schmeichler dekorativ in der Nähe des Kaisers und singen vom Blatt die flauschigsten Elogen. Meist passen diese mehr oder weniger gut zur gegebenen Situation. Folgende Hymnen des Schmeichlerchores sind überliefert:

Heft 114:

  • Du göttlicher Mann, du all unser Glück, geh du stets voran und tritt nie zurück!
  • Unserm Kaiser, das ist fein, fällt immer wieder etwas ein! Heil, heil!
  • Immer nur Glück hienieden sei dir, o Herrscher, beschieden!
  • Armer Kaiser, welchen Schaden hat dir Runkel aufgeladen!

Heft 118:

  • Wer ist das Licht, das immer leuchtet, obwohl es von unten bis oben befeuchtet? Das ist nicht die Sonne, die aufgeht im Meer - es ist unser Kaiser so stolz und so hehr!

Heft 119:

  • O glückliches Paar, o Hochzeit voll Glanz! Welch glücklicher Tag für das alte Byzanz!
  • Noch nie, noch nie gab es soviel Harmonie!
  • Wo gab's jemals solch ein Mädel, das so gut war und so edel, das so edel und so gut und darum nur Gutes tut!

Heft 122:

  • Immer nur lächeln und immer vergnügt!
  • Niemand ist wie wir so froh / über dich, Centurio! / Seit Kommissos, dem General, / gab es so was nicht noch mal!
  • Wir folgen dir, du großer Held, durch die ganze weite Welt!

Heft 124:

[Bearbeiten] Quelle

Dass es auch in Wirklichkeit einen solchen Chor gegeben hat, wissen wir von Liudprand von Cremona. Liudprand berichtet in „Liudprands Gesandtschaft an den Kaiser Nikephoros Phokas in Konstantinopel“ („Liudprandi legatio ad Imperatorem Constantinopolitanum Nicephorum Phocam“), 10: „Und als nun dieses Scheusal“ – gemeint ist der Kaiser – „wie ein Kriechtier dahinschritt, sangen ihm schmeichelnd die Sänger zu: ,Siehe, da kommt der Morgenstern! Luzifer geht auf! Sein Blick ist ein Widerschein der Sonnenstrahlen! Der bleiche Tod der Sarazenen, Nikephoros der Herrscher! Ihr Völker, betet ihn an, verehrt ihn, beugt den Rücken vor seiner Größe!‘“

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