Werbeflyer Mozaik

Aus MosaPedia

Version vom 13:00, 1. Apr. 2016 bei Fellgerd (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vorderseite
Rückseite

Für die ungarischen Mosaik-Hefte mit den Abrafaxen, die von 1976 bis 1990 unter dem Titel Mozaik erschienen, existiert mindestens ein Werbeflyer.

Mitte 1977 (Ag-Nummer 715/154 W/77) wurde in der DDR ein farbiger Werbeflyer auf weißem holzfreien Papier hergestellt, der etwa die Größe eines Mozaik-Heftes hat. Auf der Vorderseite zeigt er in einem hellblauen Rahmen zentral einen Ausschnitt aus dem Panel von der Rückseite des Mosaik 6/77. Darüber ist schräg arrangiert der ungarische Mozaik-Schriftzug und darüber ein hellblauer Stern zu sehen, der ab 1977 rechts auf den deutschen Heftköpfen die Nummer und den Preis der Mosaik auswies. Unter dem Bild werden Adressen für den Bezug der ungarischen Comics geliefert sowie der Preis für ein Jahresabo (damals 60 Forint) genannt.

Die Rückseite des Flyers zeigt in einem roten Rahmen zunächst den wieder schräg arrangierten ungarischen Mozaik-Schriftzug in rot. Darunter liefert das seltene Stück Papier in drei Absätzen Informationen zu den Abenteuern der Abrafaxe.

Der erste Absatz nennt zunächst die Namen der drei Protagonisten und gibt danach an, dass sie dem Dogen von Venedig begegnen. Außerdem wird angemerkt, dass die Abrafaxe zusammen mit Harlekin und anderen Freunden dabei sind, den Armen beizustehen. Im zweiten Absatz wird unterstrichen, dass die Abrafaxe auch an andere Orte reisen werden, wo sie Abenteuer mit anderen Spaßmachern (Pierrot, Till Eulenspiegel und Hodscha Nasreddin) erleben werden. Und schließlich wird im dritten Abschnitt hervorgehoben, dass jedes Mozaik-Heft ein in sich abgeschlossenes Abenteuer enthält, das immer in die Welt der Geschichte entführt.

Der Flyer wurde höchstwahrscheinlich einer oder auch mehrerer Mozaik-Editionen beigelegt. Ob das allerdings bereits in der Druckerei in Dresden erfolgte oder erst in Ungarn vor der Distribution oder gar erst kurz vor dem Verkauf im Einzelhandel, ist leider bislang noch unbekannt.

Es kann nur vermutet werden, dass der Flyer dabei helfen sollte, einen nach dem Wechsel von den Digedags zu den Abrafaxen zunächst rückläufigen Verkauf in Ungarn wieder anzukurbeln. In wieweit der Flyer letztendlich tatsächlich dazu beitrug, die Auflage der ungarischen Abrafaxe-Mozaik von anfangs etwa 30.000 Stück in den 1970er Jahren auf ca. 40.000 Exemplare in den 1980er Jahren zu steigern, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Ob darüber hinaus noch weitere Flyer hergestellt wurden, ist ebenfalls unbekannt.

Literatur

  • Grünberg, Reiner; Hebestreit, Michael: Mosaik-Handbuch, Lehmstedt Verlag Leipzig, 2012, Abb. S. 104
  • Ignor, Sven; Wagner Christian: Abrafaxe-Katalog, Basisversion, privat, 2005, Kapitel 10 Ausland
Persönliche Werkzeuge