Schwester Mechthild

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Version vom 11:37, 22. Aug. 2009

Die visionäre Mechthild

Schwester Mechthild ist eine Figur der Johanna-Serie. Sie ist eine der Nonnen von St. Marien und die leibliche Schwester der Mutter Oberin. Sie wurde von Matthias Thieme entworfen und ursprünglich auch gezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Mechthild im Mosaik

Schwester Mechthild wird regelmäßig von Visionen und Erscheinungen heimgesucht, so auch an einem Oktobertag, an dem seltsame Dinge vor sich gehen: Am Himmel erscheinen blaue Lichter und die Fische im nahegelegenen Teich springen unaufhörlich im Wasser. Tatsächlich erscheinen kurz darauf in Mechthilds Kammer die Abrafaxe. Da Mechthild gerade Besuch von der Mutter Oberin hatte, fällt diese erstmal in Ohnmacht, während Mechthild prophezeit, dass drei tapfere Ritter aus Jerusalem dem Kloster St. Marien Heil bringen und dass, solange sie anwesend wären, Milch und Honig fließen würden. Nach der anfänglichen Panik unter den Nonnen herrscht nach dieser Prophezeiung heillose Aufregung, da die Schwestern nun die drei Fremden in ihre Gewalt bringen wollen - Milch und Honig sind einfach zu reizvoll. Nach ihrer Prophezeiung fällt auch Mechthild erstmal vor Erschöpfung um. Die kleine Johanna bettet sie neben die Oberin und kümmert sich um die beiden Frauen.

Johanna ahnt nicht, dass es Mechthild war, die vor vielen Jahren beobachtete, wie ein Mann sie, als sie noch ein Säugling war, vor das Klostertor legte. Als Johanna das Kloster verlässt, um eine Medizin für die Mutter Oberin zu besorgen, erzählt die Nonne dem Kind davon und gibt ihr ein zugeschnürtes Säckchen mit auf den Weg, welches damals in dem Säuglingstuch verborgen war. Mechthild bittet Johanna darum, es erst zu öffnen, wenn sie in Not gerät. Dieses Säckchen enthält, wie sich später herausstellt, ein Amulett mit dem Hirschenthaler Wappen. Mechthild hat also die ganzen Jahre über gewusst, dass Johanna aus gräflichem Hause stammt.

Das Vorbild

Die MOSAIK-Mechthild geht auf das Vorbild einer Mystikerin dieses Namens zurück, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Nonne im Kloster Helfta lebte.

Dabei handelt es sich um Mechthild von Hackeborn (1241-1299). Mechthild war im Jahre 1248 in das Kloster gegeben worden, zunächst als Schülerin der Klosterschule. Ihre ältere Schwester Gertrud war zu dieser Zeit schon Mitglied des Konvents und wurde im Jahr 1251 dessen Äbtissin. Beide Frauen stammten aus der Familie derer von Hackeborn, deren Stiftung die Ansiedlung in Helfta überhaupt erst möglich gemacht hatte. Die begabte Mechthild wurde schon als junge Frau Leiterin der Klosterschule und Erste Sängerin.

Ihre Visionen hat Mechthild offenbar lange verheimlicht. Erst seit sie in den Jahren 1290/91 schwer erkrankte - in dieser Zeit starb übrigens ihre Schwester, die Äbtissin Gertrud -, gestand sie zwei Mitschwestern - ihrer Schülerin Gertrud und einer unbekannten Nonne - ihre ungewöhnlichen Erlebnisse. Die beiden Mitschwestern fassten die Berichte unter dem Titel "Das Buch der besonderen Gnade" (Liber specialis gratiae) zusammen. Mechthild von Hackeborn starb am 18. November 1298/1299. Die große Verantwortung, die sie bereits als junge Frau im Kloster übernommen hatte, könnte für Darstellung der im MOSAIK auftretenden Schwester Hilde, der rechten Hand der Oberin, wichtig gewesen sein - auch diese Figur erinnert also an Mechthild von Hackeborn.

Mechthild von Hackeborn und ihre Schülerin Gertrud die Große werden von der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt.

Literatur

  • Kurt Ruh, Geschichte der abendländischen Mystik, zweiter Band Frauenmystik und franziskanische Mystik der Frühzeit, München 1993

Externe Links

Schwester Mechthild tritt in folgenden Mosaikheften auf

382, 383, 384, 403, 404, 405
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