Grafschaft Goceano

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Die Grafschaft Goceano wird als Goziani in der Reformations-Serie des Mosaik ab 1976 erwähnt. Der Name - im Mittelalter: Gothiani - wird von den Goten abgeleitet, da sich eine Gruppe von Ostgoten hier angesiedelt haben soll.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Im MOSAIK

Beim Reichstag in Worms trägt Johann von der Ecken, der Widersacher Martin Luthers, umständlich sämtliche Titel Kaiser Karls V. vor. So war dieser auch Markgraf zu Oristan und Goziani. Mehr erfährt man über diese beiden Gebiete nicht.

[Bearbeiten] Hintergrund

In der Tat bewilligte Papst Leo X. Kaiser Karl V. im Jahre 1520 das Führen sämtlicher im MOSAIK erwähnter Titel. Bei "Oristan" und "Goziani" handelt es sich um die Markgrafschaft Oristano und die Grafschaft Goceano, beides Herrschaften in Sardinien. Sie gehörten ursprünglich zum Judikat Arborea, dem letzten noch unabhängigen der vier sardischen Teilreiche, und gelangten nach dessen Auflösung zu Beginn des 15. Jahrhunderts (in Folge der Eroberung durch die Könige von Aragon) zunächst als Entschädigung in den Besitz der Familie Cubello, einer Nebenlinie der letzen einheimischen Herrscher von Arborea. Oristano an der Westküste Sardiniens war die Hauptstadt des Judikats gewesen, Goceano war eine fruchtbare Region im Landesinneren. Nach dem Aussterben der Familie Cubello im Mannesstamm im Jahre 1470 wurden die beiden Herrschaften zwar von Leonardo von Alagón beansprucht, einem Neffen des letzten Grafen, doch konnte er sich trotz jahrelanger Kämpfe nicht durchsetzen, so dass Oristano und Goceano schließlich als Lehen an die Krone Aragon zurückfielen und nicht erneut vergeben wurden (1478). Nach der Vereinigung Aragons mit Kastilien gelangten sie so in den Besitz der neu enstandenen spanischen Krone und damit auch in den des späteren Kaisers Karl V. aus dem Hause der Habsburger.

[Bearbeiten] Externe Verweise

Wikipedia-Artikel:

[Bearbeiten] Die Grafschaft Goceano wird in folgendem Mosaikheft erwähnt

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